Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 123 (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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123 — der griechischen Gottheiten genannt werden, wozu es offenbar nicht an Gelegenheit gefehlt hat. Das Verbot: ״den Namen anderer Götter gedenke nicht, nicht gehört werde derselbe aus deinem Munde (2 M. 23, 13.)" wurde in früherer Zeit nur auf eine ehrerbietige Nennung heidnischer Götternamen beschränkt. Die alten Geschichtschreiber und Profeten nehmen keinen Anstand, heidnische Götter beim Namen zu nennen 15). Erst die Frommen der syrischen Zeit konnten es nicht über sich gewinne», die verhaßten Namen über ihre Lippen gehen zu lassen. Die alerandrin. Jude» waren dagegen minder skrupulös, daher im 2. Makk. B. Zeug 6Xvpmog und Zeig £mog genannt werden (6, 2.). Die Worte: אלהים לא תקלל übers, die Septuaginta: ■&sovg ov xaxoXoyyoecg (2 M. 22,28.), und in diesem Sinne Josesns: ״Niemand schmähe die Götter, die in anderen Staaten verehrt werden (Alt. 4. 8, 10.).״ Aber auch in Palästina trat später eine mildere Praris ein. Die Gesetzeslehrer nenneu Afrodite, Merkurius, Sarapis, Neptun (Themelion), und erwähnen die Saturnalien 16). Nur das Schwören bei heidnischen Götternamen oder das Auszeichnen und Lobpreisen derselben wird als verboten erklärt 17). R. Jochanans Unterscheidung zwischen biblischen und nichtbiblischen Namen (Sanh. 63, i>.) findet in den angeführten Stellen ihre Widerlegung; auch kehrten sich die babilonischen Lehrer nicht daran, indem sie sich nicht scheuten, die Namen Ormuzd und Ahriman auszusprechen (Sanh. 39, a.18) Diese Milde der Praris trug ohne Zweifel nicht wenig dazu 15) 2 M. 34, 13. 3. M. 18, 21. so, L ff. 4 M. SS, 1. ff. Nicht. 8, 33. 9, 4. 46. 11, 24. 1 Kön. 11, 33. 2 Kon. 1, 2. 7, 30, Jesaj. 56.1. Zer. 50, 2. Ez. 18, 1. a. und viele andere Stellen. '°) M. Ab. Zara 3, 4. 4, 1. Sanh. 7, 6. Gem. 6. A. Z. 43, a. In der Thosistha das. Abschn. 6. ist statt OOlOl ebenfalls 012^אפ z» lesen Mella 17. d. Landau's Wörterb. 2, 47. Ab. Sara 46, a. ״) M. Sanh. 7, 6. Mechiltha Mispatim sd. Anist. 62, b. >») Der Schwur 'גפא 1תפא (Pef. 87, v.)- gehört nicht hieher, da derselbe einem Römer in den Mund gelegt wird. Bnrtorf zitirt diese Worte aus der venetianischen Thalmudausgabe, hinznfngend: ״Mm vsrda illa oum tribus aut quator lineis in Baseleensi editione sunt expuncta.“ Darauf gestüzt sagt vr. Sachs, daß die fragliche Wendung ״in unseren Thalmudeditionen fehlt (Beitr. 1, 108.)" In der That fehlt fie aber nicht, wie Jeder, 8*