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Ben Chananja · 1859-01-01 · 6 (1859) · p. Seite 252

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
6 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 252 (sequence 12)
Language
German
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— 252 wenn es ihm nur möglich wird, Nichts durch das Verdienst der Gelehrsamkeit genießen will, und selbst einen Kunstgriff nicht scheut. Man forschte der Sache nach und fand, daß es so war 19). Diese zwei Begebenheiten müssen Jeden, der den hier angeregten Gegenstand bestreiten will, zum Schweigen bringen. Was jedoch die Thora den Weisen erlaubt hat, ist, daß sie ihr Geld Jemandem geben, um damit Geschäfte nach seiner Wahl zu machen, und daß der Gewinnst im Ganzen ihnen gehöre, wenn Jener nämlich seine Einwilligung dazu giebt. Und der dieses thut, hat einen großen himmlischen Lohn zu erwarten "). Und das ist auch unter jenem Ausdrucke verstanden: ״Das Erträgniß in den Beutel des Weisen werfen9')". Ferner soll ihnen beim Verkaufe, wie beim Einkäufe ihrer Maaren das Vorrecht eingeränmt werden. Es sind dies die' ihnen nach der Ueberlieferung von Gott gewährten Begünstigungen, so wie den Priestern die Gaben und den Leviten der Zehnte festgesezt wurden. U. z. weil diese zwei Begünstigungen die Geschäftsleute aus Höflichkeit gegen einander zu beobachten pflegen, worin der Gelehrte nicht nachznstehen braucht. Desgleichen befreit unser Gesetz den Gottesgelehrten von Abgaben und Steuern jeder Art, welche die Gemeinde anstatt ihrer zu zahlen hat, und die der Gelehrte, selbst wenn er reich ist, nicht zu leisten braucht, so wie die Priester von der halben Sekelstener befreit wurden, und noch dergleichen Begünstigungen". Das sind die Ansichten und Worte eines Mannes, von dem das Volkssprichwort sagt: Von Mosche (Sohn Amram's) bis Mosche (Sohn Maimon's) war Keiner diesem Mosche gleich, und der, als erster Stern am Himmel jüdischer Gelehrsamkeit für ewige Zeiten glänzend, sich theils durch Handel mit Edelsteinen, theils durch seine ausgezeichneten arzneiwissenschaftlichen Kenntnisse zu den verschiedenen Epochen seines Lebens ernährte. Wir wollen hier nur noch einige Namen unserer großen Thalmudlehrer den bereits von Maimuni zitirten anreihen, als Beispiele, daß die Gelehrsamkeit mit der Profession nicht nur keine Feinde zu sein brauchen, sondern sehr gut Hand '") B. Bachra 8, ». ") Brach. 34, b. Kethub. 111, b. -') Psach. 53, b.

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