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Der Israelit · 1938-11-03 · Heft 44 (3.11.1938) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 44 (3.11.1938)
Date
1938-11-03
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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3.. November 1938 Der Is r a e 1 i t Nr. 44 Seite 11 Die Frankfurter Woche. Salomon Posen ^"ST» Kurz vor Eingang des tu \>~v haben wir auf dem Friedhof der I. R. G. einen Mann zu Grabe getragen, dessen Leben eng mit der Geschichte unserer Kehilla verflochten war. Mit Salomon Posen geht nun der letzte der Geschwister aus dem unvergeßlichen Hause von R. Leser Posen dahin. Durch den Heimgang des Vaters, der seine Gattin mit acht unmündigen Kindern zurückließ, mußte Salomon Posen sehr früh schon geschäftliche Stütze seiner Mutler sein. Gemeinsam mit seinen Brüdern gelang es durch ehrlichsten Fleiß und gewissenhafteste Geschäftsführung, das von der Mutter gegründete Unternehmen zu großem Ansehen zu bringen. Ein am Schabbos streng geschlossenes Geschäft wurde zu einem der vornehmsten der Stadt. Salomon Posen führte ein ununterbrochenes Leben der Pflicht. Mit Eifer und Freude bei der Erfüllung der Mizwaus, liebevoll und treusorgend als Gatte und Vater, pünktlich und gewissenhaft im geschäftlichen Leben. Mit inniger Verbundenheit war er unserer Kehillo zugetan. Und kaum jemand weiß, in welchem Ausmaß er ständig zur erhöhten Pracht unserer Synagoge in dem ihm eigenen Schönheitssinn und in großzügiger Weise beigetragen hat. Mit seiner ihm ebenbürtigen Lebensgefährtin führte er ein schönes, echt jüdisches Haus und hatte das Glück, die Häuser aller seiner Kinder in seinem Sinne sich aufbauen und entwickeln zu sehen. Die treusorgende, liebevolle Hingabe der Gattin an seine feine Eigenart vermochte es ein halbes Jahrhundert, jede Unregelmäßigkeit im äußeren Leben von ihm fernzuhalten, und erst nach dem vor l1/* Jahren erfolgten Heimgang der Gattin merkte man ihm an, daß er das achte Jahrzehnt seines Lebens überschritten hatte. Die Erinnerung an das schöne Elternhaus, an die jüdische Persönlichkeit des Vaters möge Kindern und Enkeln stets helfen, wo auch immer, den heiligen Traditionen der Familie Posen treu zu bleiben. rrax:« Altersjubiläum. Am 4. November begeht Herr Privatlehrer Moritz Pappenheim seinen 8 2. Geburtstag. Bei seinem biblischen Alter erfreut er sich einer vorzüglichen Gesundheit, die ihm erhalten bleiben möge. Seins zahlreichen Verwandte und früheren Schüler dürften von dieser Anzeige wohlgefällig Notiz nehmen.WSHiS' Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag Herr Rektor K.- Ochsenmann. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: D'j'n Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Pocen. — nachm. 3.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Has^hi, Herr Julius Lewin. — 3.15 Uhr im Vereinslokal: apv« Herr Rabb. H. Mayer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, f»u» «iov. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, DiTOK p&, Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, an»:, Herr J. Soff er. — nachm. 5 Uhr im Hörsaal „Haftaurö-Schiur" Herr Rabb. H. Mayer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: axmr Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pVm) »inoa Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, n:»»' Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 5. Nov.: Gretel Gottlieb geb. Mayer- Stiftung, Montag, 7. Nov.: Isaac Hesdörffer-Stiftung. Donnerstag, 10. Nov.: Eva Lob-Stiftung. Llwjath Che». Samstag nach Mincho (4.15 Uhr) im Hörsaale, Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Der Psalm 142". Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Jos. J. Horövitz: Gemoro Rausch haschono: Sonntag 9—10, Dienstag und Donnerstag 19—20, Fichtestr. 5; Aurach Chajim für Jugendliehe, Schabbos 11—12, Fichtestr, 5; Mussar für Jugendliche, Schabbos 16, Fichtestr. 5. Herr B. Krim: Gemoro Chullin für Jugendliche: täglich 18.45—20, Friedb. Anl. 4. Herr Dajan Dr. E. Posen: Mizwas haschem, Sonntag 18—19, Wittelsbacher Allee 11, 1. Herr Rabb. Dr. S. Mannes : Dinei Kauhanim, Sonntag1 jeweils eine Stunde vor Mincho, "Hans Handwerkstr. 38, 1., Das Buch Daniel (Arbeitsgemeinschaft), Donnerstag 11—12 ebenda. Herr B, Rachels ohn: Mischno Bruro Hilchaus Schabbos, Schabbos 10.30, Mauzoe Schabbos, jeweils nach Maariw, Sonntag 12, Sandweg 6c, pt. Herr Dajan Dr. M. Schlesinger: Gemoro Git- In unserem Verlag noch zu haben Licht aus dem Westen Erzählung aus der Zeit der Ghettodämmerung von 5. SCHACHNOWITZ Preis: broschiert M3.—, in gediegenem Leinwand M4.— Von der Buchausgabe des bei seinem Erscheinen im „Israelit" mit außergewöhnlichem Interesse begrüßten historischen Meisterromanes des Autors ist noch eine Anzahl von Exemplaren vorrätig. Das Buch sollte in keinem jüdischen Hause, in keiner Jugendvereins- oder Schulbibliothek fehlen, denn es führt Jung und Alt in eine der wichtigsten Epochen der jüdischen Geschichte ein und ist geeignet, Verehrung und Bewunderung für die großen Meister der jüdischen Lehre in die Herzen der heutigen Generation zu pflanzen. Zu beziehen durch jede jüdische Buchhandlung, sowie direkt vom ISRAELIT IL HERMON JÜDISCHER BUCHVERLAG GmbH. FRANKFURT a. MM Hans Handwerkstraße 25a . POSTSCHECKKONTO Nt. 19 8 0 2 tin, Sonntag 12.30—13.30, Donnerstag 20.30—22, Schabbos 16.15, Schwanenstr. 12, 2.; Mischno Bruro Hilchaus Schabbos, Schabbos 7.45—9, Friedberger Anlage 4. Herr J. S o f f e r : Gemoro Dal Jaumi, täglich 12—1, am Sonntag 11—12, Lokal des Mekor Chajim, Hans Handwerkstr. 18; Gemoro Bovo Kamo Schabbos 11—12, Sonntag 10—11 ebenda; Gemoro Nosi Sonntag 15—16, Am Tiergarten 18, 1. Herr Karl Z u n t z : Aurach Chajim, Sonntag o.a. eh Schacharis, Friedb. Anl. 4; Gemoro Schabbos, von Montag bis Donnerstag, jeweils % Stunden vor Schacharis, Friedb, Anl. 5, Sitzungszimmer. Herr M. Zup'nik: Dinini für Jugendliche, Sonntag 9.45, Fichtestr. 5, 1. Gebetzeiten. Freitag abend 4.30 Samstag nmvn 6 50 Samstä^-scWharis 8.00 Samstag mincE^ J-00 und 400 Samstag abend 5\*5 Wochen*' ttesdiensi:- Hauptminjan in der Synagoge 6.30 An G'ttesdienst anschließend: L^en des ^-'n -ipn- Vereins im Hörsaal Nachr-^-Ä« 4-30 _Tefillinlegen am Morgen 6.30_ Familien-Nachrichten» Geburten: Ein Sohn, Dr. Selig Cohn und Frau Esther geb. Seligmann, Jerusalem (Marburg/Fulda- Hamburg). Barmizwoth: Fritz, Sohn des Herrn Louis Reutlinger und Frau geb. Hamburger, Pforzheim, Kronprinzenstr. 25, am 12. November. »T"i niv 8 0. Geburtstag: Frl. Lina Wolf aus Pfungstadt, z. Zt. Dortmund, Lindenstr. 51, am 8. Nov. Bücherbesprechungeti. Tc-morrows Bread. By Beatrice Bisno. Philadelphia. 193 8. The Jewish PublicationSociety. Diese mehr als 300 Seiten umfassende Novelle ist von einem dreigliedrigen Richter-Kollegium ah „beste Novelle von jüdischem Interesse" unier einer nicht bekanntgegebenen Anzahl von Arbeiten ausgewählt und zum Andenken an den früheren Präsidenten der bekannten literarischen Gesellschalt, Edwin Wolf, veröffentlicht worden. Der unbefangene europäische Leser vermag ein leises Erstaunen über diese Ehrung nicht zu unterdrücken. Die Erzählung gibt zwar einen stark realistischen Ausschnitt aus dem Leben der nach den russischen Pogromen zu Zehntausenden in die amerikanischen Großstädte eingewanderten jiddischen Schneider-Bevölkerung mit seinem Kampf ums tägliche Brot, dem Auf und Ab von sozialem Erfolg und trostloser Niederlage und dem schauerlichen Verwesungsprozeß, dem in dem großen amerikanischen Schmelztiegel die ganze religiöse Substanz des sittlich hochstehenden russisch-jüdischen Volkslebens zum Opfer gefallen ist. Aber es ist der Verfasserin leider nicht gelungen, im Leser ein tieferes künstlerisches oder auch nur menschliches Interesse an ihren Gestalten und an deren Erlebnissen wachzurufen. Man merkt gar zu wenig von seeTischftp. Tiefen in all den Figuren, die da über die Szene wandern und selbst der Held des Ganzen, Samuel K e - r e n s k i, bleibt bei all seinem sozialen Idealismus, eine im Grunde doch höchst unsympathische, der seichtesten Schürzenjägerei verfallene, zerrissene Persönlichkeit, die auf die Dauer langweilig wirkt. Kurzum: was der Roman bietet, mag ein mehr oder minder getreues Konterfei ein?? Stückes abstoßender Wirklichkeit sein, ein Kunstwerk, das ergreift, erhebt und größere Zusammenhänge ahnen läßt, ist es nicht geworden. —m. 'i nhalft "ä*ST- „Dapim", Heft 3. Hebräische Lese- und Lernhefte, herausgegeben von Dr. S. Kaleko. Das dritte Heft der „Dapim" ist soeben erschienen.. (Verlag der Jüdischen Rundschau, Buchverlag' und Buchvertrieb). Es enthält neben einem Chronik- Teil und aktuellen Notizen aus dem jüdischen Leben eine Reihe von Aufsätzen, Erzählungen, Gedichten usw., wie „Zwei Helden" von Dawid Frischmann, „Seefahrts-Hachscharah in Gdingen", „Hafen-Arbeiter" von J. Harari, „Im neuen Park" von Rabbi Jaakow, „Die Sage vom Chule-Tal" von Elkana, „Die arbeitende Mutter" von Riwka, „Der Wächter- Scheik", „Auf dem Hofe von Tel-Chai" von Asuschkin, Gedichte von Sch. Schalom, Jakob Cohn, Cha* nanja Reichmann, Anekdoten über die hebräische Sprache. Zu beziehen beim Tarbuth-Dezernat der' ZVfD., Berlin W. 15, Meinekestr. 10.

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