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Ben Chananja · 1860-01-01 · 2 (1860) · p. Seite 59

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
3 (1860)
Issue
2 (1860)
Date
1860-01-01
Page
Seite 59 (sequence 7)
Language
German
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— 59 — In welchem Verhältnisse steht nnu Pas zweite Jahr des Darius zu de» siebenzig Jahren des Jeremias? — Das wiederholte Straucheln unserer zahlreichen Vorgänger warnt uns vor übereilten chronologischen Kombinationen. Glücklicherweise haben wir dieselben auch nicht vonnöthen. Die Bibel selbst gibt hierüber vollkommen befriedigenden Aufschluß. Denn zwei Monate nach der Gründung des Tempels, am 24. Schebat im zweiten Jahre des Darius ruft der Engel Secharja's ans: ״Ewiger 'der Heerscharen! wie lange noch willst dn dich nicht erbarmen Jerusalem's und der Städte Juda's, über welche du gezürnt hast nun siebenzig Jahre (Sech. 1, 7. 15.)!" Auf eine Berechnung dieser vielbesprochenen 70 Jahre brauchen wir hier nicht eiltzugehen; für unsern Zweck genügt der Nachweis, daß im biblischeu Alterthume das zweite Jahr des Darius für das Endziel der 70 Jeremianischen Jahre gehalten wurde. Wahr ist es allerdings, daß man auch das erste Jahr des Eyrus für einen solchen Termin ansah (2 Chron. 36, 20—22. Esra 1, 1.), und es sind mancherlei Versuche gemacht worden, diese doppelte Berechnung in Einklang zu bringen. Manche Schriftforscher fanden in dem einen Termine die Erfüllung von Jerem. 25, 12., in dem andern die von Jerem. 29, 10. Ans Secharja 7, 1. 5. erhellt, daß die 70 Jahre nicht chronologisch genau zu berechnen, sondern als runde Zahl anfzufassen sind. Unserc Untersuchung bleibt indeß von alldem unberührt. Nach den klaren Worten Secharja's ist es jedenfalls vollkömmen gerechtfertigt, daß die Vertröstung, welche Daniel erhält, die 70 Jeremianischen Jahre im zweiten Jahre des Darius ablaufen läßt. Wir haben bereits erwähnt, daß es der 24. KiSlev dieses Jahres war, an welchem der Grund zum Tempel gelegt wurde. Rechnet man von diesem Tage 70 Wochen zurück, so geräth man in die erste Hälfte des Monates Thammus. Der 9. Thammus war aber ein Fasttag (Sech. 8, 19), denn an diesem Tage war in Folge der eingetretenen Hungersnoth die Vertheidigung Jerusalems gegen das chaldäische Jnvastonsheer anfgegeben worden, so daß die heilige Hauptstadt in die Hand des Feindes fiel (Jer. 53, 6—11.2 Kon. 25, 3.). So rechtfertigt sich auch der dritte Schluß

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