Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 1 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 27 (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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— 27 — Wenn einst diese divergirenden Elemente zu einem organischen Ganzen werden verschmolzen sein,, so wird es gewiß auch nicht an Anstalten fehlen, wie sie der Bedeutung der Stadt und der Zahl der Gemeinde gemäß erwartet werden können. Bis jezt steht kein Rabbiner an der Spitze der religiösen Jntereslen und es besteht keine Gemeindeschule. Nur Privatschulen finden fich, die bloß etwas besser find als Chedarinn 7. Eperies. Die Gemeinde zahlt circa 100 Familien und ist etwas älter als die in Kaschau. Sie ist dem Fortschritte nicht abhold. Als Rabbiner wirkten dort zuerst Hr. Schiller, gegenwärtig Rabbiner in Manchester, und dann nach einer langem Pause Hr. Dr. Beck. Gegenwärtig ist die Gemeinde ohne religiösen Führer. Im Mai d. I. ward eine 3-klasfige Gemeindeschüle gestiftet, zu deren Oberleitung Hr. Sam. Deutsch von S.-Ujhely berufen ward. Diese Wahl war eine glückliche zu nennen und verspricht dem Bestände der Anstalt eine sehr förderliche Zukunft. An der Spitze der Gemeinde stehen Männer mit Energie und praktischem Talente, deren gemeinnütziges und edles Wirken fich aus alle Gebiete der Gemeindeverwaltung mit gleich löblichem Eifer erstreckt. Von ihnen heben wir hervor die Herren: Markus Barkau, Heinrich Winter und Leon Adler. 8. Hunsdorf. Die Gemeinde zählt 200 Familien und ist nicht sehr mit irdischen Gütern gesegnet. Der Rabbiner gehört der älteren Richtung an, übt keine sördernde, aber auch keine störende Thätigkeit auf die Sache der Erziehung. Es besteht eine öffentliche Hauptschule von 4 Klaffen, welche mit einem Fonds von 1000 fl. dotirt ist und ein eigenes Schulgebäude befizt. Sie entstand schon im Jahre 1844 und erhielt im Jahre 1855 das Oeffentlichkeitsrecht. Ihr Stand ist ein befriedigender. Es wirken da Hr. Schönmann und Hr. Löwenbein, zwei tüchtige Schulmänner. 9. Käsmark. Eine Filialgemeinde von Hunsdorf. Die Schule daselbst nimmt keinen besonder» Rang unter ihren Schwesteranstalten ein. Der Religionsunterricht der dortigen Gymnafialschüler ist ziemlich vernachläßigt. 10. H r a d e k. Eine Filialgemeinde von Liptau St. Nikolaus, hat nur wenig jüdische Familien. Eine concesstonirte Trivialschule besteht dort unter der Leitung des Hm. Moritz Eichner, in welche die in der Umgegend zerstreut wohnenden Jsraeliten ihre Kinder schicken. Sie hat unter der Leitung dieses unermüdet thätigen und tüchtigen Schulmannes schon recht schätzbare Resultate zu Tage gefördert.