Mannheim
Compact Memory

Ben Chananja · 1858-01-01 · 11 (1858) · p. Seite 523

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
11 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 523 (sequence 43)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
97% known words query
IRI
…/2542917-2543107-2543119--0540-2544231
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 523 — desselben Jahres schon seiner neuen Lebensstellung. Seit dem Jahre 1865 war ihm auch von Seiten der hochlöbl. k. k. Statthalterei-Abtheilung zu Preßburg das Direktorat der öffentlich anerkannten Lehranstalt übertragen worden. Unmittelbar vor seinem Abzüge ist der Berichterstatter nach eingeholter Genehmigung der hochlöbl. k. k. Statthalterei-Abtheilung mit dem provisorischen Direktorate von der Gemeinde betraut worden. Im Oktober 1857 wurde Herr Heinemann Zirndorf, der durch seine ausgezeichneten schriftstellerischen Arbeiten auch in weitern Kreisen bekannt ist, al§ Prediger und Oberlehrer berufen. An den gedeihlichen Leistungen dieser Anstalt haben unbezweifelt auch das edle Wohlwollen, die warme Förderung und der kräftige Schutz einen großen Antheil, mit welchen die h. k. k. Behörden ihr stets zugethan waren und noch sind. Als solche wahrhaft hochsinnige Förderer und Gönner unseres Lehr- Hauses haben wir hervorzuheben: den hochwohlgebornen Herrn Statthalterei- Rath Joses v. Kutschern und den hochwürdigen Herrn Bezirks-Schulinspektor Johann Nep. v. Zahora. Es ist nun Zeit, die vielfachen und gründlichen Leistungen zu vermerken, welche in den stillen Raumen dieser Lehrzimmer im Laufe von 13 Jahren ausgeführt worden sind. Eine nicht geringe Schaar strebender Jünglinge und gebildeter Jungfrauen ist aus diesen Raumen hervorgegangen und mit reifem Geiste, mit dem edlen Bewußtsein des Juden und des Bürgers, mit gekräftigter Gesinnung in die vielverzweigten Bahnen des Lebens eingetreten. Die Einen lenkten von hier ihre Schritte nach den Hörsälen der Wissenschaft und bewährten sich dort als würdige Schüler, als künftige thätige Mitarbeiter am Baue der Gesittung; die Andern traten als tüchtige Geschäftsleute auf den bunten Markt des Verkehrs; aus den Mädchen sind inzwischen Frauen geworden, von denen viele im Sinne jener biedern Frauen der jüdischen Vorzeit neue Häuser in Israel gegründet haben: Alle aber, die einst dieser Schule angehört, tragen die schöne Sendung dieses Hauses in die weiteste Ferne und verläugnen selten den Geist der Erkenntniß und der echt jüdischen Gesinnung der Anstalt, deren Schüler sie sich nennen. Auf die Gemeinde selbst übt diese Stiftung die wohlthätigste Rückwirkung aus: diese offenbart sich am besten in der treuen Anhänglichkeit, mit welcher selbst die untern weniger gebildeten Theile der Bevölkerung im ganzen Umkreise des Komitates der Schule ergeben sind; in dem Geiste des Friedens und der Eintracht, welcher die hiesige Gemeinde durchweht und Albst streng gesonderte Richtungen in anständigen Formen vereinigt und insgesamyü zu gleich eifrigen Wächtern und Hütern der guten Sache macht; in dem Streben nach Bildung, würdiger Geselligkeit und schöner Form, welche diese Genoffenschaft wie wenige sonst in Ungarn auszeichnet. Zum Schluffe eine statistische Angabe über den Stand der gegenwärtigen Frequenz:

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.