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Der Israelit · 1938-02-24 · Heft 8 (24.2.1938) · page 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 8 (24.2.1938)
Date
1938-02-24
Page
– (sequence 16)
Language
German
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Seite 88 Auf dem Wege zum Auto, das außerhalb des Dorfes auf uns wartet, kommen wir am Brunnen vorbei. Gebannt bleiben wir stehen. Man vergißt Ort und Zeit und fühlt sich um Jahrtausende zurückversetzt. Ist das nicht die Illustration zu einer Erzählung aus der Bibel? Könnte dieser bärtige Greis, der seine schwer- ' beladenen Kamele zur Tränke führt, nicht Elieser sein? Oder jenes Mädchen im f altem*eichen Gewände, mit dem schöngeformten Tonkruge auf dem Haupte, nicht Rachel, die zum Brunnen hinabsteigt, um ihre Herden zu tränken? — Malerisch liegt nun das Dorf im Hintergründe, wunderbar der Landschaft eingefügt. Aus den Höfen steigt abendlicher Rauch zum tiefblauen Himmel, ein Bild des Friedens. Schwer fällt der Abschied von dieser Idylle. Welch ein Gegensatz zwischen diesem biblischen Bilde und dem auf uns harrenden Auto, das uns in rascher Fahrt nach Tel Awiw zurückbringen soll! Es ist eine Fahrt von unbeschreiblicher Schönheit durch eine palästinensische Vollmondnacht. Das Auto hat auf dem Wege eine Panne, wir sind indessen über diesen Zwischenfall gar nicht mißmutig, denn sehr rasch vergeht die Wartezeit bei Gesang, was sogar Araber aus der Umgebung als' Zuschauer anlockt. Jahrhunderte mögen wohl verstrichen sein, seitdem in diesen Bergen und Tälern das hebräische Lied verklungen ist, Der Blick schweift über ein weites, zauberhaft schönes Tal, das vom magischen Licht des Mondes überflutet ist. Es ist das Emek ha Ela oder „Terebinthental". Hier standen einander die Heere Sauls und der Philister gegenüber, hier schlug David den Riesen Goliath. Damals erklangen in diesen Tälern die Dank- und Jubellieder der siegreichen Scharen Israels und heute, nach Jahrtausenden, erklingen sie wieder in gleicher Sprache aus dem Munde der Nachkommen, die nun aus fünf Erdteilen heimkehren, um ihre Heimat nach jahrhundertelanger Verwüstung wieder aufzubauen. — Der Ruf des Chauffeurs zum Einsteigen entreißt uns solchen Gedanken und Träumen. Nach stundenlanger Fahrt durch die Nacht erstrahlt vor uns das Lichtmeer von Tel Awiw. Aus einer Welt vergangener Jahrhunderte kommt man in eine neue Welt. Dr. K. Schieber: „Aus Jüdische Jugend". Lösung der Quadraträtsel. 3 2 1 3 2 1 a I i I n \ i n 1 3 | d j i k | i 2 i | n | 5 2 n"i w j s 3 ™^ j i n 3 Richtige Lösungen sandten ein: S. Aftergut, Frankfurt a. M., Martin Friedmann, Ffm., Walter Sänger, Ffm., Heinz Merzbach, Firn.; Gertrud und AileiAe Katz, Nürnberg; Marianne und Julius Rosenthal, Berlin; ,.Die Drei von der Rhön"; Triesel Reinhold, Tann i. d. Rhön, Horst Jüngster, Tann i, d. Rhön, Gert Moses, Tann i. d. Rhön. Liebe Kinder, wenn ich nicht jedem von Euch auf die mir gesandten Karten und Briefe geantwortet habe, so bitte ich vielmals um Entschuldigung. Zu meinem großen Bedauern kann ich Eure Wünsche nicht alle erfüllen, werde jedoch versuchen, sie soweit wie möglich zu berücksichtigen. Auf die Purimnumraer des „Kleinen Israelit" freut Ihr Euch? Hoffentlich werdet Ihr in Euren Erwartungen nicht getäuscht, Eines davon will ich Euch schon heute verraten. Es gibt wieder eineUeberraschung! Ihr wollt auch am „Kleinen Israelit" mitarbeiten. Wir haben doch schon oft Rätsel, Aufsätze und Gedichte von Euch gebracht, und auch in der Folgezeit sollt Ihr zu Wort kommen. Für . die Zeit zwischen Purim und Pessach brauche ich Euch alle als Mitarbeiter. Jeder von Euch soll seine Kraft in den Dienst des „Großen — und Kleinen Israelit" stellen. Die kommenden Wochen sollen Werbewochen .sein. Jeder von Euch muß wenigstens einen Abonnenten werben. Probenummern stehen Euch vom Verlag gern gratis zur Verfügung. In allen jüdischen Häusern muß der „Israelit" gelesen -werden. Seit 78 Jahren kämpft er für Tauroh und G'ttesJehre. Wer den „Israelit" liest, ist nicht nur über die Tagesereignisse, Auswanderungsmöglichkeiten und Palästina unterrichtet, sondern findet Kraft und religiöse Belehrung in den Schriften unserer Lehrer, Aber auch für den Hermonverlag, der den „Israelit" druckt, sollt Ihr werben. Alle Arten von Drucksachen, sei es für Privat oder Geschäft, werden hier hergestellt. Tüchtige Drucker und Setzer, die modernen Maschinen bieten eine Gewähr für mustergültige Ausführung der Aufträge. Jede Arbeit ist seines Lohnes wert..' — Für Eure Bemühungen und Arbeit hat der Verlag wieder schöne Geschenke zur Verfügung gestellt. Frisch an die Arbeit!

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