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Der Israelit · 1938-10-27 · Heft 43 (27.10.1938) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 43 (27.10.1938)
Date
1938-10-27
Page
– (sequence 11)
Language
German
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27. Oktober 1^38 \ Der Israelit Nr. 43 Seite 11 Letzte Nächrichten. Eine Eingabe an das Ministerium für soziale Angelegenheiten in Schweden. Stockholm, 25. Oktober. Nainens von 'mehr als hundert bekannten Frauen und Männern aus verschiedenen Kreisen, wozu u. a. der Erzbischof E i d e m , der Kanzler der Universh täten, Professor Undem, Minister a. D. Eliel Löf- 6 r e n und General-Direktor der Post, Anders 0 r n e, sowie die Tochter von Prinz Oscar Bernadotte gehören, hat eine Abordnung dem Minister fürsoziale Angelegenheiten, Möller, eine Bittschrift überreicht, worin um eine positivere Haltung gegenüber den in Schweden sich bereits aufhaltenden j'ü-,- discheta Einwanderern ersucht' wird. (Seit 1933 sind 3000 Juden in das Land eingewandert.) Gleichzeitig wird angesichts der Situation auf die Notwendigkeit hingewiesen, möglichst viel Neueinwanderer zuzü~ lassen. Die Unterzeichner der Eingabe weisen; daraüf hin, daß Schweden unverzüglich in humanitärem. Geiste, handeln müsse. Der materielle und kulturelle Stand, des Landes lege die Verpflichtung auf, unter den obwaltenden Umständen entsprechend seinem Wohlstand Opfer zu bringen. Gerade dieser Tage hat der zuständige Chef der" Abteilung für Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erklärt, daß man unter den gegenwärtigen Umständen von der strengen Handhabung des Gesetzes in bezug auf die Erteilung der Arbeits erlaubnis an Ausländer absehen-rkönne, Gewiß müsse man den Interessen der schwedischen. Arbeitnehmer Rechnung tragen, jedoch könne man sich primären: Pflichten der - Menschlichkeit nicht entziehen. Die Frankfurter Woche. Israelitische ReligionsgeseJlschaft. -;' > Am Montag, den 31. Oktober,' 'abends_ 8.45 Uhr, wird Herr Rabb. Dr. Jose"f Breuer im•-■ Hörsaal der IRG. über „Lechlecho" sprechen. Gäste,-Damen, willkommen. ' . v i Verein „Mekor Chajim". Im Rahmen Unserer Sonntag-NachmiHsg-Ver.an-: staltuhgen finden "nach besonderer Ankündigung religiös-wissenschaftliche Vorträge, statt, Für.j'die_;em^ Reihe prominenter Dozenten bereits gewonnen sind', außerdem abwechselnd mii diesen Vorträgen ein H a f t äu r o - S C'h i ur , wobei diejeweilige Hafr tauro besprochen werden soll.-Diese (Veranstaltung, die bereits in früheren Jahren großen Anklang gefunden hat, steht unter Leitung des Herrin Rabb. H. Mayer. - '' Diesen Sonntag findet zunächst der erste' Haftauro-Schiur statt und zwar um 5 Uhr;, nachm.. anschließend an Mincho im Hörsaal. Beide Veranstaltungen sind; auch für Damen vor-, gesehen. - Jüdisches Lehrhaus. Am 24. Oktober 1938 begannen zunächst folgende allgemeine Verlesungen und .Arbeitsgemeinschaften — neben den Englischen 'Iii-* tensiv-Lehrgängen und den Arbeitsgemeinschaften .-für. junge Mädchen —: . ,j M ojn tags / „Hasafiach" von Bialik, ..hebräische Lektüre, (Messerer) 20.15 Uhr Eschersheimer Landstraße 65,. Musikgeschichte (Dr. W. Sälomon) 19.15 Uhr Leerbachstr. 14, 3., Buchführüngslehrgang für Auswanderer mit Vorkenntnissen (Jolowi.cz) 19.15 Uhr Westendsynagoge. Französisch für Fortgeschrittene (Prof. Dr. Werner) 20.30 Uhr Westendsynagoge. Englisch für Fortgeschrittene (Prof. Dr. Werner) 19 Uhr Westendsynagoge. D i e n s t a g s; Melodie der Thora-Vorlesung (Dr. Merzbach) 20.15 Uhr Eschersh. Landstr. 65. Sprechen als Kunst (Auerbach) 21.15 Uhr Eschersh. Ldstr. 65. Zeichnen, Malen, Modellieren und Kunstbetrachtung (Dr. Gallinei-) 20.15 Uhr Philanthropin, Jüdische Kultgegeristände (Dr. Gundersheimer und Dr. Schönber-' ger) 20.15 Uhr Fahrgasse 146. Englisch-amerikanische Konversation (Dr. M. Salomon) zwei Abteilungen: 19.15 bezw. 20.15 Uhr Westendsynagoge, y Mittwochs: Bibelkurs: Kohelet (Dr? Horovitz) 19.15 Uhr Unterlitidau 21. Hebräische Grammatik (Cohen) 20.15 Uhr Eschersh. Ldstr. 65. Chemie der Gebrauchsmetalle. (Dr. Weil) 20.15 Uhr Philanthropiii:' Englisch für Fortgeschrittend.KProf. Dr," Werner) 20.30 Uhr Westendsynagoge. -JiBabpH'', englisch?amenka-. nische Lektüre (Dr. M/S$loi$>;n)- 20:3(0 Ipir Westend- •>na**^ .....t\ JIM». •»»« jg. Kleidungsstücke u, Möbel jj für Auswanderer?? Ist.das eine komplette Ausrüstung? Wer wollte das HH behaupten! Der Einwanderer kommt in andere Ver- hältnisse. Die Bewältigung der verschiedenen Schwielig rigkeiten erfordert stets von neuem seelische Wie- UI deräuffrischung. Aus dem.Kraftborn jüdischen Schrifttums ist besonders cbnn, mit der volkstümlichen, ||g mitreißenden und die Emunoh stärkenden, umfassen- den Erklärung von Rabbiner Samson Raphael Hirsch Hg«!, ^rzu-' empfehlen.;—• Schenken Sie Ihren auswan- dernden Freunden und Verwandten, und kaufen Sie für sich das in ansprechender Aufmachung bei una erschienene ibd pum Preis von RM. 9.—. — Es ist auch als Geschenk zu jedem Anlaß geeignet. — Fordern Sie unser' Verlagsverzeichnis an. Sie finden!H darin eine Fülle von Bänden, die bleibenden Wert besitzen und das zeitgemäße Geschenk darstellen. §j ISRAELIT und RERMON jj Jüdischer Buchverfrieb psi Frankfurt/M. Hans Handwerkstr. 25a ■ Donnerst a g s : Englisch für Fortgeschrittene (Prof. Dr. Werner) zwei Abteilungen; 19 bezw. 20.30 Uhr Westendsynagoge. Der Besuch sämtlicher Kurse ist in der ersten Stunde kostenlos. — Nähere Auskunft erteilt das Sekretariat U'ji t e r lin d'au 5 3,' 2. Fernsprecher: 72 563 in den. Sprechstunden Mo, Di, Do, Fr 10—12 Uhr, Mi 16—17 Uhr. Teilnehmerkarten sind an den Abendkassen erhältlich; . Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag Herr Julius Lewin. ■ - Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: d^i^t Herr Rabbinäts-Assessor Dr, E» Posen, — nachm. 3,15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Hyrr - Julius Lewiri. — 3:15 Uhr im Vereinslokal: aps» fSN Herr Rabb. H, Mayer. I Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, rm« «pt». — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, dtt-dr pn, Herr Rabb. Dr. Schlesinger, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, -fc-HM, Herr J, Soff er. ^~ nachm. 5 Uhr im Hörsaal . „Haftauro-Schiur" Herr Rabb. H. Mayer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal; nsw»- Mitgliederlernen. — Montag' abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (p$w> *n»a Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, nsvna' .Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal- Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. ■ Jahrzeitsstiftungen. Freitag, 4. November: Zerline Mayer geb. 4.Wilmersdorf-Stiftung. Freitag, 4. November: Hannchen Mosbacher geb. Roos-Stiftung. r Ihora und Mussar. ■ ....... >. > *. , Herr Gemeinderabbiner Jos,,, J. -H;o royitz: Gemosoi; Rausch haschbno:' Sonntag .'9—10, Dienstag . und Donnerstag 19—20, FicnUsrP'^5;' Aufach Chajim für Jugendliche, SchUbbö«' "if^12, Fichtestr. 5; Mussar für Jugendliche, Schabbos 16, Fichtestr. .5. Herr B. K r i m : . Gemöro Chjdlin für jugendliche! täglich 18.45—20, Friedb. Anl. 4. \ v Herr Dajan Dr. E. P o s e n : 'Mizwasnasche'm, Sonntag 18—19,f Witt elsbacher Allee 11, 1. Herr Rabb. Dr. S. Mannes : Dinei Kauhanim, Sonntag jeweils eine Stunde vor Mincho, Hans Handwerkstr. 38, 1-, Das Buch Daniel (Arbeitsgemeinschaft), Donnerstag 11—12 ebenda. Herr B. Rachel s o h n : Mischno -Bruro. Hilchaus Schabbos. Schabbos 10;30, Mauzoe Schabbos, jeweils nach Maariw, Sonntag ,12, ,Sandweg 6c, pt. " Herr Dajan Dr. M. S e h 1 g s i n e r :' Gemoro Gittin, Sonntag 12.30-^13.30, Donnerstag 20.30—22, Schabbos 16.15, Schwanenstr. 12, 2.; Mischno Bruro Hilchaus Schabbos, Schabbos 7.45—,9, Friedberger Anlage 4. Herr J. S o f f e r : Gemoro Daf. Jaumi, täglich 12—1, am Sonntag 11—12, Lokal des Mekor Chäjim, Hans Handwerkstr. 18; Gemoro Bovo. Kamo Schabbos - 11^-12, Sonntag- 10^-11 . ebenda; Gemoro Nosir Sonntag 15—16, Am,. Tiergarten 18, 1, 'Herr'' KarV Zuntzs Aürach, fehajim, So^täg iiä ah Schacharis; Friedb;- AaaL .4;; Gemoro.^Jb^bbos, .von Montag bis Donnerstag, jeweils 3U Stunden v or Schacharis, Friedb. Anl. 5, Sitzungszimmer. Herr M. Zupnik-, Dinim für Jugendliehe, Sonntag 9.45, Fichtestr. 5, 1. Gebetzeiten. Freitag abend 4.40 : Samstag nnaen 6.50 > Samstag schacharis 8.00 Samstag minchah 1.00 und 4.00 Halachischer Vortrag - Samstag abend 5.55 Wocheng'ttesdienst: ----- Hauptminjan in der Synagoge) 6.30 - An G'ttesdienst anschließend e Leräen des a«n "»pa-Vereins im Hörsaal * " Nächmittägs 4.30; ' Tefillinlegen am Morgen 6.20 - Famitien-Nachrichten. , B a r m i z w o t h : Ernst Spier, •feraelitische ' Waisenanstalt, Frankfurt a. M., Röderbergweg 87, na rotf. (Barmizwoh in Hammelburg), -r- Bepihard, 5,ohn: des Herrn Albert Jacobson und Frau Hanna geb.:M.eyeri Berlin NW, Altonaerstr.; 25, Synagoge Adafi.' Jisroel, Siegmundshof "f> tost* ' 9 4. Geburtstag: Herr', Simon Winter, rtempen (Rh ), am 22. Oktober. ''' ■ : Bücherbesprechun^eii. •n «n) n"S*in cp^um1' ','T3Dws ap»*» *n nka 'Vnsra ih^ .(Q'V^ U62 Die Broschüre von Schalom Ben Chorin; .die unseren Lesern. durch mehrere Artikel bereits bekannt ist, hat in obiger hebräisch geschriebener Abhandlung eine energische Abfuhr erfahren. Der Verfasser erweist sich {sofort als ein guter Kenner der biblischen Literatur und der örtlichen >* und zeitlichen Umstände, die" allein die. biblischen Erzählungen verständlich majchen. Die allgemeine persische Geschichte, die Sitten des Hofes," die Anlage des Königspalastes, Stellung und Einfluß det* königlichen Frau "bieten allein den Schlüssel, um die ' kürzen, bisweilen nur andeutungsweiseijgegebenen Tatsachen, und ihre' Folgerungen im Buche Esther zu verstehen. Dr. Aschkenasi geht mit Schalom ben Chorin nicht sehr milde um, die Sprache ist mitunter vielleicht schärfer und bissiger, als man es haben möchte, aber sie beeinträchtigt nicht den wissenschaftlichen Wert dieser Schrift, die nur ein Auszug aus einem grjößejen;Werke, das diese Zeit behandeln soll, ist. Von .besonderem Wert scheinen mir die Seiten zu sein, <iie dem'Begriff „Rache" und dem hebräischen Worte nekamah gelten. Der Verfasser weist zweifelsohne mit vollem Recht nach, daß der Betriff, den man mit dem Worte Rache verbindet, der Bibel und dem Judentum überhaupt vollkommen fremd ist, und daß durch falsche Uebertragung, die sich seit 400 Jahfen in. deutschen Texten forterbt, der jüdischen Weltanschauung und; der jüdischen Ethik ein Gedanke zugeschoben ist, der ihr völlig wesensfremd ist. ' Auch" auf die zahlreichen Anmerkungen sei verwieset!. Möge es dem-Verfasser gelingen, dieser,, Gelegenbeitsachr.ifb bähl sein großes Werk folgen ZU lassen! '.RaDbiner^Dr. A. ■ Posner, Jerusalem. ')!(>!:.:!!• Atif!!-:.

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