Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 37 (15.9.1938)
- Date
- 1938-09-15
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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Der I s r a e 1 i t Nr. 37 Seite 11 Letzte Nachrichten. Reichsschulen für die jüdische Jugend in Italien. Rom, 9. Sept. Mit Beginn des neuen Schuljahres werden, nach Zeitungsberichten, in Italien neue jüdische Schulen errichtet werden, und zwar außer den bereits bestehenden jüdischen Lehranstalten der verschiedenen jüdischen Gemeinden. Die Kosten für diese neuen Schulen sollen, wie'mitgeteilt wird, vom Staat getragen werden. Personalien. Halberstadt, 8. Sept. Am Donnerstag (28. Aw) ist vor der Jomkippur Katan ein Hesped für Dr. Emil Hirsch ^"xi abgehalten worden. In bewegten Worten schilderte Heff Rabbiner Auerbach den großen Verlust, den wir und der Klall durch .den Heimgang dieser in ihrer Frömmigkeit und Bescheidenheit einzigartigen Persönlichkeit erlitten haben. Als früherer Vorsitzender unserer Gemeinde ist er auch in der Fremde seiner Heimatsgemeinde und ihren Institutionen stets innerlich verbunden geblieben. Sein Andenken wird in unserer Gemeinde stets fortleben nam^- Dinslaken, 12. Sept. In einfacher, aber recht eindrucksvoller Form, beging das Israelitische Waisenhaus das silberne Amtsjubiläum von Herrn Direktor Dr. Leopold Rothschild und seiner Gattin. Das von den Kindern des Heimes gesungene ,,Boruch habo" leitete die Feierstunde ein, worauf zunächst Rechtsanwalt W i 1 c Z e k , Frankfurt a. M.( als Sprecher des Kuratoriums Worte des Dankes und der Anerkennung an die beiden Jubilare richtete. Herr H. Eichengrün sprach sodann für die Dinslakener Jüdische Gemeinde, deren Vorstand Herr Dr. Rothschild ebenfalls 25 Jahre angehöre, so daß man jetzt ein Doppeljubiläum feiern könne. Der Verein für die jüdischen Interessen des Rheinlandes hatte als Sprecher seinen Vorsitzenden Nathan Kahn eni - sandt. Er würdigte in seinen Darlegungen Dinslaken VOr allem als Stätte jüdischer und profaner Wissenspflege im Sinne von „Tauro im derech erez". Rabbiner Dr. Eschelbacher, Düsseldorf wiederum bezeichnete die Tendenz zu Frohsinn und Jüdischkeit als die besonderen Signaturen der von Direktor Dr. Rothschild geleiteten Anstalt. Dr. med. Schein, Essen ergriff als Arzt und Freund des Hauses in Form einer Festhymne das Wort, während Seffi Herz für die im Waisenhaus Tätigen und Isi G r a ud e n z für die „Ehemaligen" der Anstalt am Rednerpult erschienen. Mit Rabb. Dr. Stein schloß die Reihe der Festredner, Man spürte recht bald, daß die Feier ihrem Höhepunkt zutrieb, und sie fand alsbald ihre Krönung in der Verkündung Dr. Steins, daß der Rabbiner des Rheinlandes, Rabb. Dr. Frank l, Halberstadt, dem Jubilar als höchste Ehrung die umaureinu" verleihe, Bei einem gemütlichen Beisammensein am Nachmittag sprachen noch in würziger Rede die Herren Rabbiner Dr. Auerbach, Recklinghausen, Neumark, Duisburg, Dr. med. Bähr, Moers, Direktor Rülf, Leiter des Kölner Kinderheims, sowie Frl. Emma Levysohn von der jüdischen Wohlfahrtsstelle in Düsseldorf. Hz. Vermischtes/ Eubigheim i. Bad., 7. Sept. Die Gemeinde E u h i gh e i m wurde aufgelöst, die Synagoge wurde verkauft. Zuletzt amtierte daselbst Lehrer Willi Wertheimer, Buchen, bis zum Jahre 1925, als Filiallehrer bis zur Auflösung Lehrer Bravmann. Merchingen. Der letzte Vorsteher, Herr S. Katzenstein, wandert nach USAaus. Buchen (Baden), 8. Sept. Die Synagoge, eine der schönsten im Kreis Mosbach, wurde verkauft. Unser Lehrer wird in aller Kürze auswandern. SprechsaaL Zur gewissenhaften Beachtung. ,In Verbindung mit der Ellul-Zeit. die ganz besonders zur Besinnung und Besserung bestimmt ist, se1. hier auf Folgendes hingewiesen: Im Allgemeinen findet das in der Thora öfters wiederholte Schaatnes - Verbot in unseren Kreise» Beachtung. Wird z. B. ein Anzug, Mantel, oder sin sonstiges Kleidungsstück gekauft, so darf kein Zweifel darüber bestehen, daß Wolle und Leinen nicht zusammen verarbeitet sind, d. h. daß kein Schaatnes vorhanden ist. Es sei hier nun vornehmlich darauf aufmerksam gemacht, daß auch beim Kauf von Mützen auf Schaatnes streng '•zu achten ist, da oft der Mützen- In unserem Verlag noch zu haben Licht aus dem Westen Erzählung aus der Zeit der Ghettodämmerung von 5. SCHACHNOWITZ Preis: broschiert M3.—, in gediegenem Leinwand M4.— Von der Buchausgabe des bei seinem Erscheinen im „Israelit" mit außergewöhnlichem Interesse begrüßten historischen Meisterromanes des Autors ist noch eine Anzahl von Exemplaren vorrätig. Das Buch sollte in keinem jüdischen Hause, in keiner Jugenchrereins- oder Schulbibliothek fehlen, denn es führt Jung und Alt in eine der wichtigsten Epochen der jüdischen Geschichte ein und ist geeignet, Verehrung und Bewunderung für die großen Meister der jüdischen Lehre in die Herzen der heutigen Generation zu pflanzen. Zu beziehen durch jede jüdische Buchhandlung, sowie direkt vom ISRAELIT U. HERMON JÜDISCHER BUCHVERLAG GmbH. FRANKFURT A. M., SCHÜTZENSTRASSE 12 ♦ POSTSCHECKKONTO NR. 19 802 stoff Wolle oder Wollmischung ist und das Futter aus Leinen besteht. L. Die Frankfurter Woche. Prosbul, Vom Rabhinat der Synagogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft" zu Frankfürt a. M. wird bekanntgegeben: Am Erew Roschhaschana vormittags von 9—11 Uhr wird im Amtszimmer des Rabbinates Friedberger Anlage 4 p. Gelegenheit zur Ausstellung eines Prosbul gegeben sein. Die erforderlichen Formulare sind in der Kanzlei sowie zur angegebenen Zeit im Amtszimmer des Rabbinats zum Preise von 20 Pfg. pro Stück erhältlich. Es genügt ein Prosbul für sämtliche Außenstände eines Gläubigers. Eine Angabe der Außenstände oder die Einreichung einer Liste von ihnen ist nicht erforderlich. G'ttesdienste an den Hohen Feiertagen. Der Verein Wohltätigkeit gibt nachstehende Gebetszeiten bekannt: G'ttesdienst in der Turnhalle der Samson Raphael Hirsch-Schule Am Tiergarten 18: Vorabend Roschhaschono 18.05 Uhr; I. Tag Roschhaschono morgens 7.00 Uhr, abends 19 Uhr; II. Tag Roschhaschono morgens 7 Uhr; Schabbos Schuwoh; Freitag abends 17.35 Uhr, Samstag morgens 8 Uhr; Jomkippur: Vorabend 17.20 Uhr, morgens 7 Uhr; Fastenende:! 18.36 Uhr. Liederabend im Kulturbund. Zwei prominente Sänger von Format: Wlih. G u 11m a n n (Bariton) und P. Salomen (Lindberg) bestritten das Programm der ersten September-Veranstaltung. Beide Künstler verfügen über ein in allen Lagen gleich gut durchgebildetes Stimmorgan. Man hörte u. a. Lieder von Mahler, Opernarien von Verdi, Massenet,. Händel u. &. Es würde zu weit führen und hieße den Eindruck des Abends verwischen, wollte man sich in nähere Einzelheiten verlieren — es war ein selten genußreicher Abend. A. K. Frankfurter Vereinskälender. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fon» nov. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Onnau jan, Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereins* lokal, R-TO3, Herr J. Soffer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: rwn~ Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (j'hn) >s-\üi Herr Rabb .Dr. J Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Sehui. nMHJ' Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitungen. Donnerstag, 22. Sept.: Max Weil-Stiftung, Donnerstag, 22. Sept.: Ludwig Elieser Kallmann-Stiftg. Freitag, 27. Sept.: Ahron Kallmann-Stiftung. Agudas Jisroel-Gruppe Frankfurt a. M. Thora und Mussar. (Allt Schümm wie üblich.) Liwjath Chen. Sabbat nach Mincho, 5.15 Uhr, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz im Hörsaale Friedberger Anlage, „Aus der Gebetswelt des Roschhaschono". Gesellschalt für jüdische Volksbildung e. V. Donnerstag, den 15. September, 20.30 Uhr pünktlich im Lehrsaal der Synagoge Unterlindau 21: Religiöse Weihestunde. Sonntagi den 2, Oktober, 10 Uhr pünktlich: Führung durch den alten Friedhof. Treffpunkt: Synagoge Dominikanerplatz, Seiteneingang. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: o>a>T Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Rasehi, Herr Julius Lewin. — 4-15 Uhr im Vereinslokal: Mikro Herr Rabb. H. Mayer. Samstag abend eine halbe Stunde vor Nacht im Hörsaale „Schabbos-Schlußlernen". Sonntag nachm. 6.30 Uhr im Hörsaale Friedbergeranlage Religiöser Ellulvortrag von R.-A. Dr. E. Posen über „Ellul-Gedanken". (auch für Damen). Gebetzeiten. Nian »5 naar Freitag abend 6.10 Samstag naaipn 6.50 Samstag schacharis 8.00 Samstag minchah 1.00 und 5.00 Samstag abend 7.25 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 5.45 2. Minjan 7.30- Sonntag früh 5.30 An G'ttesdienst anschließend: Lernen des a»n i?s-Vereins im Hörsaal Nachmittags 6.00 Tefillinlegen am Morgen 5.20 Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Dr. Martin Freund und Frau Trude geb. Vogel, Paris 10©, 28. Boulevard Bonne Nouveüe. —• Eine Tochter, Artur Samuel und Frau Minni geb. Nußbaum, Mulhouse (France), rue Scheurer Kestner 8. Verlobte: Renee Kahn, Colmar, mit Max Neufeld, Kriens-Luzern. Vermählte; Lehrer Emil Tachauer mit Anni geb. Reinisch, Ansbach, Rosenbadstr. 3. DAS LICHT DER EWIGKEIT von Rabb. Dr. Elie Münk in Ansbach broschiert RM. 4.00. Lwbd. RM. 5.00 VERLAG OES ISRAELIT UND HERMOK GMBH., Frankfurt a. M. Schützenstr. 12 Postsch. 19802 die Feiertage rechtzeitig Anzug oder Mantel von Frankfurt a. M. Hindenburpplatz 12 am Hauptbahnhof.