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Ben Chananja · 1860-01-01 · 4-5 (1860) · p. Seite 164

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
4-5 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 164 (sequence 8)
Language
German
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— 164 diesen Syrerkönig anzuwenden, da er von seinem Schatzmeister Heliodorus vergiftet wurde. Aber wie kam er zu dem Eh renn amen eines Gesalbten? Hatte er ja den eben genannten Schatz- Meister nach Jerusalem entsendet, um den dortigen Tempel berauben׳zu lassen! Hitzig denkt an OniaS HI., welcher auf Anstiften des Menelaos vom syrischen Statthalter Andronikus in Antiochia soll ermordet worden sein (2 Makk. 4, 36 ff.). Aber abgesehen davon, daß diese Ermordung keine unbezweifelte Thatsache ist, und von Josefus ignorirt wird (Alt. 12. 5, 1.), ist an Onias III. schon deshalb nicht zu denken, weil in dem vorhergehenden Verse schon von dem viel später» hasmonäischen Simon die Rede ist. In der That ist der ״Gesalbte" mit dem ״fürstlichen Gesalbten" identisch, und kein Anderer als eben dieser Simon! Das erste Makkabäerbuch berichtet nämlich: ״Und Ptolemäus, Sohn Habub's, war als Feldherr aufgestellt in der Ebene Jericho's, und er hatte viel Silber und Gold; denn er war der Schwiegersohn des Hohenpriesters. Und sein Herz erhob sich, und er wollte sich zum Herrscher des Landes machen; deshalb entwarf er arglistige Anschläge wider Simon und seine Söhne, um sie umzubringen. Simon aber bereisete die Städte des Landes, um ihre Angelegenheiten zu besorgen, und er kam auch nach Jericho mit seinen Söhnen Juda und Mattathia im 177. Jahre im 11. Monate, das ist der Monat Schebat. Und der Sohn Habub's empfing sie mit Arglist in der kleinen Festung, Namens Dock, welche er erbaut, und bereitete ihnen ein großes Gastmahl, nachdem er Männer daselbst versteckt hatte. Als nun Simon und seine Söhne berauscht waren, stand Ptolemäus mit seinen Leuten auf, sie ergriffen ihre Waffen, drangen in den Speisesaal zu Simon hinein, und tödteten ihn und seine zwei Söhne und einige seiner Sklaven (16, 11—16.)". Die Ermordung Simon's durch seinen Schwiegersohn erzählt auch Josefus in den Alterthümern (XIII. 7, 4.) und im jüdischen Kriege (I. 2, 3.). Und darauf zielen die Worte: ״der Gesalbte werde umgebracht werden" (יכרת משיה); das darauffolgende ואין לי heißt, wie schon früherer Erklärer einsahen: ״und er hat Niemanden", d. h. keinen legitimen Nachsolger, denn Johann Hyrkan wurde, wie bereits erwähnt, als Ein-

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