Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 38 (22.9.1938)
- Date
- 1938-09-22
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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22, September 1938 Erscheint monatlich 26, Ellul 5698 An des neuen Jahres Schwelle.. \ - Die Sonne sendet ihren letzten Schein, geöffnet ist das Himmelstor. Aus G'ttes Hand, leuchtend klar und rein, tritt das neue Jahr hervor. Dichtgedrängt im G'tteshause steht die fromme Beterschar und benutzt die kurze Pause, die uns noch trennt vom neuen Jahr, Von G'tt Verzeihung zu erflehen, ein fröhlich' Los zum neuen Jahr, Auch viele Kinder sieht man stehen, Vertieft in Beten ganz und gar. Wie viel beklemmt ihr kleines Herz! Schon mancher Wunsch drückt ihre Seele, Sie bitten G'tt; „Mach, daß der Schmerz in diesem Jahre gänzlich fehle!" ,,Unsern guten Eltern spende ein langes und beglücktes Leben, Erfolg dem Werke ihrer Hände,, ein gut Gelingen ihrem Streben." „Gib' uns'rem Volke " Geisteskraft, dein heilig' Wort ganz zü verstehen, und uns mach tüchtig und standhaft, in „DEINEM" Wege stets zu gehen." „Erhöre unser kindlich' Flehen! Erfülle uns're heißen Bitten! Ein Ende mach Israels Wehen, genug schon haben wir gelitten! Versenke auf des Meeres Grunde das alte Jahr und all sein Leid und schicke dem ganzen Erdenrunde mit dem neuen Jahr eine, glückliche Zeit. * David Wilder. Liebe Kinder, heute erscheint der Kl. Israelit, schon wieder, um Euch zum heiligen r~?"")-Fest die herzlichsten Glückwünsche zu überbringen. Ich habe unsere verehrl, Mitarbeiter gebeten, Euch etwas Schönes und Herzliches am Anfang des neuen Jahres zu sagen. Auch Ihr, meine kleinen Freunde, kennt schon die Bedeutung des J—j"*1-Festes, und in andachtsvoller Stimmung sendet Ihr die Gebete an den w> zum lieben G'tt empor, und vieie Herzenswünsche verflechten sich mit den Gebeten. Möge Euch der Allmächtige erhören und stark machen, auf daß Ihr einst der Stolz und die Stütze Eurer Eltern werdet. In Herzlichkeit ü"m> Euer DEKA. Liebe Kjuider! Was ich Euch und von Euch zu Roschhaschana wünsche, steht in der ersten Mischnah von Talmud „Joma": Wenn der Hohepriester in der Nacht vor seinem höchsten Dienste vor Ermüdung einzuschlafen drohte, so weckte ihn die Priesterjugend. Wenn die Alten in einer Zeit der Mühen und Wehen ermatten und erschlaffen sollten, so seid Ihr, unsere jungen Söhne und Töchter, Ihr, die Ihr mit dem leichten Gepäck jugendlichen Frohsinnes unbeschwert durchs Leben geht, dazu berufen, sie zu neuem Mute und frischer Tat zu wecken und mit hinzureißen. Wachet über unser Wachsein! ... Schachnowitz. -nron nmD nmb Liebe Kinder, die Menschen zeigen sehr oft in verschiedenen Zeiten ein sonderbares Ver-