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Ben Chananja · 1859-01-01 · 5 (1859) · p. Seite 240

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
2 (1859)
Issue
5 (1859)
Date
1859-01-01
Page
Seite 240 (sequence 48)
Language
German
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— 240 — aussprechen, daß dessen Wirken manchmal durch eine rücksichtslose Anspruchsnähme erschwert wurde, wodurch Reklamationen entstanden, die stets dem Vereinsmitgliede zur Last fielen. Wollen wir ferner das. Andenken unseres verstorbenen Wohlthäters Ignaz Frisch aus Großwardein in Ungarn in Erinnerung bringen, welcher unsere Vereinsmittel durch die Hinterlassung seines Hauses so bedeutend vermehrte, und unsere Aufgabe, wohlthätig wirken zu können, fördern half. Der Verein zählt über 100 Mitglieder. Vereinsarzt ist Dr. Hirsch. Apotheker: A. Frank. Kontrolleur: I. Funk. Stuhlweißenbueg, 27. April. Ich kann Ihnen aus zuverlässiger Quelle melden, daß von Aussee aus wirklich eine gerichtliche Klage gegen den Ben-Chananja eingebracht wurde. Da bei einem Injurienprozeffe der Beleidigte selbst klagbar werden muß, so ist wol unser Rabb. vr. Gugenheim in die Schranken getreten. Werden die Leser des B.-Ch. über diesen höchst originellen Prozeß nichts zu lesen bekommen? — (Auch aus Olmütz und Auffee wird uns berichtet, daß die Klageschrift abgegangen ist. Wir werden nicht unterlassen, über den Fortgang des Prozesses getreulich zu berichten. Gar so originell finden wir übrigens diesen Prozeß nicht. Hildesheimer produzirt ein Zertifika^^M^ politischen Stuhlrichtecamtes, um zu beweisen , daß. er - eMOMHDMMEs ist also gar nicht zu verwundern , daß Gug<nheim^^^Rrtyttl eines Komitatsgerichtes zu prodnziren wünscht, um zu beweisen, sei ein Lamdan! — ftcU.) Jerusalem, 7. April. Klementine Flora Randegger, ein jüdisches Mädchen von seltener Bildung aus Triest, begab sich, begeistert für die heilige Stadl, hieher, um eine Unterrichtsanstalt für Mädchen zu gründen. Sie heiratete HreOeinen Schneider ans Ungarn. Leider mußte das junge Ehepaar aus Mangel ar^ubsistenzmitteln nach Europa zurückwandern. Die m manchen europäischen Gegenden verbreitete Nachricht, als wären hie^-200 jüd. Familien zum Protestantism üdergetreten, ist eine kolossale Lüge. UebMritte find hier höchst selten, wiewol es die englischen Missionäre nicht an WöHMen'macherei fehlen lassen. Jedenfalls gehört indeß die Erweiterung des RothMld'schen Spitals und die gegenwärtig angestrebte Gründung eines Einkehrhauses für. jüdische Pilger zu den frommen Wünschen, deren Erfüllung wir von Gott in heißen Gebeten erflehen. Das Verfahren des russischen Konsuls in einem zwischen einem jüd. Wirth, der russischer Unterthan ist, und einem armenischen Pilger entsponnenen Streit erregt hier nicht geringes Befremden. Glücklicherweise waren die Herren Dr. Neumann und Hofrath Prof. vr. Löwisohn aus Petersburg human genug, dem Konsul Vorstellungen zu machen, welche ihre Wirkung nicht verfehlten. Manche unserer Glaubensbrüder fühlen sich gekränkt, den Eintritt in die מעלת המכפלה nicht erhalten zu können.׳ Merkwürdiger Weise unterließ vor Kurzem der hier׳ anwesende englische Prinz den Besuch dieser Grabesstätte, indem ihm der Gouverneur vorstellte, er könne die Gefahrlosigkeit eines solchen Besuches nicht verbürgen. Zu den neuesten Ankömmlingen in unserer Mitte gehört die wohlhabende Familie Kraus aus Ungarn. Vielleicht interesfirt es einen Theil Ihrer ungarischen Leser zu erfahren, daß der junge Kraus mein Schwiegersohn wurde. Moses Sachs.

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