Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 152 (sequence 48)
- Language
- German
- Belongs to
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S. 17. Du bist ja ein Kind, ein e beubü »rtig es, d es hö ch st en H e 11 y, des Königs der Könige! S.!18. Von hier (dem Tempel) ans. or.dnet sich die verwirrende Unendlichkeit des Alllehens in der Natur: — hier enthüllt sich dem Lrun ke n en G eist e die verschleierte Urkraft; — — hier öffnet sich der ewige Krei sl aus dem F or tschr itte zur Vo l- Lendüng; — hier leben wir häuslich mit der Hi ni mels to ch t er, die wir gefreit, hier entzückt, uns ihr sü ß e r L i e b reiz (was dachten sich aber die Frauen, die Töchter: — ohnehin ist F r eien eigentlich nur sich b.ewerben); S. 20. Daß wir die Warte ersteigen müssen, wenn wir dey Sternen näher (?) tiefere Blicke in den Himmel thun wollen, um herauszu-- lesen die Bestätigung unserer üb erwelt lichen N a t u r und e w i g e n Zntun ft. (Allerdings aä kommew, aber doch gar zu irreleitend!) Uebrigens sind dies nur einige Brocken für die Kritik. Es finden sich dagegen treffliche rhetorische Stellen, welche die Fähigkeit des Redners deutlich beurkunden, so insbesondere S. 44 und 15. S. 18. Letzter Satz, bis.19. Absatz; S. 22. Mitte, und die letzten Segnungen. Rechten aber wird die Kritik wegen mancher kleinen Mißgriffe, die beim Abdrucke hätten vermieden werden können. Wir geben sie ohne Eintheilung nach der Reihenfolge: S. 7. Gottespalast auf Zion; warum nicht auf Morijah? oder am Zion? Das. soll Salo mon gegen Freigei sterei sprechen; der Sinn der Stelle ist aber vielmehr gegen Eng g lLu bigk e it gerichtet, und S a l o m on spricht seine eigenen Gedanken aus; ebenso sind alle Stellen S. 8. gemeint. S. 9. Wodurch ist erwiesen, daß Abel nicht aus eigener Anregung geopfert habe und ebenso Isaak (thut's ihm nach ist auch unedel). S. 10. Wo spricht David in vielen seiner heiligen Lieder ans, daß es ibm schmerze, keinen Tempel zu haben? — Unten Phönycien! und wieder Gottesbnrg auf Zion! S. 13. Gott kann sich von der Thora , der Himmelstochter, nicht trenneu, —und er bat deßhalb (bat Gott, oder befahl er?). — Unsere Väter machten eins, und wir müssen es ihnen nach thun (das ist doch gar zu populär), wenn wir uns vollenden wollen an Geistesrerse und Glückseligkeit (was heißt das?). S. 16. Wir sind Adler, aber an Felsen geschmiedet (ist das ein trefsendes Bild?) S. 17. Die Prinzessin, die hohe Himmclstochter (kann nicht gebilligt werden). Das. vor einem Göttlichen, das sie empor sott ziehen, -^ dieselben Worte schon S. 11. S. 21. Majestät der Massen, will uns nicht gefallen. S. 24. Laß uns sättigen an der Glückseligkeit deines Hauses, — ist nicht zu rechtfertigen. Aus diesen Erinnerungen wird Jedermann erkennen, daß die Anforderung au den Herausgeber solcher Reden, dieselben vor deren Veröffentlichung erst gehörig zu feilen, nicht znrückgewiesen oder mit.Gleichgiltigkeit behandelt werden darf. Gerade Diejenigen, welche eine Stellung einuehmen. d.a;ß — ihre Schriften jüngeren Männern, als den Ausfluß anerkannter Tüchtigkeit zum Muster dienen sollen, haben die Pflicht, wenn sie auch im mündlichen Bortrage minder genau auf Korrektheit achten, doch nichts in die Welt hinauszusenden, was der strengen Sorgfalt entbehrt.