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Ben Chananja · 1859-01-01 · 6 (1859) · p. Seite 291

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
6 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 291 (sequence 51)
Language
German
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— 291 — Dissertation ist dem Universitäts-Professor Dr. Bernstein und dem Seminar- Direktor Dr. Frankel gewidmet. — Auf das so eben erschienene ausgezeichnete Werk Dr. Beer's in Dresden: Leben Abrah am's werden wir ansführlich zurückkommen. — Von der Samml. der klaff. Werke neuhebr. Poeten und Prosaiker, Herausgeber Michael Wolf in Lemberg, ist das 1. Heft: ,מסט לישרים תרולד Mos. Vita Luzzato erschienen. Dr. Lettens, einer der hervorragendsten neuhebr. Dichter, veranstaltet eine Gesammtausgabe seiner trefflichen Gedichte. Möge es beiden Unternehmungen gelingen, eine Ausnahme zu bilden von der Regel: silent musae inter arma. — Ueber das Vorlesen der Kethuba bei der Trauung ist in Wien eine kleine Abhandlung erschienen, welche wir im Zusammenhänge mit verwandten Gegenständen ausführlich besprechen werden. Hr. Dr. Steinschneider sagt darüber: ״Für die literarischen Zustände des auf seine thalmud.ische Gelehrsamkeit pochenden Ostens ist es wol charakteristisch, daß der anfragende Rabb. in Nowograd das Buch des Ritus, welches nach Jakob Levi benannt ist, als eine ihm kürzlich zugekommene große Seltenheit bezeichnet (Maskir II, 25)". Nun ist das fragliche Buch in gewöhnlichen Privatbibliotheken wirklich selten zu sinden, so daß der Repräsentant des ״Ostens" nicht Unrecht hatte. Dagegen ist es für den auf seine Kritik pochenden Norden noch charakteristischer, daß Hr. Dr. Steinschneider die Psendonymität des Verfaffers nicht auf den ersten-Blick erkannte! Hr. Dr. St. muß sich wol seit vielen Jahren nicht mit halachischen Studien beschäftiget Haben, wenn er meinen konnte, daß die mit unverkennbar kritischem Sinne geschriebene Abhandlung ans der Feder eines pilpulistischen Nabbinen in Polen geflossen sei. Baja, 16. Mai. Endlich ist bei uns das Problem, wie der hebr. Unterricht ohne Nachtheil für das deutsche Element gehoben und erweitert werden könne, auf die einfachste Weise gelöst. Die in jeder Beziehung loyale und opferwillige Kultusgemeinde hat nämlich die meisten der hier angestellten Lehrer dafür gewonnen, daß außer den von der hohen Regierung anberaumten 25 wöchentlichen Unterrichtsstunden, jede Klaffe besonders durch 6---8 Stunden wöchentlich, blos in hebr. ..Gegenständen unterrichtet werden. ' Besonders ist es unser verdienstvoller Direktor, Dr. H. Lemberger, der, mit dem Kultusvorstand, Herm. Friedm. und Schulinspektor I. Kohn, vereint wirkend, dieses erfreuliche Resultat erstrebt hat. Möge dies Beispiel in vielen Gemeinden Nachahmung finden! Unser Rabbiner, Hr. Mos. Nascher > verdient durch seine zeitgemäßen wöchentlichen Vorträge aus ה׳ הלבבות, sowie durch seinen öffentlichen Raschiunterricht besondere Anerkennung. An lezterem nimmt vorzüglich die reifere Jugend Theil, und es ist bei seinem klären anschauungsvotlen Vortrage nicht zu bezweifeln, daß der Saame, den er streut, auf fruchtbarem Boden fällt.

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