Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 573 (sequence 37)
- Language
- German
- Belongs to
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— 573 — folgte das Gebet des Hrn. Rabb. für das A. h. Kaiserhaus. Und nun ging Se. Erzell. in die isr. Volksschule, wo Er die versammelte Schuljugend prüfte, und -seine Zufriedenheit über den Fortschritt der Kinder aussprach. — Schließlich sei noch dankbar erwähnt, daß ׳die hiesige Stadtkasse zur. Erhaltung der israel. Volksschule einen jährlichen Betrag von 200 fl. CM. liefert. z. a. Püpa, im November. Folgendes ist das Resultat der von der hiesigen Gemeinde in diesem Jahre ausgeschriebenen Konkurse. - Notar: Hr. Moriz Steiner, emer. k. k. Grundbuchs-Aktuar. Er ist gegenwärtig bemüht, das von dem Obervorsteher Weltner projektirte Gebühren in der Gemeinde-Administration in's L.eben zu bringen.׳ Es thut dies einer Gemeinde sehr noth, die jährlich über 13,000 fl. österr. Währ, zu verfügen hat. Auf die Stelle eines Rabb.-Verwesers kon.kurriren die Herren: I. Lamberger, Rabb. zu Rosenberg; ein junger Mann, für's Rabbinat gehörig diplomirt und befähigt. Er hielt einen Vortrag im Mannheimer'- scheu Style; N. Klein, Rabb. zu Jrsa; tüchtiger Thalmudist, besonders gewandt in der Haggadah, hat eine brillante und sehr populäre Vortragsweise, ein sehr begabter Autodidakt; D. Gregor, Rabb. zu DaMburschütz, ein Jünger bedeutender Jeschiboth, gewandter Thalmudist, mit genügender, moderner Bildung. Vortrag: Hirschische Manier; A. Steiner, Religionslehrer zu St. Nikolai, bedeutender Hebräer und Thalmudist, seine Persönlichkeit von religiöser Würde und Weihe. In seinem Vortrage herrschte einfache Erhabenheit und Tiefe; H. Duschak, Rabb. in Austerlitz', Schüler R. Mos. Sofer's. Jeder Zoll an ihm ist Priester. Edler Freisinn, attischer Witz, eminente Deklamation und Mimik sind die Zierde des Vortrages dieses bereits ergrauenden Theologen vr. I. Ung e r, Thalmudlehrer in Berlin. .Geboren in. Homona, ledig, hat bedeutende Jeschiboth mit dem besten:Erfolge freqnentirt und sich in Deutschland wahrhaft, klassische Bildung angeeignet. Fruchtbarer hebr. Schriftsteller. In seinen Vorträgen war der Einfluß eines Mannheimer und Sachs nicht zu verkennen. .Jede:׳ dieser Herren hat hier eine Partei für sich. Die Wahl wird später vorgeuommen werden. Für unsere vierklasstge Knaben- und dreiklassige Töchter-Hauptschule wurden als Lehrer bestätiget: Mar Elias, Jak. Gollersteppen, Joachim Weizmann, Adolf Eisler, Filipp Klein., Siegfried Kann, David Lehner, Albert Seidner, Adolf Goldberger, Frau Rosalia Golterstepper und Frau Maria Weiß. Elias ist Direktor der Knabenschule, Gollersteppen, Dirigent der Mädchenschule. Weltlicher Schnlaufseher: Ör. Moriz Feitel, Kommunalarzt; Schulkomitä unter dem Präsidio des Vorstandes: Dr. I. Deutsch, Leop. Kraus, Ad. Koritschaner, Jak. Berger, Ad. Kraus, Aron Löwy. — Die Schülerzahl übersteigt 500. Die Schule ist bereits eröffnet; an Lehrplan und Stundeneintheilung wird gearbeitet. Das Anfsteigesystem wird vorherrschen;. doch kann nach dem Erlasse der h. Statthalterei nur der Lehrer" aufsteigen', der für alle Klassen genügende hebrä'ische Kenntnisse besitzt. Jetzt, wo unsere Schule aufzublnhen verspricht, würdigt man dankbar das unvergängliche Verdrenst der Gründer unseres Schul- Hauses, an deren Spitze Herm. Neumann stand, und dem sich S. Nenmann, S. Schlesinger, Ad. Spitzer, Br. Rechnitzer, Br. Herzfeld, M. Fischer, M. A und L. Schlesinger und Andere angeschloffen haben (1847). Weltner setzt nun das gute Werk fort. Sein bescheidener und anspruchloser Charakter verbietet mir, dessen glänzende Verdienste um die Umwandlung der ehemal. Gemeindeschule in eine öffentliche Hauptschule nach Gebühr zu würdigen. Der schönste