Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 12 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 537 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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— 537 — Ceßensöetradjfunij des IudenWms. @inc religions-geschichtliche Studie. II. Lebensbetrachtung der nachbiblischen Zeit. (Schluß '). 22. Antiebionitisches. Je größer der Eifer für religionögesetzliche Gnosis in der thalmudifchen Zeit war, und je bereitwilliger jede Entbehrung ertragen wurde, um zur Vertrautheit mit der Thora zu gelangen (Ab. 6, 4.), desto überraschter ist man, ans jener Zeit folgende epiknräisch klingende Marimen zu vernehmen : ״Beeile dich zu essen, beeile dich zu trinken, denn diese Welt, aus welcher wir einst gehen werden, gleicht einem Hochzeitsmale (Erub. 54, a.)." ״Mein Sohn, je nachdem du hast, thue dir wohl; denn im Grabe ist keine Lust, und der Tod säumet nicht. Sprichst du aber: ich will meinen Söhnen und Töchtern ihren Unterhalt hinterlassen; wer wird dir knndthun (ob sie die ererbten Güter behalten)? Die Menschen gleichen den Gräsern des Feldes, die einen sprossen auf, die andern verwelken a)!" Diese Aeußerungen sind nun allerdings himmelweit entfernt von der. Aufforderung, welche Aristofaues dem Anwälte des Lasters in den Mund legt: ״Folg' deinem Treiben, spring' und lach' und halte Nichts für Sünde")!" — Aber sie erinnern doch au Anakreon: ״Denn, eh' ich dorthin muß wandern zu dem Reihentanz der Tobten, will ich mir den Gram verscherzen"; oder an Horaz: ״Nicht immer blüh'n des Frühlings Blumen dir in gleichem Schmucke; nicht strahlet der Luna Bild mit einem Antlitz. Was auf Zukunft sinnst du und ') S. H. VII., S. 293 ff.; IX. H., S. 389 ff.-, X. H., S. 489 ff. ף Die Wolken 1071. 3) Erub das. nach Sirach 14, 11. 10. 18. Raschi kannte die Quelle des Ausspruches nicht, daher dessen gezwungene Erklärung der Schlußworte, m. ms 34