Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 6 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 265 (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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— 265 — schreibung des Edens, des Ursitzes der gottverbündeten Kulturmonschheit. Von dort strömt der Urquell und zerspaltet sich in vier Ströme, von denen nach Behauptung vieler Gelehrten der das Goldland Chawilah umfließende Pischon dem Indus *), der Gihon dem Ganges entspricht2), also zwischen den Quellengebieten des Indus und Ganges einerseits, des Euphrats und Tigris andererseits sind die Ursttze der Kulturvölker zu suchen, die aus unbekannten Gründen dieselben verlassen, um den Südosten und Südwesten durch das Uebergewicht der Kultur zu unterjochen; ein Uebergewicht, daö schon Noah genügend gezeichnet, indem er den Nachkommen Chams sich beugen sah unter der Obergewalt seiner Brüder. Dieser Nachkomme Chams ist bei genauer Untersuchung die passtve Völkerschaft, die ihres Kulturmangels wegen überall weichen und die Superiorität des Kulturvolkes stch befestigen sehen muh. Wenn wir, wir bisher behauptet, in Centralasten diese Ursttze der Kulturvölker suchen, stimmt auch die Thatsache damit überein, daß fie alle ihre Ahnen als Nomaden bezeichnen; Centralasten hat zwar nur wenig Striche, welche Ackerbau und Zusammenwohnen in Städten befördern, dagegen desto mehr grasreiche Triften, welche das Nomadenleben unterstützen und die Anlage zur Kultur nicht unterdrücken. Von da aus ergossen stch nun diese Völker nach allen Seiten hin: nach Süden Indien kultivirend, nach Westen den Grund zu den semitischen Völkern legend, nach Osten China seine Kultur gebend. . Zwischen Indien und den semitischen Völkern bestand ein' noch fernerer Verkehr, zwischen dem Osten und diesen war der großen Entfernung wegen jeder Verkehr abgebrochen. Dieß ist die Grundlage der Aehnlichkeit zwischen indischer und hebräischer Kultur, die zum Theil in der Einheit der Ursttze zu suchen ist und die, wie weiter dargethan, in den Cosmogonien am deutlichsten hervortritt. (Fortsetzung folgt.) ') S. Ersch und Gruber die betreffende Artikel. ') S. Komment, zu Genes. 2, 13. Michaelis Suppl. S. 297. Der Verf. S. Berthe au: Die der Beschreibung des Paradiese» Gen. L, 10—14 zu Grunde liegenden geografischen Anschauungen, 1840. . Ar».