Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 79 (1938)
- Issue
- Heft 11 (17.3.1938)
- Date
- 1938-03-17
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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mWkrz 1938 ---Nr. 11 Seite; fl Personalien- Breslau, 15. März. Oberkantdc Nathan Jarnitz ist im 82. Lebensjahre dahingegangen. Aus-, einer ^yori ungebrochenem Taürohundv ■ Jiroh-Geiste erfüllten litauischen KehillÖh entstammend; hat er stets die heiligen Ideale seiner Heimat verwirklicht. Als iun-* ger ^.pnsch kam er nach Deutschland und - amtiert*; viele eJahre in Schildberg und dann Jahrzehnt .-hindurch in „der einst 'blühenden Großgemeinde Kempen in Posen. Die letzten .Jahre seines Lebens verbrachte er in Gemeinschaft mit seinen Kindern in Breslau^ufd er-verstand es meisterhaft, durch' sein inniges Chasonus warme Begeisterung;und. tiefes Verständnis1 >für> das Wesen unsrer Gebete, zu erwecken. Sein lauterer Charakter, seine aufrichtige Frömmigkeit und grenzenlose Bescheidenheit sicherten -ihm die Liebe und Zuneigung Aller. .. , . Bei der Bestattung, die am 4. Adar unter großer Beteiligung stattfand, .entwarf der frühere Kempner Raw, Herr Dr. Lewin, das Lebensbild des Heim^ gegangenen und schilderte in ergreifenden'Worten seine edlen Tugenden und sein unerschütterliches G'ttvertrauen, das ihm über alle Schicksalsschläge und Heimsuchungen des Lebens hinweghalf n"3Xjn Fulda, 15. März. Wie eine höhere Fügung empfanden es Alle, daß Hugo Blumenstiel bei Beginn des nar den Seinen entrückt und in den ewigen Sabbat versetzt wurde. Er, der in innigster Verehrung den Ms verbrachte, dem jeder rai7 ViVn ein bitterer Schmerz war. Das starke iinua und die wahre nn»8' die . in diesem seinem Hause in inniger Uebefeinstimmung: der Ehegatten' stets herrschte, läßt die Angehörigen den Schmerz mit innerer Kraft ertragen. Peinliche Pflichterfüllung und Wohltun sind zum nn'j? pp geworden, mit dem Hugo Blumenstiel sich für den D'öViy rav ausgerüstet hat. Bescheiden für sich, großzügig für andere war die Art seines echten rrm. Er hatte die Freude, seine einzige Tochter mit dem gleichgesinnten Gatten in der Erziehung der Kinder in Zedokoh in seinem Hause und in seinem Geiste leben zu sehen. — Der Fuldaer Raw, der dem Hause Blumenstiel vom früheren Wohnsitz in Hersfeld freundschaftlich verbunden ist, würdigte vor einem großen Freundeskreis am Tag der mwj? im Haus die Eigenschaften dieses echten Jehudi vom alten Schlag. , n-axan^ In unserem Verlage erschien: flucht in tlic ficimai Ein Dokument der Zeil von S. SCHAGHNOWIT? Preis brosch. Jl Z__, geb. Jl 3.— Das Budt, 265 Seiten ftark, ift ein Dokument der Zeit uon ergreifender Realität. Gin junger jüdifdier Menfdi aus einer * areUgiöferi, am Judentum nöllig desintereffierten Familie wird nom Sturm der Zeit erfaßt und auf jüdifdien Heimatboden gefegt. Wit der Wacht der Jugend und der Überzeugung reijjt er am Ende audi die Eltern und feine ganze Umgebung mit zur jüdifdien Höhe. Jn ungemein anfdiau- Umen Bildern entrollt fith uor dem Rüge das £eben der HaMdiarah, das neue Werden in Ixzi Jsrael, die Entwicklung der erften orthodoxen Kibbuzim. Jüdtfdies Ceben örtlicher und weltlicher Obferoanz kommen, uon auljen gefto^en,, fich näher und finden fich ootlends auf dem heiligen üäterboden, der zur Heimat der Jungen geworden ift. ^->;y/s/^.M>£ Vermischtes. Jakob Posen-Lernzimmer, Hermesweg, wie alljährlich, ein Jahrzeitslernen statt. Fürsorgeverein für israelitische Nerven- und Geisteskranke e. V. (Postscheck-Konto: Nürnberg Nr. 3527.) Auch zu Purim ruft der obige Verein zur Hüte auf für die Aermsten der Armen. Religiöse Vor Stellungen und religiöse Instinkte haften am stärk sten und nachhaltigsten in der Seele der Kranken sie bilden auch für den Arzt zumeist die einzige Anknüpfung zur Erziehung von Besserung und Heilung. Der W^unsch, den Gesetzen der Religion entsprechend verpflegt zu werden, wurzelt fest in der Seele des jüdischen Kranken. Diesen ihren Wunsch zu erfüllen und mit der Erfüllung dieses Wunsches Licht hineinzusenden in ihr sonst lichtloses Dasein, das ist die .Bestimmung des Vereins und idas muß auch der Wunsch aller Einsichtigen und für Religion und' Menschenliebe erglühenden Glaubensbrüder und Glaubens'stfh'wesiern sein Reichsbund ' jüdischer Frontsoldaten Landesverband Südwestdeutschland. Es sei heute schon darauf . hingewiesen, daß der Reichsbund; jüdischer Frontsoldaten; nach Beendigung der Jüdischen Winterhille 1937/38 — wie im Vorjahre — Sonntag, den 10, April eins Haus Sammlung zu 'Gunsten aller jüdischen Kriegs'Op'f-er durchführen wird Der Vorstand und die .Gemeindevertretung der Israelitischen. Religionsgesellschaft werden ihre Gemeindemitglieder auffordern, die Sammlung der jüdischen Kriegsopfer n,ach allen Kräften zu unterstützen. * Auch wir wollen diese Sammlung der wohlwol lenden Unterstützung aller empfehlen Händeis „Befsazar" zu Gunsten' der Jüd. Winterhilfe. Im Rahmen des laufenden Programms wurde zu Gunsten der Jüdischen Winterhilfe „Belsazar" wiederholt. Wir haben ja die Aufführung erst kürzlich einer eingehenden Würdigung unterzogen. Im Großen Schlußfeier in der Samson Raphael Hirsch-Schule. I un(j Ganzen läßt sich sagen, daß wir bei dieser zwei Zu der am Sonntag, den 27. März, pünktlich um J ten Aufführung einen vielleicht noch stärkeren Ein- 11 Uhr-i vormittags stattfindenden1 S c h 1 u B i e i eir1 J""~1- •■*i--. j~~.i.-.iv„-—^u„«-^uÄ, t ~«—« Hamburg, 15, März, Am 3. März fanden unter Vorsitz des Herrn Oberschulrat Dr. Oberdorf f er die Abs c h lußprüfungen an der Talmud Tora- Oberschule statt. Das Abschlußzeugnis, das. dem früheren Reifezeugnis für die Obersekunda entspricht, wurde allen 51 Schülern der beiden Obertertien und allen 38 Schülern der Untersekunda zuerkannt. — Die Abiturientenprüfung bestanden sämtliche 13 Schüler und Schülerinnen der beiden Primen mit gutem Erfolg. Herrn Franz Ollendorff, Vertreter jüdischer. Verlage in Darmstadt, Mauerstr. 20, haben wir .die Vertretung des i,Israelit" und des Hermonverlages" | für Darmstadt und Hessen übertragen. Alle Schriften des Hermonverlages sind bei ihm zu jeder Zeit v o r r ä t i.g zu erhalten. . Die Frankfurter Woche* müssen aus raumtechnischen Gründen K a r ten ausgegebenwerden. Für di,e Eltern der abgeRenden Schüler(inrien) werden im^.Sekretariat der Schule bis Dienstag, den 22'.'"März" einschl. Karten reserviert. I Der restliche Teil der Karten steht den' Freunden^' druck hatten, als damals. Die musikalische1 Leitung hatte wiederum Dr. Nathan Ehren reich,;;der djem Werke ein .Hebevpller Interpret war. Die Chöre sängen''klangschön undV tonreich. An Stelle des ^enünde¥t'eh Hermarin Scher,.: 'sang diesesmal Herr Julius P fe i s s ä c 'h o w'i t!s c?h (Baritön) die Partie unserer Schule ab Mittwoch, dein 23. März^ zür «Vei*-' f djesjßyrus: <Die;,anderen Solopartien lägen, genau;,wie fügüngi,. Ohne. Eintrittskarte ist (der Einlaß nichjt I; bjeii.der .ersten, Aufführung, fjn, den Händen von Aenne möglich. . . LGr 6 ß (SopranV und J. Dresdner (Tenor), & ,, ,{. ,(._. ..,-«•;.- .',- Ü'lj'l i jj.jj; V. j_t x--t \;t>;t:r ■>-. ■ ,. * Bekanntgabe der Israelitischen Religionsgesellschaft. Der für .Sonntag, den 20.. März* angesagte .Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. J. Merzbach, Darm- . wr stadt, püßte v.ers.ch.o.ben werden. « T, in H. Warschau, Twarda 29. A. K. Briefkasten; Bisher ist nur )•>:;-;,••' , >r.'r>,.J tder Bandi zu.c.;Sphejnioth" erschienen.v.Er umfaßt an- Pessach-Dinim im- Mekor. Chajim.j';■{ I näherndi_20Q;Seiten.^Der.Preis.ist uns -nicht bekannt. Im Rahmen , ctes üblichen Dinim^S.chiürs \am:-LU,eber .(Siefen.?jwrie.r<über alles'.andere .gibt Ihnen(d§r Schabbos, Vormittag n^ch '"Sch^l'^nter ^Leitung.'.; | "V]erIag;"Aus}cänft. Rabb.-Äss. Dr. fi.1 P ö s 'e n' werden nunmehr l'aüfehd die einschlägigen! Yorschrift'en für Pes^acli behandelt. Außerdem'-ist vorgesehen/ daß ^wieiiimi Vorjahre einige Sondervorträge über ma bv tTri stattfinden, wozu auch Frauen, eingeladen werden. Nähere-.An.- r^defe'nochjiibe- ' < Famiiien-Nachrichlen. ■> B a'r mizwb h .• Dago, Sohn des Herrn ^ie^frjed H|iibe- I: hü! gaben des.. Zeitpurtk;te$^ kanntgege|e»i..; W' ftZ^ . Ü ". . HfJakob Pos|jp'Vfitf^J^^tslernfn^ Anläßlich ijjleaf|M*ieit)|[lffif %ak8^j(6sen<'|j^^r findet Montag, den 21. März,' abends 8.30 Uhr, "im linowski * un^ Frau Herthahgeb. Lewenberg, Bei - 1 jjn;NW. 87, Ejberfelderstr. ijt S fn>, 19.! März, äStynagoge Adaßj: J.isroel, Siegmundshpf 11. m j ÜH! 'Ii .> Vermähl[te; , A. E. Bblak, ,Groningei|i( (flmitmther!rHir^?-'Zw^^''l¥ä«ung Synagoge" ZwHlJc; 2a: Adar. 1 1 Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft. Der Vortrag des Herrn "Rabbiner am Sonntag, den 20. März, 8.30 Uhr in der Aula der S. R. Hirsch- Schule, hat zum Thema: „Die, Stufenfolge der Erlösungsfeste". Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der ' Synagoge : qti Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 3.45 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: apy» y>y Herr Rabb. H., Mayer. Schabbos abend 8,45 Uhr Tnach-Schiur des Herrn Rabb. H. Mayer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fiai« w. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, omaa pa, Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, inaa. Herr J. Soff er. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: ruM" Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (r>Vin) /8i»J Herr Rabb .Dr. J Breuer, i. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, nie?»' Herr R;-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokai; Gemoro, Herr <R.-A. Dr. E. Posen. >! Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 20. März: Theodor Mayer-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho Vortrag des Herrn S. Schachnowitz „Opfer der Gegenwart". Agudas Jisroel-Gruppe Frankhirt a. M. Thora und Mussar. Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim rv ma. — Schabbos 11—12 Uhr o»n m« und 16—17 Uhr Mussar für Jugendliche. Herr B. Rachelsohn, nina r\xm Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6c! y Herr Dozent J. Ehrentreu. Min mit cwian, Sonntag nach nma n^sn, Uhlandstr. 39.1- Herr R.-Ä» Dr. E.Posen avn nisa, Sonntag nach nnan Uhr, Wittelsbach'er Allee 11, , Herr J. Sofer, '»"i' täglich 12-13 Uhr am Sonn^ tag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb- Feuerwerger (f. JugendJ.). Sonntag20-30- (AJJ.e anderen Schiurim wie üblich.) Arbeitsgemeinschaft jüdischer Amateurphotographen, angeschlossen dem; Jüdischen Kulturbund Rhein-Maiii. Donnerstag, 24. März: Lehrkurs von Herrn Emil Wertheim: „Phototechnik auf Reisen", 20.30 Uhr, Cafe Esplanade. Ji: llf: Gebetzeiten. -'is r\2w '•' :!V -l- - Freitag abend 6.05 ' : Samstag .nnaBrn 6.50;; Samstag mftrg.. 8.00-.. Samstag,na^hm;1.0Q und.4.30 Samstag Äbend 7.25 "' Wöcheng'ttesdienst: ,( Haüptmihjan in der Synagoge 6 30 2. Minjan 7.30- An G'ttesdienst anschließend: Lernen desD"n npa-; Vereins imjtförsaal, ( . Nacjbroittags.'b 00? „'; » i; 'V 'I.; i J Tfefillinlegeh ani Motgen 5.35 ,! •,:•: iii