Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 10 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 460 (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
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— 460 — bestehen können. Bedenke doch, daß die Verzögerung unserer Reise die EgypAr veranlassen könnte, Simon hinzurichten. Ueberlasse dem göttlichen Schutze unsern Benjamin! Wohlerhalten will ich ihn dir znrückstellen oder mit ihm sterben. Da gab Jakob nach und ließ seinen Jüngsten mit den Brüdern ziehen. Doppelten Kaufschilling für das Getreide gab er ihnen mit, auch von den Er- Zeugnissen des Landes als Geschenke für Josef, nämlich : Balsam, Myrrhen, Terebinten und Honig. Unter Thränen schieden Vater und Söhne. Jener dachte: werde ich die Kinder wohlerhalten Wiedersehen? Diese fragten sich : werden wir den greisen Vater wieder gesund finden? wird er der Trauer wegen unserer Abwesenheit nicht unterliegen? Unter so wehmüthigen Betrachtungen verstrich der Tag. Der erschöpfte Greis blieb zurück, jene aber traten den Weg nach Egypten an. Die Hoffnungen einer freundkicheren Zukunft linderten den Schmerz der Gegenwart. (Fortsetzung folgt.) Die Didaktik des Thatmuds. Von Ä. Lohn, Kreisrabbiner. 1. Der Jngendunterricht ist eine nothwendige Stütze der Welt. ״Jerusalem wurde nur zerstört, weil der Jngendunterricht vernachläßigt wurde" (Sabbath 119, b). ״Was bedeutet das: Rührt nicht an meine Gesalbten und meinen Profeten thnt kein Leid" (Chron. I. 16, 22); meine Gesalbten — das sind die Kinder in der Schule, meine Profeten — das sind die Gottesgelehrten". (Das.) ״Die Welt erhält sich nur durch den Hauch der Kinder in der Schule. Eine Stadt, in der keine Schule ist, muß zu Grunde gehen". (Das.)