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Ben Chananja · 1860-01-01 · 3 (1860) · p. Seite 137

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
3 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 137 (sequence 33)
Language
German
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— IS 7 — VerkaWy und, Gottlob, e.s hat sich, wie immer bewährt. Wie füMar auch hiss Ereignisse des abgeschiedenen Jahres in sämmtliche Lebensperhältnisse eingriffen, der stets rege Sinn für gute Werke erschlaffte nicht, und kaum ließen die Stürme nach, so richtete er auch hier wieder den milden Blick auf die leidende Menschheit. Wsepe gottgeweihte THKtjgfeit bewegte sich, wenn gleich mit etwas verringerter Kraft, in ihrer segensreichen Bahn ung.esto.rt zu ihren! Ziele hin." Nachdem er den Mitgliedern seinen Dank ausgedrüK, fährt er fort : ״Es gibt der Anstalten viele, die nur eben umsichtige Vorsorge, pflichttreue Geschäftigkeit, ruhige und.besonnene Pertheilung der Kräfte, gerechte Anwendüng der Mittel erfordern; eine gut geregelte Verwaltung genügt ihrem Zwecke. Nicht Jedermann mag gerne Krankenhäuser besuchen, und menschlichen Jammer mit eigenen Augen ansehen, nicht Jederman soll eintreten in Pie Häuser oder gar die Wohnungen der Dürftigen, denen die Milde Beschäftigung oder Nahrnng, Kleidung oder warmes Obdach verschafft. Den Empfängern selbst wäre die Menge der Zeugen lästig, niederschlagend. Aber anders ist es mit Anstalten für E r z i e h u n g d e r I u g e n d. Das sind wahrhafte Tempel frommer Andacht für edle GemKther. Was ihr hier erblicket, erregt nicht das betrübende Gefühl des Mitleids, nicht den Schmerz über menschliche Gebrechlichkeit, nicht den Gram über unsere eigene Ohnmacht nach Wunsche zu Helsen, nicht die Besorguiß, die Pfleglinge zu beschämen durch fremde Neugier. Nein, hier lebt und webt ein munteres Völkchen, fröhlich und heiter in die Welt hineinschauend, deren Mißgeschick es mit dem Eintritte in die Anstalt vergessen hat, eine Schaar beglückter Kinder, die fast uneingedenk der herben Ursache, welcher sie hieh.er verpflanzt hat, lustig sich herumtnmmelt, alle Kräfte entwickelt und der Gesellschaft thätige und nützliche Mitglieder verspricht. Hier lacht uns strotzende Gesundheit entgegen, erhöht durch Sauberkeit und Ordnung in der ganzen Einrichtung, eine heitere Frische und Regsamkeit, ansprechend durch natürliche und gesittete Haltung. Hier erfreut uns eine mannigfache Thätigkeit, fortschreitend nach Maßgabe der Üehung; .alles noch schwach und unbedeutend, aber der sichtbare Keim stets zunehmender Leistungen. . , ." ״Warum denn versagen sich so Viele, die durch ihren Beitrag unsere dankbare Anerkennung erwerben, diesen wahren Seelengenuß, die irinige Herzensfreude, mit eigenen Augen zu sehen, wie die Saat, die sie ausstrenen, aufgeht und emporreift? Wol vernehme ich Pie Antwort: ״Wir überlassen die Sorge für die Anstalt getreuen Händen, fleißigen Arbeitern, trefflichen Hü- Lern, die wir gewählt haben! Was vermag der Einzelne durch seine flüchtige Gegenwart? — So gestattet mir Penn ein offenes, freimüthiges Bekenntyist. Wir wissen, wie viel wir eurer Gifte verdanken.. Ihr leihet uns die Mittel zu unserer ersprießlichen Mätigkeit. Ohne euerer Opferhereitwilligkeil wärm Wir außer Stande gewesen, unser Werk, das so Mvzig begann, in einem so -kurzen Zeiträume bis zu der mastigen Höhe aufzuführey, die eZ glücklich erreicht hat. Aber vollkommen erzielt wird unser Streben keineswegs durch unsere redliche Bemühung allein, nicht durch euere Beiträge allein, nicht durch beides H«B־ChM. 111. wo.

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