Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 18 (5.5.1938)
- Date
- 1938-05-05
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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- Äiis äer Agüdäs Jisröel-Bewegung Intensivwoche des Esra-Pirche A. J.j Breslau. Wie - alljährlich fand auch an diesem Pessach unter ^Mitwirkung von Theo F r e y h a n , Gerhu G 1 u kinos und H^ns Ja fc o b <> w i is eine 1 n t e n s1 i vwoche unseres Bundes statt. In einem Oneg der Jüngerenschaft, der diese Lern woche einleitete,'sprach Theo Freyhan über den Sinn der Sefirohzeit. Eine Chawerah erzählte eine Pessachgeschichte aus dem Mittelalter. Hierauf wurden mehrere Semiroth gesungen, die den gut besuchten Ofieg abschlössen. Die Arbeitsgemeinschaften an den Chol Hamoed- Tagen brachten ein reichhaltiges Programm: 1. „Erez Jisrael in der Geschichte" für die Mittlerenschali 2, „Der Maschiachgedankeim jüdischen Schrifttum' und 3. „Agüdistische Chaluziuth, Vorbereitung und Aufbauarbeit" für die Aelteren. Im1 Mittelpunkt der Intensivwoche stand ein Vortrag des Herrn Gem.-Rabb. Dr. Hof f mann über „Das religiöse Leben in Erez Israel". In seinen kl; ren und interessanten Ausführungenschilderte der Redner den augenblicklichen ~ Stand der gesetzestreuen Positionen im Lande, die schon einen sehr beachtlichen und mitbestimmenden Faktor im geistigkulturellen Leben des Landes darstellen. Noch niemals gab es eine Zeit, in . der ein jüdisches Volksleben in Erez Jisrael existierte, dessen thoratreuer Kreis im Verhältnis zu den übrigen Volksgruppen so groß War Wie heute. Gerade diese Tatsache gibt uns auch unter schwierigsten Verhältnissen den Mut zu weiterer Fortführung unserer Aufbauarbeit. —- -im einzelnen lobte Redner besonders das Beth-Jaakow- Schulwerk der Agudas Jisroel. und erwähnte anerkennend die ägudistischen Kibbuzim. Chawer Theo Freyhan, der dem Referenten für seine Ausführungen dankte, wies kur2 auf die Wichtigkeit der Erez Jisroel-Arbeit hin, die unbedingt im Mittelpunkt der Ortsgruppeharbeit stehen und noch mehr als bisher intensiviert werden müßte.. Den Abschluß der Lernwoche bildete eine „Sim chath, jomtow" am Acharori schel Pessach für alle Mitglieder des Bundes. Ein Chawer aus Enschede erzählte vom Leben in .der Hachschara. Nach einigen Worten über die Maschiachidee forderte Theo Freyhan die Chawerim und ChawerotE auf, die Intensivwoche als Anregung und Auftakt für " die Bündesarbeit der nächsten Monate zu betrachten und' die gesamte Esra-. besonders die Erez Jisroel- Arbeit zu verstärken. — Der gute Besuch aller Veranstaltungen bewies uns; daß die Breslauer Gruppe bei entsprechender Organisation ihrer Bundesarbeit einen großen und wertvollen Kreis Jugendlicher erfassen kann.; - J. b. M.! Beth Jacob in Kanada. Die Londoner Beth Jasok-Zentrale hat ihren Vertreter in den Vereinigten Staaten, Mr. Schenkoiewski, nach Kanada entsandt, um nunmehr auch dort, die Beth Jacob-Arbeit zu organisieren. In verhältnismäßig kurzer Zeit ist es gelungen, die einfluß- . reichsten jüdischen Persönlichkeiten Kanadas für Beth Jacob, zu gewinnen. Maßgebende Führe* anderer Organisationen haben ihre Mitarbeit zugesagt. Dem Komitee gehören u. a. an: Rabbi Herman Abramowitz, der Chiefrabbi der. konservativen Synagogen. Mrs, A. J. Freiman (sie wurde jüngst vom König von England mit dem höchsten Orden für ihre großen Verdienste im sozialen:-Leben ausgezeichnet), Mrs. D, D unk e 1 m a n. Beth Jacob wird für Kanada in Ottawa, der Hauptstadt Kanadas, ein eigenes Büro unterhalten.. Personalien. Dinslaken, 21/ April. Am 13. Mai begeht Frau Oberlehrer Jettchen Lea (früher-Burgpreppach) ihren 7 0. Geburtstag. «Hrtay Die Frankfurter Woche, : Wissenschaftliche Forschung und religiöse Ueberlieferung. Herr Studienrat Benno H i rnheimer sprach auf, einem Gemeindeabend der Israelitischen Reli- '. gionsgesellschaft, der sich im Rahmen der Agudas Jisroel vollzog-, über das.-obenangeführte Thema. In einer überaus klaren Diktion und Beweisführung stellte der Referent dar, wie die sogenannte voraussetzungslose Wissenschaft doch auf verschiedenen Dogmen beruhe, daß sie vielfach trotz exaktester Experimente zu einander widersprechenden Ergebnissen gelange und wie - sie oft Tatsachen registriere als Ergebnisse ihrer Forschungen, die absolut unvorstellbar sind, und an Unvorstellbarkeit alle geschehenen Wunder um ein Vielfaches übertreffe. Damit solle in keiner Weise der Wert der Wissenschaft verringert, sondern nur der Ueberheblichkeit der Pseudowtssenschaftler entgegengetreten, werden;. Selbst vom Standpunkt der Naturwissenschaft aus ist die Schöpfung Iii unserem Verlag erschien: n Licht aus dem Westen Erzählung aus der Zeit der Ghettodämmerung von: S. SCHACHNOWITZ Preis: broschiert M3.—, in gediegenem Leinwand M4.— Von der Buchausgabe des bei seinem Erscheinen im „Israelit" mit außergewöhnlichem Interesse begrüßten historischen Meisterromanes des Autors ist noch eine Anzahl von Exemplaren vorrätig. Das Buch sollte in keinem jüdischen Hause, in keiner Jugendvereins- oder Schulbibliothek fehlen, denn es führt Jung und Alt in eine der wichtigsten Epochen der jüdischen Geschichte ein und ist geeignet, Verehrung und Bewunderung für die großen Meister der jüdischen Lehre in die Herzen der heutigen Generation zu pflanzen. Zu beziehen durch jede jüdische Buchhandlung, sowie direkt vom ISRAELIT IL HERMON JÜDISCHER BUCHVERLAG GmbH. FRANKFURT A. M., SCHÜTZENSTRASSE 12 * POSTSCHECKKONTO NR. 19802 als die einfachste Lösung aller in der Natur vornan denen Rätsel anzusehen. Durch eine Fülle von Beweisen, die von mathematischer Klarheit waren, erhärtete der Redner des Abends seine sachlichen, aber zugleich außerordentlich populären Ausführungen. Seine von tiefster Religiosität sowie von ernstester Forschung zeugenden Worte machten auf die Zuhörer stärksten Eindruck. Namens des Vorstandes der Agudas Jisroel dankte Herr Dozent Ehren treu dem Redner für seine packenden Ausführungen und ergänzte sie dahin, daß die Wurzel des jüdischen Menschentums wohl in einer anderen Sphäre als der rein logischen liege, daß aber die Grundidee des Referats* die Einheit von Tauroh und Natur eine wunderbare Frucht menschlichen Forschens sei. Ha Das Jüdische Lehrhaus. Das Jüdische Lehrhaus nimmt seine Arbeit nach den Ferien wieder auf. Am Donnerstag, den 12. Mai beginnen folgende allgemeine Vorlesungen und Arbeitsgemeinschaften: Weltgeschichte (Studienrat Dr. Marbach): 20.15 Uhr. — Jüdische Geschichte im 19. Jahrhundert: 19.15 Uhr. — Moderne «hebräische und jiddische Literatur (Dr. . Rand): 20.15 Uhr. -r- Englisehe Uebungen für Fortgeschrittene (Prof. Dr. Werner); 20.30 Uhr,. — Der Besuch sämtlicher Veranstaltungen ist an diesem ersten Abend frei. Familien-Nachrichten. Geburten: Eine Tochter, Jak. Altmann lind Frau Ruth geb. Falk, Karlsruhe i. B. — Eine Tochter, Erich Zimmermann und Frau Sonja geb. Günsberg, Kwuzah Gewath, Post Nahalal. — Ein Sohn. Adolph Strauß und Frau Marguerite geb. Oppenheimer, Mflano, Via Carpaccia 8. Barmizwoth: Mendel, Sofcn des Herrn Moses Kupferberg und Frau Nechama geb. Fisch, Frankfurt a. M., Rechneistr. 5, 1. j-iiv, 14. Mai. — Felix, Sohn des Herrn Isak Weiß, Frankfurt a. M, Obermainanlage 10, im p3P> 14. Mai. — Günter, Sohn des Herrn Lehrer Aron Höxter und Frau Paula geh, Sachs, Dresden-A 19, , Stormstr. 2, na»- 14. Mai. — Michael, Sohn des Herrn Studienrat Max Münk und Frau geb. Dreifuß, Frankfurt a. M. rnap -ins» 14. Mai. Frankfurter Vereinskalender. Israelitische Religionsgesellschaft, Der Vorträg des Herrn Rabbiner Jos. Horovitz findet am Sonntag, den 8. Mai» abends 8.15 Uhr, in der Aula der S. R. Hirsch-Schule Am Tiergarten 8 statt. Thema: „Zählung — Heiligung des' Alltags". Gäste —- Damen willkommen. Nach beendigtem Vortrag wird Maariw gebetet. Verein Mekor Ghajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: o^n Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal; Chumisch mit Raschi, Herr Julius ,Lewin. .— 4 15 Uhr im Vereinslokal: Mikro Herr Rabb" Et Mayer. — Eine Stunde vor Nacht im Hörsaale, Midraschvortrag; Herr Studienrat Jos. Kaufmann. . . ._ .... .. . Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, foiK e»bv. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, orra« po, Herr Rabb. Dr. Schlesinger, —^ vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mm. Herr J. Soffer. (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 8. Mai: Helene Mayer geb. Bloch-Stiftung. Freitag, 13. Mai: Hermann Goldschmidt-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho im Hörsaale Friedb. Anlage Vortrag des Herrn S. Sehaehnowitz über „Weg'e zu G'tt". ' Agudas Jisroel-Gruppe Frankfurt a. M. Thora und Mussar, Herr Rabbiner Jos. J. Horovitz beginnt diesen Sohabbös wieder mit den allwöchentlichen Mussar- Schiurium: Messilas Jeschorim, Schabbos von 16—17 Uhr, für die Jugend. — C h au «raus Halwowaus, Schabbos von 17.30—18.30 Uhr, für Baale Battim. Sonntag, 9—10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20—21 Uhr für Baalebatim T"7 rtw. (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Staatszionistische Organisation. Am Montag, den 9. Mai d. J., wird Herr Dr. Heinrich Kuhn, Berlin, geschäftsführender Vorsitzender der Staatszionistischen Organisation in Deutschland, in Frankfurt a. M. sprechen. Das Thema des Referates ist; „Drei Programm-Punkte des Staatszionismus in Deutschland", Gebetzeiten. ö->»7p mtp . Freitag abend 7.10 Samstag naavn 6.50 Samstag morg. 8.00 ' Samstag nachm. 1.00 und 5.00 Samstag Abend 8 45 Wocheng'ttesdienst: Häuptminjan in der Synagoge 6.30 2. Minjan 7.30- An G'ttesdienst anschließend : Lernen des o"n -ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 7.15 Tefillinlegen am Morgen 3.45 Gebetzeiten in Wien (Schiffschul). Freitag abend 7.15 Schabbos haschkomo 6.00 Schabbos schacharis 9.30 Schabbos minchah 12.15 und 4.00 Moze Schabbos 8.05 Werktags: Schacharis' 6;00 Mincha 7.00