Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 9 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 431 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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— 431 Sie, verehrter L. H., rufen daher mit Unrecht Mftrent ״Ben-Chananja^ das ילך נא אדוני בקרבנו z». In unserem Vaterlande den Sinn für jüdische Wissenschaft wecken, und den,Jüngern dieser Richtung Gelegenheit und Sporn geben, ihr Licht Leuchten zu lassen, das ist der Weg, auf welchem man das Volk ans den Bodett jüdischer Kultur bringt — und das ist, wie jeder Einsichtige bekennen wird, die Aufgabe dieser Zeitschrift für jüdische Theologie. v Nebstdcm muß aber unsere Aufgabe, als Laien, dahin gehen, den Mannern jüdischer Wissenschaft die gebührende Achtung, den -wissenschaftlichen Arbeiten im Gebiete jüdischer Geschichte und Sprachkunde die möglichste Verbreitung zu verschaffen — und was das Wichtigste ist, begabte Jünglinge unseres Volkes für die Arbeiten der historischen Schule zu gewinnen. Feitel. Neuestes aus Synagoge, Schule und Literatur. Zahlreiche Berichte, die uns vorliegen, beweisen, daß das für Oesterreich so hochbeglückende Ereigniß vom 21. August in allen Synagogen Oesterreichs ans eine würdige Weise gefeiert ymrdc. Alte Israeliten Oesterreichs vereinigen sich in dem Gebete: ״Gott behüte das theure Leben des Kronprinzen vor jeglicher Gefahr. Gott lasse die gesunde Seele des Neugebornen in einem gesunden Körper wohnen. Gott schmücke den jüngsten Sproßling des Kaiserhanses mit allen Gaben und Vorzügen des Geistes und des Herzens, damit derselbe in der Kindheit und Jugend die Freude seiner erhabenen Eltern, und in spälern Jahren der Stolz des gesammteu Vaterlandes werde. Gott segne und starke aus der Fülle seiner Kraft die.tugendgeschmückte Kaiserin und erhalte an ihrer Seite den zärtlichen Gemal, der mit ihr ein Herz und eine. Krone theilt". — In der Synagoge zu Kopenhagen wurde vor Kurzem die Wiedergenesung des Königs gefeiert. Als der Rabbine vr. Wolf dem Könige seine bei dieser Gelegenheit gehaltene, im Drucke erschienene Predigt überreichte, sagte ihm der Monarch: ״Ich habe bereits von der schönen und rührenden Feierlichkeit in Ihrer Synagoge gehört. Danken Sie allen Mitgliedern Ihrer Gemeinde in meinem Namen, und versichern Sie dieselben meines Wohlwollens". — Der tu Kopenhagen seit 1792 bestehende Verein zur Verbreitung von Handwerken und Künsten unter den Israeliten, welcher nicht mehr als 80 Mitglieder zählt, besizt ein Kapital von 100,000 fl. Derselbe läßt seine Wohlthaten auch christlicheu Handwerkern zu Gute kommen. — Der rühmlich bekannte jüdische Arzt, vr. Trier, ist Professor, Ritter des Daneborg-Ordens und Direktor des Spitals Friedrich in Kopenhagen. (Arch. israel.) — Der Rabbiner Selig mann in Stockholm ist nach 2S-jähriger amtlicher Wirksamkeit in einem Alter von 54 Jahren mit Tode abgegangen.