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Ben Chananja · 1860-01-01 · 4-5 (1860) · p. Seite 170

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
4-5 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 170 (sequence 14)
Language
German
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— 170 gen Robinson's zu Grunde, weil es uns scheint, daß er die in einigen wesentlichen Punkten abweichenden Anschauungen von Schultz, Williams und Krafft siegreich widerlegt hat, ohne daß jevoch die Richtigkeit der eregetischen Anwendung, die wir von den topografischen Verhältnissen Jerusalems machen werden, von Robinson abhängig wäre. Denn auch Krafft, der der Akra des Josesus einen andern Ort anweist als Robinson/ will die Spuren der nach Josefus von den Hasmonäern abgetragenen Felshöhe auf eine unzweiselhafte Weise wahrgenommen haben (Top. Jer. S. 12.). Daß die Akra nicht auf Zion lag, wie Grimm und Andere wollen, erhellt aus der Angabe des 1. Makkabäerbuches, welche die Akra dem Tempelberge viel näher sein läßt, als den Zion (1, 37. 4, 41. 13, 52. 14, 36.), eine Angabe, deren Gewichtigkeit durchaus nichts durch den Umstand verliert, daß auch der Zion den Tempelberg beherrscht hat, so daß die Syrer auch von dort aus im Stande gewesen wären, die Besucher des Heiligthnmes zu bennruhigeu und dem Heiligthume selbst Schaden zuzufügen. Von ketnein größeren Belange ist auch der Einwurf, daß die Syrer das Kastell sicherlich auf dem Tempelberge selbst erbaut haben würden, wenn es ihnen lediglich darauf angekommen wäre, die Juden vom Zutritte zu ihrem Heiligthume abzuhalten (Grimm S. 23.). Denn nicht darum handelt es sich, was die Syrer hätten thun könneu, — es ist ja nicht unmöglich, daß sie strategische Fehler machten, — sondern darum, was sie wirklich gethan haben. In Wirklichkeit errichteten sie ihr Kastell weder auf dem Tempelberge, noch auf dem Zion, sondern aus einem andern Hügel, — nach Robinson's uns richtig scheinender Anschauung nördlich vom Zion und westlich von Moriah, — welcher sammt dem Kastelle von Simon dem Hasmonäer abgetragen wurde. Daniel, der den Bauten in Jerusalem so viele Aufmerksamkeit schenkt, läßt auch dieses Werk Simon's nicht unerwähnt. Wir erfahren von ihm, daß dasselbe die letzten 62 Wochen Simon's in Anspruch genommen habe. Denn רחוב וחריץ kann nach dem einfachen Wortsinne nichts Anderes bedeuten, als Straße und Graben, und wird darunter der Erdwall verstanden, den Simon über den Graben oder die Schlucht bauen ließ, welche früher den

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