Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 22 (2.6.1938)
- Date
- 1938-06-02
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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2. Juni 1938 Erscheint monatlich 3, Siy ran 5698 . ...-------—---:-1 AM SINAI. Es heult der Wind, die Donner rollen, die aufgeschreckte Erde bebt. Vom Berge tönt ein dumpfes Grollen, und dichter. Rauch zum Himmel strebt. Der Schreck durchzittert jedes Wesen, und angstvoll schlägt das Herze nur, In jedem Auge kann man lesen Fürcht vor dem Aufruhr der Natur. Ein Mensch nur steht in diesem Toben gleich einem Fels im wilden Meer und schaut mit festem Blick nach oben, denn ihm ist G'tt kein Schrecknis mehr. Er sah Ihn in des Dornbuschs Flammen, ihm tat Er seinen Willen kund, nun führt er. G'tt und Volk zusammen und stiftet diesen. heil'gen Bund. : ' ' Doch plötzlich schweigt des Sturmes Brausen, und G'ttes Wort Itönt durch die Welt, und überall, wo Menschen hausen, ein Schrecken auf die Seelen fällt. Auch Israel vor dem Tone bangt, der furchtbar durch^die Menschen fährt, vor dem der stärkste Felsen wankt, ein Ton, den niemand je gehört Zu Moses sie erschrocken flehen: „Verkünde du uns G'ttes Wort, wir können weiter nicht; bestehen," tönt diese Stimme weiter fort. So hörte Moses denn das';' hehre, das. wunderbare G'tteswort; und ward der Künder dfeser Lehre, die heut' noch ist; Israels Hort. David Wilder.