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Der Israelit · 1938-06-23 · Heft 25 (23.6.1938) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 25 (23.6.1938)
Date
1938-06-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
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"■ppf^yt1 23V Juni" 1938 1 i t Nr. 25. Seite lt Vermischtes. Berlin, 10. Juni. Rabbiner Dr. Esra Münk hat sich entschlossen, seinen Wohnsitz für dauernd nach Jerusalem zu verlegen. Berlin, 15. Juni. Vom Brit Chaluzim Datiim wird uns geschrieben: Im Zusammenhange mit verschie denen Meldungen in der jüdischen Presse weisen wir darauf hin, daß der Bachad (Brit Chaluzim Datiim I seit längerem ein ausgedehntes Hachscharawerk für religiöse Jugendliche im Alter von 15 Jahren aufwärts unterhält. Die berufliche Ausbildung erfolgt in Betrieben, die von der Reichsvertretung als Ausbildungszentren bestätigt sind. An landwirtschaft liehen Ausbildungsstätten verfügt der Bachad über die Lehrgüter Gering s h o f bei Fulda, S t e c k e 1 sd o r f bei Rathenow und Börnsdorf bei Ceipzig. Im Ausland befinden sich landwirtschaftliche Hachscharastätten in Italien, Dänemark und Holland. Bei der Errichtung dieser landwirtschaftlichen und handwerk liehen Stellen ist besonders Wert darauf gelegt worden, die Ausbildung in einem geschlossenen einheitlichen religiösen Milieu erfolgen zu lassen. Auskunft über die Bedingungen der Aufnahme in den vorhan denen landwirtschaftlichen bezw. handwerklichen Aus bildungsstätten erteilt der Brit Chaluzim Datiim, Berlin W. 50, Augsburgerstr. 60. Aurich, 20. Juni. Die immer weiter fortschreitende Auswanderung zeitigt außer dem ziihrnmäRi gen Verlust auch qualitative Lücken, die dann be sonders spürbar sind, wenn durch den Fortzug von Familien für das Wohl. der Gemeinden wertvolle Forderungs- und Aufbaukräfte/ verloren gehen. Ein solcher Verlust ist7 wenn es sich um Vorsteher von Gemeinden und ihrer Institutionen handelt, gerade in heutiger Zeit, in der es an hierfür geeigneten Persönlichkeiten mangelt, besonders empfindlich. Der gestrige Säbbat war- Zeuge eines solchen Abschieds in der ernst so blühenden Gemeinde Aurich von einer der ältesten jüdischen Familien, der Familie des im Jähre 1934 verstorbenen fast 4Q Jahre tätig gewesenen ersten Vorstehers Abraham van Dyk b"Sf, dessen Gattin mit der Familie des Sohnes, des Vorstehers Herrn Karl van Dyk', Aurich verläßt. In einer zu Herzen gehenden Ansprache würdigte der Vorsitzende der Gemeinde, Herr Jacob Wolff, die Verdienste seines scheidenden Kollegen, mit dessen Abgang eine alte Tradition, nach der das Amt eines Vorstehers. seit fast einem' Jahrhundert im Hause dieser Familie verblieb, ihr Ende findet. Zur bleibenden Erinnerung wurde Herrn Karl van Dyk ein schön gelungenes, großes Lichtbild vomJnnern des G'tteshauses überreicht. — In der am Nachmittage von dem ersten Vorsitzenden der Agudas Jisroel, Herrn Simon Samson abgehaltenen Stunde der Thora würdigte der Genannte eingehend die Verdienste des Hauses van Dyk und dankte dem Scheidenden für seine Treue und Hingabe im Dienste der Gemeinde. Der Abend wurde im Talmud-Thora-Verein begangen, . dessen Vorsitzender nach dem Tode seines Begründers dessen "Sohn Herr Karl van Dyk war. Herr . Karl Jonas Wolff verabschiedete sich von letzterem und dankte ihm in warmen Worten für die Tätigkeit, die er auch diesem Verein gewidmet hatte. -- In bewegten Worten dankte der Scheidende zugleich im Namen seiner Familie, die stets nur ihre Befriedigung in der Tätigkeit für die Gemeinde empfunden habe und wünschte das Beste für ihr weiteres Bestehen. — Ein Blatt in der Geschichte der Auricher Gemeinde ist wieder einmal abgeschlossen. Briefkasten. J. J. in H. Die von uns nicht minder als von Ihnen verehrte Persönlichkeit ist in jener Notiz nicht genannt, und dem Verfasser selbst war im Momente nicht bekannt, von wem jenes Werturteil stammte. S. J. in Memel. Wir halten es nicht für ratsam, die Diskussion über dieses Thema weiterzuspinnen. Besten Dank. Familien-Nachrichten. Geburt: Ein Sohn, Adolf Frankfurt und Frau Emmy geb. Wechsler, Haifa-West Karmel. Barmizwoth: Bernhard Issachar, Sohn des Herrn Alex Tachauer und Frau Jettchen geb. Mayer, Jerusalem, Bucharim, 10, Tamus. — Ruwin, Sohn des Herrn Hirsch Merkin und Frau Rebekka geb. Josseliowsky, Leipzig, Schüler der Mechina Telsiai (Lit.)', Türgaus G've 16, non rr-n 's V e r 1 o bte : 'Hanna Ucko, Nürnberg-Jerusalem, mit Jakob Levi, Frankfurt-Richon L'Zion. Vermählte: Gitta" Jak, Erlanger, Luzern, mit Herrn Jakob Nebenzahl, Tel Awiw. Silberne Hochzeit: Max Schweizer und Frau Ida geb. Ettlinger, Stuttgart, Immenhoferstr. 12b am 30. Juni. , Gestorben .' Isaae ' Halberstadt, Halle (Saale), j Marienstr. 21, 68 Jahre. Die Frankfurter Woche. Für das jüdische Kind! Die Jüdische Wohlfahrtspflege E. V. Frankfurt ä. M. schreibt: Heilung und völlige Gesundung kranken Kindern durch Gewährung notwendigster Heilkuren in .ärztlich geleiteten Erholungsheimen, Stärkung u n d K r ä f t i gu n g schwächlichen und kränklichen Kindern durch Gewährung einer fürsorgerisch einwandfreien Erholung während der Ferienzeit zu verschaffen, ist Aufgabe und Ziel der Jüdischen Wohlfahrtspflege. Sie veranstaltet zu diesem Zweck eine Haussammlung am 3. Juli, vorm. von 10—1 Uhr. Jeder muß der jüdischen Jugend durch seine Gabe helfen! Gebt deshalb alle am 3. Juli: Für das jüdische Ki n d! Das Bild von Rabbiner Dr. Stein S-'ST auf Seite 6 stammt aus dem Photoatelier Arno Katz, Ffm. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajün. Schäbbos morgen nach Schluß der Synagoge: o»s*n Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. — 4-15 Uhr im Vereinslokal: Mikro, Herr, Rabb. H. Mayer. Samstag abend, 1 Stunde vor Nacht: Midrasch-Vortrag Herr Hermann Goldschmidt. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faitt t\w. -rvorm. 9 Uhr im Vereinslokal, om« ]an, Herr Rabb. Dr. Schlesinger..— vorm. 9 Uhr im Vereins» lokal, «im. Herr J. Soff er. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: nivn~ Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pinn) /man Herr Rabb .Dr. J Breuer. > - , Dienstag und Freitag morgens nach Schul, fiittm' Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal* Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 25. Juni: Susanne Marburger-Stiftung. Sonntag, 26. Juni: Rektor Benjamin Falk-Stiftung. Montag, 27. Juni: Liebmann Stern-Stiftung. Mittwoch, 29. Juni: Jetta Kallmann geb. Moses-Stift«*. Donnerstag, 30. Juni: Joseph Erlanger, Luzern-Stiftg. Freitag, 1. Juli: Leopold Wallerstein-Stiftung. Agudas Jisroel-Gruppe Frankfurt a. M. Thora und Mussar. Herr Rabbiner Jos. J. Horovitz hält seine allwöchentlichen Mussar - Sohiurium wie folgt: Messilas Jeschorim, Schabbos von 16—17 Uhr, für die Jugend. — Chauwaus Halwowaus, Schabbos von 17.30—18.30 Uhr, für Baale Battim. Sonntag, 9—10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20—21 Uhr für Baalebatim T-sr maa. Herr B- Rachelsohn, nrnra mvm Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Herr Dozent J. Ehrentreu, e-nin mit rrrmsa, Sonntag eine Stunde vor ntaor Friedberger Anlage 7. Herr R.-A. Dr. E.Posen ovn nwn, Sonntag nach ama Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer. >ÖV ip. täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18. I. Herr Rabb. Feuerwerger, Jugendschiurim: Schabbos 12—13 Uhr: taftm, Schabbos 15.30—16.30 Uhr: man rooa 'bj, Sonntag, 19—20.30 Uhr: rav 'ob iai, Mittwoch 20—21.30 Uhr: mv moa tm. — Für Baale B a 11 i m : Sonntags jeweils 1 Stunde vor nna», (fmawV Montags, Mittwochs, Donnerstags 18.15—19.30 Uhr: sysa saa 'on 'm- Herr Zuntz. D«n miR, Sonntag nach rp-in», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor nnns? unter Leitung des Herrn Zuntz (r-nw 'aa) findet 45 Minuten vor Synagoge, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. G. statt. Samstag 5 Uhr findet der Lernvortrag zu Ehren des Herrn Moritz Prager ^xr in der Wohnung Fichtestraße 7, statt. Liwjath Chen. Sabbat nachm. nach dem Minchogebete 5.15 Uhr im Hörsaale Friedbergeranlage, Vortrag des Herrn S, Schachnowitz über >tw rra >3 tt'riR- Agudistische Frauenzweigstelle. Am Montag, den 27. Juni, wird im religiösen Rahmen Herr Redakteur S. Schachnowitz im Hörsaal um 9 Uhr abends pünktlich über: „Wanderungen und Wandlungen in der jüdischen Diaspora" sprechen. Gäste, Damen, willkommen. Gebetzeiten. -jf?-nW mw Freitag abend 7.45 Samstag naawn 6.35 Samstag schaeharis 7.45 Samstag minchah 1.00 und 5.00 Samstag Abend 9.40. Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6 30 2- Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen des D«n nj?»-Vereins im Hörsaal Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 2.55 Gebetzeiten in Wien (Schiffschul). Freitag abend 7.30 Schabbos haschkomo 6.15 Schabbos schaeharis 8.30 Schabbos minchah 12.15 und 4.00 . Werktags: Schaeharis 6.00 Mincha 7.30 In unserem Verlag noch zu haben Licht aus dem Westen Erzählung aus der Zeit der Ghettodämmerung von S. SCHACHNOWITZ Preis: broschiert M3.—, in gediegenem Leinwand M.4.— Von der Buchausgabe des bei seinem Erscheinen im „Israelit" mit außergewöhnlichem Interesse begrüßten historischen Meisterromanes des Autors ist noch eine Anzahl von Exemplaren vorrätig. Das Buch sollte in keinem jüdischen Hause, in keiner Jugendvereins- oder Schulbibliothek fehlen, denn es führt Jung und Alt in eine der wichtigsten Epochen der jüdischen Geschichte ein und ist geeignet, Verehrung und Bewunderung für die großen Meister der jüdischen Lehre in die Herzen der heutigen Generation zu pflanzen. ■ / ' Zu beziehen durch jede jüdische Buchhandlung, sowie direkt vom ISRAELIT U. HERMÖN JÜDISCHER BUCHVERLAG GmbH. FRANKFURT A. M., SCHÜTZENSTRASSE 12 » POSTSCHECKKONTO NR. 19 802 «

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