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Ben Chananja · 1859-01-01 · 11 (1859) · p. Seite 509

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
11 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 509 (sequence 21)
Language
German
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— 509 — trat Moses zu ihm hin und sprach: Wie lange noch wirst du gegen den Willen Gottes dich sträuben, welcher befohlen hat, daß sein Volk entlassen werde? So lange dies nicht geschieht, werden auch die Egypter nicht von ihren Plagen verschont bleiben. Des Königs Zorn entbrannte! er drohte, im Falle Moses ihn noch länger mit dieser Angelegenheit belästige» sollte, ihm den Kopf vor die Füsse zu legen. Moses entgegnete, er werde über diesen Gegenstand kein Wort mehr verlieren. Es werde aber eine Zeit kommen, wo der König und die Großen des Reiches bitten werden, die Hebräer möchten nnverweilt Egypten verlassen. Mit diesen Worten nahm er Abschied"). 6. Mit noch einer Plage suchte Gott die Egypter heim, welche sie endlich nöthigte, sein Volk zu entlassen. Moses trug er aus, den Hebräern zu befehlen, dem Ewigen zu opfern, am vierzehnten des Monats Lanthicus, den die Egypter Pharmuti, die Hebräer Nisan, die Mazedonier aber Lanthikus nennen. Alsdann sollte er sie sammt ihrem Habe aus Egypten führen. Nachdem sie marschfertig waren, und er sie in Stämme eingetheilt hatte, ließ er sie alle in einer Gegend znsammenkommen. Am Vierzehnten als sie eben abzuziehen bereit waren, opferten sie und reinigten ihre Wohnungen, indem sie dieselben mittelst eines Bündels Hyssop mit Opferblut besprengten; dann hielten sie das Opfermal, und was von seinem Fleische übrig war, verbrannten sie, während sie im Begriffe standen, abzuziehen. Der Brauch hat sich bei uns fortgepflanzt, daß auch wir jetzt ein solches Opfer dringen, und das Fest Paschah nennen, welches ״Ueberspringen" bedeutet; weil Gott an demselben Abende als er die Pest über die Egyp- *) Mancher Leser dürste hier fragen: Wie wagten es die beiden göttlichen Sendboten eine so ernste Sprache mit einem mächtigen Despoten zn führen? — Ihr nnerschüttliches Vertrauen ans dem, der fie gesendet hatte, ließ in ihnen keine Furcht anfkomme»; Wen sollten sie auch fürchten, nachdem sie das Bewußtsein trugen, daß Gott mit ihnen sei? Warum traute sich aber der Despot nicht, Hand an die beiden Gottesgesandten zu legen? — Mußte er nicht fürchten, daß unter den 600,000 handfesten Sklaven sich auch ein Spartakus befinden könnte, der einen schreckliche» Krieg heranfbeschwöre», und die verruchte That furchtbar rächen würde?

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