Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 8 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 382 (sequence 46)
- Language
- German
- Belongs to
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— 382 — 5. Ist die Ueberfttzüttg dek Gebete aus dem Hebräischen zut FökdMüg der Andacht wünschenswerth oder gar nothwöttdig ')? Ltternrische Anzeigen. Biblische Geschichte zum Gebrauche für den israelitischen Religtonsunterricht an Gymnasien und Realschulen. Von Moritz Stößel, Lehrer der Israelit. Religion an den k. k. Lehranstalten in Brünn.. 1. Heft. Für die erste Klasse des Untergymnasiums und der Realschule. Brünn, 1857. Druck und Verlag von C. Winiker. 8. VI. 131. Die vorliegende biblische Geschichte, die erste größere Arbeit unseres wackern Freundes und^Mitarbeiters, hat auch die Aufmerksamkeit jüdischer Religionslehrer in Deutschland auf sich gezogen. Hr. Dr. Grünebaum, Bezirksrabbiner in Landau in der Pfalz, spricht sich folgender Maßen darüber aus: ״Ein langjährigerMeligiousunterricht an der Latein- und Gewerbeschule dahier hat mir das Bedürfniß einer mit dem Katechismus Hand in Hand gehenden, wenn nicht gar ihn ganz ersetzenden biblischen Geschichte immer klarer gemacht. Es stellte sich heraus, daß die biblische Geschichte, wenn nicht Regel und Beispiel zugleich, doch mindestens die vollständigste Beispiel-Sammlung zu den Regeln sein müsse, welche die Religionslehre giebt. Keiue der Vorhändenen biblischen Geschichten konnte aber zu diesem Zwecke genügen. Ich sah mich genöthigt, wenigstens diesen Theil der Religionslehre nach eigener Bearbeitung meinen Schülern zu diktiren. Es freute, mich daher gewissermaßen, denselben Gedanken bei einem praktischen Schulmanne, dem Herrü Moritz Stößel, Lehrer der israel. Religion att den k. k. Lehranstalten üt Wünn, in der Vorrede zu seiner biblischen Geschichte zum Gebrauche für den israelitischen Religionsunterricht an Gymnasien und Realschulen, dessen 1. Heft mir vorliegt, zu begegnen. Doch schien es mir bei einem.Vergleiche seiner Arbeit mit der meinigen, daß unser Zweck dochMcht ganz dieselbe, und meine Behandlung wesentlich eine andere sein dürfte, wic^andererseits er in der poetischen Behandlung thalmudischer Sagen, die ich nicht Hereingezogen, eine höchst beachtenswetthe, schöne Seite bietet". Wir glauben die eingehende Besprechung det vorliegettden bibl. Geschichte bis zu ihrer Vollendung verschieben zu müssen, und beschränken uns hier darauf, dieselbe den jüdischen Religiönslehrern angelegentlich zu empfehlen. ‘) Die Schulmänner, welche diesen Fragen eine Beantwortung widmen, wollen dabei die bestehenden Schulgesetze und die vorgeschriebene Stundenzahl in's Besondere vor Augen behalten. Auch dürste jede Weitläufigkeit in der DedMon zu vermeiden sein. Md.