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Ben Chananja · 1859-01-01 · 8-9 (1859) · p. Seite 406

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
8-9 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 406 (sequence 66)
Language
German
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— 406 Viertens: Wie dursten sie, weil man ihnen das Chagiga- Opfer am Sabbath nicht erlaubte, was überhaupt nur p» שהססח ניועט, wenn das Passahlamm für die Darbringenden nicht hinreichend war, als Aushilfe gebracht wurde, und daher leicht zu entbehren war, wie dursten sie deshalb auch die Darbringung des Paffahlammes unterlassen? Alle diese Fragen aber finden ihre Lösung, wenn wir hier einen Anhänger, ja den Stifter einer samaritanischen Sekte finden. Bekannt ist, wie in späterer Zeit die Samaritaner in zwei Sekten sich getheilt, wovon die eine Dostaner oder Dosithäer nach ihrem Stifter, welcher der Sohn eines samaritanischen hohen Priesters gewesen, geheißen wurde. Besagter Dostai soll sein Gesetzbuch und seine Anhänger wegen der gegen ihn gerichteten Verfolgung gen nach einem Flecken in der Nähe Jerusalems gebracht haben. Derselbe suchte sogar in gewissen Anordnungen dem Rabbinismus fich p nähern. So z. B. zählte er die sieben Wochen zwischen dem Passah- und dem Wochenfeste, nicht wie seine Vorgänger von dem ersten auf das Passah folgenden Sonntag an, wonach das Wochenfest stets auf einen Sonntag fallen mußte, sondern vom 16. des Monats Nissan. Ebenso änderte er nach dem Beispiele der Rabbiniten (Berachoth S. 54 b) die Gebetsformel der Samaritaner ״Gepriesen sei Gott in der Welt" in eine andere ab, die das Dasein einer andern Welt nicht ausschließt (Jost ibid. S. 63). Möglich, daß derselbe, von den Samaritanern hart bedrängt, sich gänzlich dem Rabbinismus angeschlossen hätte, wenn ihm von dieser Seite einige Konzessione.n gemacht worden wären. Die Darbringung des Passahopfers am Sabbath, was den Samaritanern in Folge ihrer strengen Sabbathfeier sehr zuwider war, scheint diese Partei von einem völligen Hinübergehen abgehalten zu haben. Wir halten es daher für gar keine gewagte Kombination, wenn wir in obiger Stelle (Pessachim 70) für Dortei, Dostei lesen und hierin erwähnten Stifter der Dosithäer nebst seinem Vater, dem hohen Priester erblicken, die sich den Rabbiniten Anfangs genähert, aber in Folge des gehabten Streites sich wieder von denselben getrennt und mit ihrem Anhänge südlich von Jerusalem niedergelassen haben.

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