Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 11 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 531 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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— 531 — Verbüß verdankt dem wackern Dan. Popper seit achtzehn Zahrsu den Bestand einer zweiklassigen Schule, welcher der wackere Lehrer Blum seit eben so langer Zeit vorsteht. Die Synagoge wurde jüngst renovirt. Sziväcz ist eine arme Gemeinde, da die reichern Gemeindeglieder von hier wegzogen. Sie ließen jedoch eine wohlgebaute Synagoge zurück. Man ist nun mit Herbeischaffung der Mittel zur Erbauung einer Schule ernstlich beschäftigt. I. Sernsteiir. —- KAemend. Im Jahre 1848 starb hier Herr Mattersdorf, nachdem er 1000 fl. C. M. fondirte. Die 6-perzentigen Interessen werden zur Hälfte am ״כrPJJ an jüdische Arme; zur Halste am Charfreitag an christliche Arme vertheilt werden. Der Wohlthätigkeitsfinn des selig Entschlummerten fand in seiner Tochter, der Gattin des Hrn. Leop. Preßburger, eine fromme Erbin. Neuerlich beschenkte sie die Synagoge mit prachtvollem Silberschmuck für das rV'D- — Die Mauern unseres Schulhauses stehen fertig , und warten vergebens, daß Menschenfreunde dasselbe der Vollendung zuführen. S. Cohn. — Mavezali (Somogy). Wie viel ein strebsamer Geist, ein von Fanatismus freier Eifer für das Gute, unterstüzt von reellem Wissen und wahrer Religiösität, zu leisten im Stande ist, beweiset das Walten des hiesigen Bezirks-Rabbiners Hrn. M. Morgenstern. Man kann ihn gewissermaßen den Schöpfer der hies. Gemeinde nennen, in der er Alles aus Nichts hervorrief; selbst den guten Willen, der ganz fehlte, mußte er durch Wort und Beispiel wachrufen. Gottlob! es gelang ihm. Eine Schule kannte man hier kaum dem Namen nach, der Gottesdienst war vernachläßigt und der Friedhof verwildert. Gegenwärtig ist die Schule, eine segensreiche Pflanzstätte, die Synagoge ein Haus der Erbauung und der Friedhof ein Garten geworden! Dem Verdienste seine Krone! — Preßbuvg. Wegen Errichtung einer Musterschule walten hier noch unbegreiflicher Weise Differenzen. Der Kultusvorstand der benachbarten ,Ge-, meinde Malatzka hat sich, wie man hört, erklärt, zur Errichtung einer solchen Anstalt in M. das Möglichste leisten zu wollen. E. H. — Wien, Okt. Ihr Aufsatz, ״Blumen auf Gräbern", hat mich sehr interessirt. Ich wollte auf das Grab meiner sel. Mutter Blumen pflanzen , las-, sen, aber der Rabbiner zu Holteschau gestattete es nicht. Ich wendete mich an den prov. Landesrabbiner in Boskowitz, und dieser schrieb mir: er wolle Nachforschungen halten. Bis jezt sind diese Nachforschungen nicht geschloffen. Wie ich genau weiß, ist die Notiz über das Mezizah-G. A. vom sel. Preßburger Rabbiner unwahr. Es waren nur Parteirücksichten, daß die Erben dieses G. A. nicht in den O"N aufnahmen. W. — Naschitz. Das verdienstliche Wirken des Herrn Samuel Spitzer, Bezirks-Oberrabbiners zu Esseg, ist der öffentlichen Beachtung würdig. Gr ist nicht nur in der 3-klassigen Schule zu Effeg durch Leitung und Religionsunterricht unermüdet thätig; er hat auch in allen Gemeinden seines Bezirkes ein schöneres religiöses Leben angebahnt, und mehrere derselben haben es seiner