Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 10 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 482 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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— 482 Wenn wer verdient des Vaters mild' Erbarmen, Nimm . Deine Kinder an mit offenen Armen! Wenn wir als Knechte vor Dir stehen: Empor demüthig nns're Augen sehen, Bis Du das Wort der Gnade hast gesprochen, Bis hell, wie Sonnenlicht hervorgebrochen Ist unser Recht, vor Dir, o Herr, O Heiliger, Erhabener! (Das. S. 263). Hier scheint der Hr. Uebersetzer, wie manche seiner Vorgänger, den Sinn verfehlt zu haben. Das אם — אם ist wol in demselben Sinne zu nehmen, wie es in der Bibel gebraucht wird: ״so wol als." Die Ausstattung läßt nichts zu wünschen übrig. Jahrbuch für Israeliten SSL«. (1859—1860.) Herausgegeben von Jos. Wertheimer. Neue Folge. 6. Jahrg. Wien, Sommer 1859. Jllustrirtes »fr. Jahrbuch für Ernst und Scherz. 1. Jahrg. Herausg. und Verlag von Sam. Winter, In- Haber einer k. k. priv. lithogr. Anstalt in Pest. Pest, Winter und Herz. 1859. Wertheimer's Jahrbuch ist bereits in weiten Kreisen akkreditirt, und der vorliegende Jahrgang steht seinen Vorgängern in keiner Rücksicht nach. Der um die jüdischen Angelegenheiten in Oesterreich hochverdiente Herausgeber hält sich im Ganzen an ein gewisses Schema, welches auch im vorliegenden Jahrgange beibehalten ist. Zwei Rubriken sind indeß halb und halb aufgegeben; wir glauben mit Recht. Die ״Rückblicke" Wertheimer's und Dr. Beer's werden auch Fachmännern sehr willkommen sein. Sie enthalten Spezialitäten, die auch dem fleißigsten Forscher leicht entgehen. Die Urtheile über Zustände und literärische Erscheinungen sind mit Ruhe und Würde abgegeben; hier ist Gottlob vom Kliqnenwesen keine Spur. Die Bewegung auf dem Gebiete des Volksschulwesens und die in den jüdischen Volksschulen Oesterreichs eingeführten Schulbücher sind in beiden Rückblicken mit Stillschweigen übergangen. Wir empfehlen diese Rubriken der besondern Aufmerksamkeit des geehrten Herausgebers. ״Die Beschlüsse des Wiener Konziliums über die Juden aus dem Jahre 1267", von Bär Wald (181—208) ist eine vortreffliche Arbeit, die wir allen Freunden jüdischer Geschichte nachdrücklich empfehlen. Unter den übrigen Beiträgen sind Samuel Jbn Nagrela von Grätz und Szüntü's ״Hausgesinde" besonders hervorzuheben. Aber auch die Arbeiten von Kompert, Frankel, — sehr gut! — Stein, Wolf*), Letteris und Kayserling werden mit Interesse ge- *) S. 140 soll der Anfang heißen: Ludevt sua fata libelli.