Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 3 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 139 (sequence 43)
- Language
- German
- Belongs to
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139 — 3m Jahre 1845 (בבית אלהים נהלך לס״ק) baute die Gemeinde mit einem bedeutenden Kostenaufwande ein schönes Gotteshaus. Der Krankenpflege der Armen wird ans wahrhaft jüdische Weise Rechnung getragen. Dem Jugendunterrichte soll jedoch erst von mm an die strengste Sorgfalt zngewendet werden. Als die bei der h. k. k. Statthalterei zu Agram nachgesuchte Konzesfion zu einer isr. dreiklassigen Trivialschnle unterm 16. Okt. 1857, Z. 17,666, erfolgte, war es der Kultus-Gemeinde erste Sorge, ein für diesen Zweck geeignetes Lokal zu erstchen. 1300 Gulden C. M. wurden sofort hiefür theils aus privativen, theils aus Gemeinde-Mitteln subskribirt, und ein geeignetes Schullokal — in Rücksicht auf die a. h. Verordnung vom 2. Oktober 1853 — auf 30 Jahre gepachtet. Und da das Gnadengesuch der Gemeinde, nach einer von Seite der wohllöbl. k. k. Komitatsbehörde Effeg ddo. 27. Dezember a. p., Z. 9347, amtlich erhaltenen Anzeige, den Erfolg hatte, daß Se. k. k. apost. Majestät mit allerhöchster Entschließung vom 25. v. M. — November — der isr. Kultus-Gemeinde zu Vukovar die grnndbuchliche Besitznahme der fraglichen Realität, wenn diese blos der Schule gewidmet wird, altergnädigst zu erlauben geruhte: so ist das Hans käuflich an die Kultus-Gemeinde übergangen, und ist bereits in öffentl. Bl. eine Konkursausschreibuug bezüglich der Lehrer zu lesen. Werden nun die materiellen Kräfte der im Ganzen aus 90 Familien bestehenden Gemeinde — von welchen die größere Zahl unbemittelt und in den Bezirksdörfern zerstreut ist — in Betracht genommen, so ist's allerdings nur das כי אם ברוחי , welches im wahrhaften Sinne, und namentlich von Mäunern, wie die Herren Samuel Hilter, G. Landstnger, A. Borovitz, D. W. Klein und Moritz Obersohn — Lezterer derzeitiger Kuttnsvorsteher — glänzend bethätigt wird. David Löwy, Bez.-Rabbiner. P. S. Die Absendung dieses Berichtes wurde leider durch den am 2. d. M. erfolgten Tod des in demselben erwähnten Hrn. Anton Borovitz verzögert. Ich will jedoch keine Umänderung vornehmen, vielmehr dem Andenken des Verstorbenen auch in diesen Blättern ein dauerndes Denkmal setzen, wie er sich selbst ein solches in den Herzen Aller, die ihn kannten, für ewige Zeiten gesezt hat. Friede seiner Asche! Nachbemerkung der Redaktion. Wer sich mit der Geschichte der Juden in Ungarn und dessen Vormaligen Nebenländern ernstlich beschäftigt hat, wird die Nachrichten unserer Korrespondenten über die Jugend der jüd. Gemeinden in Slavonien vollkommen gegründet finden. Um so auffallender ist es, daß D1\ Zunz schon um das Jahr 1000 die Juden in Slavonien als Schüler R. Gerschoms bezeichnet (zur Gesch. u. Lit. S. 188), und die Synagogen von Slavonien im frühesten Mittelalter von poetischen Vorträgen erfüllt sein läßt (die Ritus S. 12)! Zunz führt ferner an, daß R. Meir aus Rothenburg von Juden in Slavonien redet (das. S. 66); ja, er weiß sogar, daß Slavonien seine jüd. Bevölkerung zum Theile . aus den byzantinischen Ländern erhalten habe (das. S. 72). An all dem ist *