Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 8-9 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 416 (sequence 76)
- Language
- German
- Belongs to
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416 bände stieß. Die Temescher Kammer-Administration hat im vorigen Jahrhundert daselbst Untersuchungen anstellen lassen. Man entdeckte ganze römische Zimmer. Auch Münzen wurden gefunden. 6. 28iä (stav. Jude), ansehnliches nng.-kath. Dorf im Zalader Komitate, Szäntüer Bezirke. Vielleicht wäre auch 7. 28iäa, eine Pußta im Bacser Kom. und 8. 281ein Dorf im Eisenbnrger Komitate hieher zu zählen. Es fragt sich nun, welchen Umständen verdanken diese Ortschaften ihren Namen? Wurden dieselben von Juden gegründet, oder hatten sie längere Zeit jüdische Besitzer? Die meisten der 2״Mü-"Ortschaften haben seit Menschengedenken keine jüdischen Einwohner! — Eine befriedigende Auskunft über die erwähnten Ortsnamen würde die ungarisch-jüdische Geschichte aus eine sehr dankenswerthe Weise bereichern. Freunde geschichtlicher Spezialitäten mögen nicht unterlassen, uns die Resultate ihrer diesfättigen Forschung mitzutheilen. Etwaige ungarische Zuschriften werden wir in wortgetreuer Uebersetzung veröffentlichen. Lorresjwndenz Griefe aus Göhme»*). IV. Hovie, im August. Herrlich hat sich der Wohlthätigkeitssinn und die Opferfreudigkeit unserer Glaubensgenossen wieder einmal bei Gelegenheit des vor einigen Monden ansgebrochenen Brandes in Jungbnnzlau bewährt. Von allen Seiten stoßen ansehnliche milde Gaben ein und wird der dortige würdige Rabbiner Hr. Dr. Ellbogen, der eben behufs der Sammlung milder Gaben für die Abgebrannten in Wien weilt, durch Vernlittlnng der Prediger Herren Manheimer und Jellinek gewiß sehr günstige Resultate erzielen. — Auch hier hat vor einigen Tagen eine Feuersbrunst neun von Juden bewohnte Häuser, sowie auch das Dach der Synagoge verzehrt. Doch ist zum Theil durch die unermüdete Wohlthätigkeit der hiesigen Gemeindemitglieder, zum Theil durch die Affekuranzgesettschaft bereits in dem Maße Hilfe geworden, daß Hilfe von Auswärts nicht in Anspruch genommen werden mußte. Wenn ich in einen meiner jüngsten Briefe dem Verfasser des Aufsatzes: ״Die Rabbiner in Böhmen" ob seiner Jeremiade entgegentrat, indem die dort so grell geschilderte Lage der böhmischen Rabbinen durchaus nicht allenthalben zu finden, so kann ich doch nicht umhin, obwol ich den böhmischen Gemeinden im All g emeineu das Wort geredet, gerechtes Mißfallen darüber auszudrücken, daß wirklich ') S. 6״. Ch“, 6. H., S. 277.