Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 155 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543080--1377-2545087- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
— 155 — 2. Während meiner vierzehnjährigen Wirksamkeit als Landesrabbiner in Siebenbürgen, war ich, den Forderungen unserer heiligen Religion und ^Pflichten meines heiligen Amtes und Berufes gemäß, unablässig beflissen, Ehre des 3udenthums, die Lauterkeit und Heiligkeit der jüdisch^ Pioral m Wort und Schrift zu vertreten, und das Wohl der meru^ anßcr' trauten Gemeinden nach Kräften zu heben und zu 3. Wenn die Absender des oben erwähnten Sendschretvr.7? im Besitze eines mich in ein zweideutiges Licht stellenden Berichtes zu sein behaupten, so müssen Sie getäuscht und hintergangen worden sein, wie ich erforderlichen Falls zu beweisen mich anheischig mache. Indem ich Sie bitte, diese meine Erklärung in Ihr geschätztes Blatt aufzunehmen, zeichne ich mit Hochachtung Karls bürg am 22. Februar 1860. Friedmann, Landesrabbiner. Darstellung einer neuen erproßten Nn1emch18-Meihode für die hebräischen Lehrgegenstände. Von Joachim Slum, öffentlicher Lehrer in Neu-Verbaß. Im 8. Hefte des 1. Jahrg. des B. CH. sind fünf auf den Umfang und die Beschaffenheit des Hebräischen Unterrichtes in Volksschulen sich beziehende Fragen mitgetheilt. Bevor ich mm an die Beantwortung jener auf den hebräischen Unterricht bezüglichen Fragen gehe, möge es mir vergönnt sein, Einiges vorauszuschicken. Zuvörderst will ich die allen sachkundigen Schulmännern wohlbekannte Thatsache berühren, daß die befriedigende mib praktische Lösung dieser Fragen für solche Schulen, an denen vier Lehrer fungiren, viel geringem Schwierig- Leiten unterliegt , als für Schulen mit drei Lehrern, oder gar für die meisten Trivialschulen, an welchen gewöhnlich blos zwei Lehrer wirken. Die letztem Schulen haben meist 70—100 Zöglinge, die auch jüdische Kinder find, und die also auch einen zureichenden Unterricht in der Thora erhalten sollen, bei denen aber eben so viele Alters- und Fähigkeitsstufen, als bei den zahlreichst frequen- Urten Hauptschulen Vorkommen; daher auch die zwei Lehrer einer Trivialschule, wenn sie den deutschen Lehrgegenftänden gebührende Rechnung tragen sollen, trotz ihrer geringem Schülerzahl, ohne eine anschauliche Lehrmethode, ein noch viel minder günstiges Resultat im Hebräischen erzielen müffeu, als die vier Lehrer einer verhältnißmäßig zahlreichern, aber gut organisirten Hauptschule.