Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 3 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 115 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Krieges erstreckte sich aber viel länger als Über eine Jahreswoche, denn erst ״im Jahre ein hundert und siebenzig ward das Joch der Heiden von Israel genommen (das. 13, 41.)" Hier wird das SepteNnialsystem durch sich selbst gerichtet. Uns ist die Unhalte barkeit dieses Systems bereits klar geworden (S. 4 ff.), so daß wir auch die ״Eine Woche" für nichts anderes als für eine Tageswoche ansehen können. Ist es nun der Forschung gegönnt, die Spuren dieser mit so vielem Nachdrucke betonten Woche in den vorhandenen Geschichtsquellen nachzuweisen? Glücklicher Weise können wir diese Frage bejahend beant- Worten. Die so oft gemachte Wahrnehmung , daß wissenschaftliche Forschungen selbst dann Keime wahrer Erkenntniß enthalten, wenn ihre unmittelbaren Ergebnisse unhaltbar befunden werden, findet auch hier ihre Bestätigung. Trotz der Verirrungen, in welche der Kalkül׳ der Jahreswochen verfiel und verfallen mußte, indem er von falschen Voraussetzungen ausging, haben sich dennoch die neueren Forscher um das Verständniß des Danielbüches unverwelkliche Verdienste erworben. Ihre Untersnchnngen haben das Terrain näher begrenzt, auf welchem der historische Hintergrund für die Danielsprüche zu suchen ist. Sind auch diese Grenzen Hier zu weit, dort zu eng ausgesteckt worden, so orientirt sich die Forschnng mit Hilfe der bisherigen Versuche doch leichter, um zu den richtigen Grenzbestimmungen zu gelangen. Die Zeitgrenze für die uns zunächst beschäftigende Thatsache sucht Man unter Antiochos IV. Epifanes vergebens: der Held der ״Einen Woche" ist Alttiochoö VII. Evergeta oder Sidetes, Und es hat mit dieser bedeutungsvollen Tageswoche folgende Bewandtniß. Jerusalem hatte im ersten Regierungsjahre Johann Hyrkan's (135) von dem eben genannten Antiochos eine mit Noth und Drangsal verbundene Belagerung zu bestehen. HyrkaN, der krieggeübte und sieggewohnte, ließ den Feind, der das Land ver- Heerte, gegen die Hauptstadt ziehen, ohne demselben auf seinem Zuge ein Hinderniß in den Weg zu legen. Wahrscheinlich war׳ es ihm kein Geheimniß, daß die Strenggestnnten die Gefangenschaft seiner Mutter nicht vergessen hatten, und ihm, die Reinheit seines Blutes bezweifelnd, die Berechtigung zur hochpriestrklichen Würde