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Der Israelit · 1938-09-29 · Heft 39 (29.9.1938) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 39 (29.9.1938)
Date
1938-09-29
Page
– (sequence 1)
Language
German
Belongs to
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mmm Der Israel J Ein Centraiorgan für das orthodoxe Judentum / Begründet Von Dr. Lehmann in Maina M^Mm Frankfurt a- Mi 29. September 1938 4, Tischri 5699 I Nummer 39 Die Aguda-Delegation vor der Technischen Kommission und bei George Rublee. Palästina-Debatte auch in ... „ London, 28. Sept. Am 22. September erschien der Präsident ■der Agudas Jisroel - Weltorganisation, Jacob Rosenheim, in Begleitung des politische« Sekretärs der Aguda, Mr. H. A. Goodman, vor der Technischen Kommission, die ihre Prüfungsarbeiten in Sachen der Teilung Palästinas in London fortsetzt. Die Delegation übermittelte der Kommission die Beschlüsse der Dritten Kenessio Ged au 1 o und die Forderung des feligiösen Judentums, daß, wie auch die Entscheidung über das künftige Schicksal Palästinas ausfällt, die geplante staatliche Gemeinschaft •auf den Gesetzen von Thora und- Tradition aufgebaut werden müssen. Die Mitglieder der Kommission hörten die Ausführungen der Agudavertreter mit größter Aufmerksamkeit an und versprachen, bei den weiteren „Verhandlungen über die Teilung <lie Forderungen der in der Agudas Jisroel Organisierten Weltorthodoxie mit in Rechnung zu ziehen. # # L o n d o n , 29. Sept. Der Direktor der Ständigen Kommission der Evian-Konferenz, Mr. Georges Rublee, emp* fing eine Aguda- Delegation, bestehend aus den Herren Jacob Rosenheim und H; A. Goodman, die Gelegenheit nahmen! das ganze Auswandererpröblem an dieser hohen Stelle aufzurollen. Der Führer der Delegation erklärte, die privaten. AusWänderungsorganisationen seien darüber besorgt, daß seit der Eviän-Konferenz zur Lösung der Auswandererprobleme relativ wenig geschehen ist. Selbst in Anbetracht der schwierigen politischen Situation hätte man mehr Anstrengungen zur Hebung der ÄStivität in der Auswanderungshilfe erwarten müssen. Mr. Rublee antwortete, daß die Lösung der Aufgaben zur Zeit auf größte Schwierigkeiten stoße. Seinerseits wäre er vollkommen, damit einverstanden, zusammen mit allen Organisationen, die bemüht sind, das Los der Emigranten zu erleichtern, zu arbeiten. Sobald es die politische Lage erlaubt, hofft er, in Verhandlungen mit allen Instanzen, die an der Frage interessiert sind, einzugehen. Sobald der V ö.l k e r b u n d .die weiteren Grundlagen dafür geschaffen hat, wird sein Büro in der Lage seinr zusammen mit dem' Hoc/hkommiss ar für die Flucht-,1 I i B/ä S f Ü r s o r g e an die Lösung der Probleme he/anzugehen. Die Delegation lenkte das Interesse Rublees auch auf die Auswanderer aus ymderen Ländern, so besonders auch auf die , /aktuelle Frage der zur Auswanderung genötigtewj 1 ausländischen Juden in Italien. Auch diese Frage;! wird ihre Behandlung und Entscheidung erhal-11 ten,' antwortete Mr.' Rublee, sobald die poli^; tische-Lage die Lösung ermöglicht (JPB.) Der ägyptische Minister für die Araber. Genf, 25. Sept. Wie im Völkerbunds rate, kam es am 20. September nun auch in der Völkerbunds Versammlung zu einer Debatte über den T e i - lungsplan in Palästina. Der Vertreter des Irak, Außenminister Tewfik el S u w a i d i, betonte, daß die irakische Regierung und Bevölkerung von den Unruhen in Palästina schwer betroffen seien. Irak sei an der arabischen Einigkeit interessiert und betrachte die Frage des Friedens im östlichen Teil des Mittelmeeres als eine Angelegenheit von erstrangiger Bedeutung Die Ereignisse in Palästina hätten schwere Befürchtungen im Irak erzeugt, und die Regierung (Fortsetzung siehe Seite 2.) Ans dem Inhalt: Die Gerüchte um die Teilung Seite 2 Ausführungsbestimmungen zu einem Einwanderungsgesetz ..... Seite 2 Die für die Betreuung jüdischer Kranken zugelassenen jüdischen Aerzte . Seite 2 Randglossen zu jüdischen Problemen. Seite 3 Der Hüter Israels. Von B. Cohen . . Seite 4 Die Teschuwa in unserem Achtzehngebet. Seite 5 Erez Israel........... . Seite 6 Zwischen Notwendigkeit und Möglichkeit. Zur Frage einer Verständigung mit den Arabern. Zu dem. in Nummer 37 unseres Blattes veröffentlichten Artikel von Rabb. Mosche B.lau über die Notwendigkeit, trotz allem und allem neue Wege der Verständig u'n g mit den Arabern zu suchen, nimmt ein Mitarbeiter des „Hazofeh" vom 3. Ellul mit. folgenden Ausführungen Stellung: Rabb. Blau sieht Und zeigt keine Plattform, auf der die Verhandlungen vor sich gehen könnten. Es gehöre dies, wie er sagt, nicht zu seiner Aufgabe noch zu seiner Kompetenz. Er wolle nur die Notwendigkeit einer Verständigung betonen und die innere Logik eines solchen Versuches nachweisen. Er weiß auch, daß es eine Prestigeeinbuße für die eine oder andere Partei bedeuten würde, wenn sie mit dem Ver* suche beginnen wollte, so sei es Aufgabe der Regierung, diese Vermittlerstelle zu übernehmen usw. Es ist interessant und bezeichnend, daß ähnliche Ansichten, aus der Erkenntnis heraus, daß die Unruhen und Terrorakte keiner Seite nützen und beiden Teilen in gleichem Maße schwer schaden, auch von angesehener-) .arabis cjh e r Seite in Jerusalem geäußert wurden. Auch von hier aus wurde idie Anregung gemacht, daß die IjL e g i e r u n g den ersten Schritt zur Vermittlung übernehmen müsse. Die Regierung habe, ja gezeigt, daß sie, wo sie es für gut hält, ihren Willen durchzusetzen weiß. Sie habe auch nicht viel gefragt, als sie an die Spitze der Stadt mit einer^ jüdischen Majorität einen Araber als Bürgermeister stellte. Wir vernehmen die Botschaft von beiden Seiten und fragen uns, ob nur die geringste Aussicht vorhanden sei, daß sich nach dieser Richtung jetzt ein Weg zum Ausgang aus dem Notstande öffnet. Wir fürchten, die Frage negativ beantworten zu müssen. Die Regierung hat in letzterer Zeit keine Miene gemacht, diesen Weg zu beschreiten und auch keine Hoffnungen geweckt, daß sie in absehbarer Zeit den Weg beschreiten wolle. Sfr wartet das'Spiel der Kräfte ab, Spieler und Ge genspieler genau im Auge behaltend, und sie hält den Zeitpunkt für Annäherungsversuche zur Stunde offensichtlich für nicht gegeben. Was wir sehen und erleben, ist folgendes: Der wilde Terror gewinnt täglich an Platz und Kraft, allen energischen Maßnahmen der Regierung, aller entschlossenen Gegenoffensive von Polizei und Militär zum Trotze, Das bedeutet, daß die Autorität und Popularität der Muf ti - g r u p p e im Wachsen sind. Sie erhält, wie man weiß, nicht allein Kraftzuwachs aus dem Innern des Landes, sondern erfreut sich auch der weitgehendsten materiellen und moralischen Unterstützung großer Teile der mohammedanischen Welt. Das hat zur Folge, daß es zur Zeit keine arabische Zentrale im Lande gibt, die es wagen würde, ohne Wissen und Willen des Großmufti sich an einen Round Table zu setzen. Der Groß- (Fortsetzung siehe Seite 3.)

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