Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 7 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 338 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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— 338 — S. 56. 3 עיניך פקוחותmm. 32, 19. ״Deine Augen durchschauen". — S. 61.,3 ואל מי תדמיוני ואשורes. 40, 25. ״Wem wollt ihr mich vergleichen, daß er mir gleich wäre". — S. 65. ״ א0£י ארץErdbewohner". — @.87..אל תירא כי יעשיר איש כי ירבה כבוד ביתן Ps.49,17. ״Siehe nicht darauf, wenn Jemand Reichthümer sammelt, und das Ansehen seines Hauses vermehrt". אל תירא heißt aber: fürchte nicht, und das Verb. רבל ist im Kal intransitiv. Mend. Uebersetzung ist in diesem, wie in dem folgenden Verse mißverstanden worden. — Idiä. שמרתם ולאה ישר Ps. 37, 37. ״Bewahre die Unschuld, achte auf Redlichkeit". Aber dann müßte es heißen תם und תם^;ישר und ישר dagegen sind Adjektivs. Mend. übersezt: ״Bemerk die Redlichkeit, gieb auf die Unschuld Acht", saßt mithin den Vers in einem ganz andern Sinne auf, und gebraucht für die Konkreta des Tertes, dem Genius der deutschen Sprache zu lieb, die entsprechenden Abstrakta; nach der Ue- Versetzung des Verf. aber, daß ״ שמרbewahren" heißen sott, wäre die ganze Konstruktion des Verses unerhört. Kein Hebräer wird sagen שמל איש אמת anstatt שמר אמת. — Ungeachtet wir schon unserer Besprechung eine vielleicht zu große Ausdehnung gegeben haben, wofür uns aber sowol die hohe Wichtigkeit des Gegenstandes, als auch der Umstand entschuldigen möge, daß das angezeigte Buch als Schulbuch in der Pester Musterschule eingeführt ist, die doch auch im Gebrauche der Lehrbücher mustergültig sein sollte; müffen wir hier noch einen Angriff zurückweisen, den der Verf. in der Vorrede gegen Albo führt. IV. sagt der Vers.: ״Denn wollte man es auch dem Theologen Albo schon Nachsehen, dem Israeliten Albo bleibt es stets unverzeihlich, wenn er unter mehrern Andern, auch dem Glauben an die Ankunft des Messias einen Platz zwischen den Glaubensartikeln verweigerte". Wir sind zwar anderer Meinung und halten dafür, daß man dem Theologen oder dem Religionsschriststeller weit weniger dogmatische Fehler nachznsehen brauche, als dem Israeliten. Aber wir wollen auch untersuchen, ob denn der Vorwurf gegründet sei. Albo tritt nur darin Maim. entgegen, daß der 12. und 13. Glaubensart keine nothwendigen Prinzipien der geoffenbarten Religion überhaupt oder des Mosaismus im Besondern seien; daß dem Mosaismus auch ohne Annahme dieser beiden Dogmen der Charakter einer geoffenbarten und den Menschen zum ewigen Heil führenden Religion vindizirt bleibe. Nichtsdestoweniger aber ist jeder Israelit verpflichtet, an die einstige Erfüllung dieser Verheißungen, die histörisch-traditio nelle Hoffnungen aus der Zeit der Prophetie her sind und von der ganzen Nation mit gläubiger Zuversicht angenommen wurden, mit ganzer Seele zu glauben und^daran festzuhalten. ך!יא. Ausführlicher und in demselben Sinne wird diese Materie behaudelt Th. 4. Ab sch. 42. — Das stellt zwar ja Albo in Abrede, was der Vers, weiter behauptet: ״Weit eher könnte man sich den Fortbestand des Judenthums ohne jede sonstige Glaubenswahrheit denken, als ohne die