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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 14

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 14 (sequence 20)
Language
German
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— 14 — Sabbathäern, und wurde von denselben hochverehrt. Im Jahre 1758 begab er sich nach Großwardein, um daselbst mit den polnischen und orientalischen Sabbathäern ein Konventikel zu halten '). Ans seiner Rückreise nach Deutschland geschah es nun, daß ihm in Preßbnrg, besonders von Mendel Leidesdorfe r, allerlei Unannehmlichkeiten bereitet wurden? Leidesdorfer berichtete wörtlich einem Freunde in Altona: „Ich versichere Ihnen ohne Ruhm zu melden, ich bin der Einzige gewesen, der ihn (Wolf Eybenschütz) mit Klugheit verfolgt hat" °). Kurze Zeit nachdem Leidesdorfer dies geschrieben hatte, war er in Gemeinschaft mit seinem Vater wieder damit beschäftiget, einen Sabbathäer zu züchtigen. Die Züchtigung traf merkwürdiger Weise ebenfalls einen Sohn des R. Jonathan Eybenschütz, Namens Mardechai. Derselbe war voll der süßesten Hoffnungennach Preßburg gekommen, und sah sichelnder Folge bis zur Verzweiflung getäuscht. Rach der Sitte jener Tage hatte nämlich Abraham Theben, der reichste und Ungesehenste Mann der Preßburger Gemeinde den Entschluß gefaßt, einen „seinen Bachur," d. i. einen tüchtigen Thalmudjünger mit der Hand seiner Tochter zu beglücken. Vor vielen Freiern, an denen es natürlich nicht fehlte, erhielt Mardechai Eybenschütz den Vorzug. Er besaß eine ausgezeichnete Gewandtheit in der thalmudischen Dialektik, hatte sich sogar mit kabbalistischen Studien vertraut gemacht, und war der Sohn R. Jonathan's, der Tausende von Schülern zählte, und dessen Name gefeiert wurde in Israel weit und breit! Mardechai wird nach Preßburg berufen, und findet an der Seite seiner Gattin im Hause seines Schwiegervaters alle seine Wünsche erfüllt. Aber die Tage seiner ungetrübten Freude währen nicht lange, „und^daö Unglück schreitet schnell." Die skrupulöseren Mitglieder der Preßburger Gemeinde hatten den jungen Eybenschütz von vornherein mit Mißtrauen beobachtet, indem sie ihn des Sabbathäismus verdächtigten. Nur die allgemeine Achtung, welche die Familie Theben genoß, schüzte ') Hithabbekllth, Alt. 1707. S. 82. t>. -) Das. S. 94, s.

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