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Ben Chananja · 1858-01-01 · 6 (1858) · p. Seite 262

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
6 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 262 (sequence 22)
Language
German
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— 262 — alte Gesetzbuch Mauus giebt dafür folgende Charakteristik '): Depuis la mer orientale, jusqu’4 la wer occidentale l’espace eowpris entre ces deux est designe par les sages sous le nom d’Arya-varta, (sejour des hommes honorables); diese Bevorzugung des eigenen Landes, durch die innige- Wechselbeziehung mit dessen Bewohnern bieten uns auch die Bibel und die machbiblischen Schriften an manchen Stellen dar. Die Bibel übergiebt das heilige Land den Israeliten als das beste und vortrefflichste und dieselben waren von dessen Heiligkeit und Vollkommenheit so ganz durchdrungen und überzeugt, daß Jahrhunderte nicht vermochten, ein solches Bewußtsein zu vernichten; wie der Indier sein Land für das Reine, Heilige und Ueppige hält,-dessen Einwohner heilig und rein sein müssen, sah Israel nach Palästina, wie nach, dem Lande, das einzig für das Gottesvolk bestimmt ist, hält es für heilig, dessen Bewohner für verehrungswürdig 2). Nur im heiligen Lande und in seinen Bewohnern sieht der Thalmud die Vollkommenheit im Leben, die Vollkommenheit im Glauben, und so wie die Weisen Indiens ihr Land sejour des hommes honorables nennen, haben uns die Weisen des Thalmud die innig und tiefgefühlten Worte hinterlassen: Vieren wurde der liebevolle Beiname „Erbtheil" beigelegt : dem Volke Israel, dem gelobten Lande, dem göttlichen Gesetzbuche und dem heiligen Tempel, Die Gränzen, so in Indien wie in Palästina, geben sich von selbst, da Beide durch natürliche Gränzen von den übrigen Ländern gesondert sind; in Beiden finden wir die vorzügliche Hochachtung vor den Gränzgebirgen im Norden, die durch ihre Majestät auf das empfängliche Gemüt der Orientalen besonders eindrücklich wirken. Der Orientale versenkt sich gern in die Anschauung der -Natur; ihre Größe bewundernd, verliert er sich gerne in dem All derselben; dabei findet seine Fantasie reichliche Nahrung, seine Liebe zur Ruhe wird nicht gestört; ja die Größe der Natur und ihrer Phänomene, in denen Allen er Gott sieht, seine Boten wirksam sich denkt, vermag ihn zu all dem Erentrischen und Unglaub- ') II, 22. Uebersetz. von Loiseleur des Lougchampe. a) Schekalim I. Picke R. El. III. Jalkut Par. Gkeb.

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