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Ben Chananja · 1859-01-01 · 11 (1859) · p. Seite 533

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
11 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 533 (sequence 45)
Language
German
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־— 633 — diesem Bttttdesschluffe O h 11111 acht, Schwäche und die gehetzte, keinen Ruheort findende Gemeinde Israels symbolisch darstellen. Und dann die.Angst und Finsterniß,-die auf Abram fiel. . Wahrlich, man weiß nicht, was man dazu sagen soll! ״Und so geschieht Jedem, der nicht, unüberlegt .oder gar im flatterhaften Sinn (das ist kaum verständlich) an die Pforten der Zukunft klopft, die, wenn sie sich öffnen, ihm schwere Pflichten anferlegen. . . .׳ (Thun .das die sich öffnenden Pforten?)" Dann folgt nach einer guten Darstellung der eigenen Empfindung, die Bemerkung Wallenstein's, daß Zeiten eintreten. in denen man sich sehnt, dem Weltgeiste näher zu treten, nm eine Frage zu thun, an die-waltende Vorsehung. (Was konnte die Zuhörerschaft dabei sich denken?) Weiter ist der Vergleich mit dem Ehebund ziemlich gut ausgeführt. Aber dann kommt wieder eine neue Vergleichung S. 9, die uns höchlich befremdet hat. Ein Rabbi hat einmal nach alter Weise einer Matrone, welche wissen wollte, was Gott seit dem Abschluß des Schöpfungswerkes wohl mache? geantwortet: Er sorge für Ehebündnisse. (Darin mag wol eine sinnbildliche Darstellung liegen). ״Nun, saget selbst", fährt der Redner fort, ״sollte wol Gott für das Wohl einer Familie sorgen und nicht weit eher für die höchsten Angelegenheiten einer Gemeinde? Eine solche Annahme wäre sündhaft und entschieden zurück zu weisen." — Kann man hier einen Zusammenhang wahrnehmen! Glaubt der Redner, jene Antwort enthalte objektive Wahrheit? Erwartet er von seiner Gemeinde, daß sie darin eine Grundlage für den Schluß sehen werde? Welch' eine Gebankenfolge! Man möge weiter ohne starken Anstoß die Bedingungen "eines Bündnisses lesen.. Plötzlich wird eine etymologische Darstellung dessen, was irdisch ist, S. 15. 16. vorgeführt, worin אדמה als Ur ftofs bezeichnet, ארץ, von der lausenden Bewegung (תבל ,(רלץ von נבל welke 11, als das Vergänzliche endlich!לב)!! als das Unsichtbare (v.!לב!!) abgeleitet wird (welche Filologie!) um darauf zu kommen, daß nur der Geist der Gegenstand der beabsichtigten Wirksamkeit sei. Und dazu dieser ganze babilonische Apparat! . Noch empfindlicher als dieser Galimatias hat uns S. 23 die Benutzung des Midrasch über אמת und שקר verwundet. Wenn die Alten, welche ihre eigene Lehrweise hatten, bisweilen sich auf Buchstaben-Spiele einließen , so hat das für uns einen eigenen Reiz, und wir bewundern sogar ihren Witz, der jedes Lautzeichen und jeden Vokal oder Akzent oder Punkt zu einer'sittlichen* Lehre benutzte. Heute aber über das Wort Wahrheit tit der Art zu Predigen, daß man bewiese, weshalb es mit dem Weh anfängt, dem ein ah folgt, und mit einem Th er endigt, oder warum Falschheit mit einem Fall beginnt u. s. w> würde doch gewiß Hr. M. selbst höchst lächerlich finden; wie soll es dann minder lächerlich sein, so etwas auf ein Paar hebräische Wörter anzuwenden? Daß die ganze, daraus gezogene Lehre so ungeschickt wie möglich ausfallt, ist sehr folgerecht; sie lautete:

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