Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 11 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 506 (sequence 18)
- Language
- German
- Belongs to
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— 506 — haben abbringen; nur noch fester wurde sein Entschluß und er scheute keine Anstrengung, den Seinigen die Freiheit zu verschaffen. Er begab sich daher zum Könige, und stellte ihm vor, die Hebräer nach dem Berge Sinai ziehen zu lassen, um daselbst dem Ewigen nach dessen ausdrücklichen Befehle zu opfern. Er möchte gegen den Willen Gottes sich nicht sträuben, allen, andern Dingen seine Gnade vorziehen und das Volk Weggehen lassen, auf daß er nicht einst seiner Weigerung die Schuld beimesse, wenn ihm das widerfahren sollte, was dem zu geschehen Pflegt, der sich gegen die Anordnung Gottes auflehnt; denn, die seinen Zorn reizen, verfolgt überall das Unglück, ihre Nachkommen gehen zu Grunde, Himmel und Erde, alle Elemente stürmen gegen sie an. Diese Schrecknisse alle, sagte Moses, werden über die Egypter kommen, und endlich werden dennoch die Hebräer gegen ihren Willen das Land, verlassen. Vierzehntes Kapitel. Moses Vorstellungen machten keinen Eindruck auf den König, nicht im Geringsten achtete er sie; darum kamen die entsetzlichsten Plagen über die Egypter, die ich ausdrücklich hier anführen will; weil noch keinem andern Volke wie den Egypter», jemals dergleichen widerfahren ist. Auch wollte der Ewige dadurch zeigen, daß Moses keine Unwahrheit profezeite. Endlich sollten die Menscheu die Lehre daraus ziehen, dasjenige zu beobachten und zu thun, was die Gottheit nicht beleidigt, die, wenn man zum Zorne sie reizt, das Unrecht schrecklich straft. Auf Gottes Geheiß färbte blutig sich der Nil, so daß sein Wasser nicht trinkbar war, es gab auch keine andern Quellen. Nicht nur blutig war seine Farbe, sondern denen, die es tranken, verursachte es die grimmigsten Schmerzen. So war es bei. den Egyptern, bei den Hebräern war das Wasser süß, es hatte seine natürliche Beschaffenheit nicht geändert. Dieses Wunder hatte den König geäugstigt. Er fürchtete die Egypter, und erlaubte den Hebräern zn gehen. Nachdem aber das Uebel ausgehört hatte, änderte er seinen Entschluß, und wollte sie nicht wieder abziehen lassen. 2. Weil der von dieser Geißel befreite undankbare König