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Ben Chananja · 1858-01-01 · 2 (1858) · p. Seite 96

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
2 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 96 (sequence 48)
Language
German
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— 96 pothesen selbst erkannt hatte. Trotz dieser vorläufigen Ansstellnttgen uehmeu wir keinen Anstand, die ״Urschrift" als eine in der (üb. Theologie sehr bedeutsame Erscheittttttg zu bezeichnen. Es wäre sür den Stand der jüdischen Wissenschaft in Deutschland in der That ein schlimmes Zeichen, wenn das Werk nicht eine lange Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen Hervorrufen würde. Die Darstellung ist ausgezeichnet; nur hin und wieder, wie S. 36. Ende ״scheint Beides," sind uns sprachliche Härten ausgefallen. .Die Ausstattung läßt nichts zu wünschen übrig. Neuestes aus Synagoge, Schule und Literatur. Szesieditt, Ende Jänner. Der Sparkaffakontrollor, Herr Joseph Szivesy, hat der isr. Hauptschule 5 Stück kostbare Landkarten zum Geschenke gemacht, und ist dafür von der hohen k. k. Statthalterei-Abtheitnug belobt worden. II. Hr. LeliodellaTorre, Prof, am Rabbiner-Collegium zn Padua, als Bibelforscher und Prediger gleich rühmlich bekannt, hat zwei Reden herausgegeben, welche er zum Schluffe des vergangenen und zur Eröffnung des gegenwärtigen Schuljahres Tn der Synagoge zu Padua gehalten hat. In der am 12. September gehaltenen Schlußrede ruft er den künftigen Rabbinen unter Andern! zu: ״Wir haben Euch auch den hohen Ernst des Berufes, dem Ihr Euch widmet ans Herz gelegt. Wir haben Euch gezeigt, welch einen strengen Lebenswandel man von dem fordert, der diesen Beruf ergreift, welche Ausdauer in Studien, welche Ruhe im Benehmen, welche Bescheidenheit in den Handlungen, welche Zurückhaltung im Reden, welche Sittenreinheit, welche Selbstbeherrschung, welche Frömmigkeit, welche Demut, welchen Eifer, welche Ergebung!" — In der Eröffnungsrede, gehalten am 7. November, sagt der Redner unter Andern! von der Bibel: ,,Es ist das Buch der Freude und des Schmerzes, der Unschuld und der Rene, des Nathes und des Trostes, — das Buch, welches mit der Welt fast zugleich entstanden doch noch immer jung geblieben ist, und so lange danern wird, wie die Welt!" X. In Wien ist soeben erschienen: ״Lobgedicht auf die hebr. Sprache mit Beziehung ans eine von Dr. Jellinek gehaltene Predigt. Von Jsak Grünberger, Rabb.-Eand" Das Gedicht hat auch einen hebr. Titel, welcher iudeß nicht ein Lob der hebr. Sprache, sondern ein Lob Jellinek's verspricht. Diesen! Titel entspricht der Inhalt des Gedichtes. Ob nun auch dir hebr. Spr. den Verf. loben werde, möchten wir bezweifeln. Die Gesinnung des Herrn Gr. ist zwar sehr lobenswerth; auch gereicht es einem Rabbinats-Cand. zur Ehre, wenn rr sich Gewandheit in! hebr. Ausdrucke anzueignen strebt. Aber Herr Gr. sollte wissen welche Forderungen man heut zu Tage an ein hebr. Gedicht zu stellen berechtigt ist. Originalität der Gedanken nud poetische Gefälligkeit wollen wir den! Berf. ganz erlassen. Aber wo ist selbst die grammatische Korrektheit? — לעג wird nicht mit ב konstruirt (Str. 2). NN kann weder durch den St. konstr. noch durch ein Snfsir mit לב verbunden werden (Str. G).

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