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Der Israelit · 1938-01-20 · Heft 3 (20.1.1938) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
79 (1938)
Issue
Heft 3 (20.1.1938)
Date
1938-01-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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2CB:Januar -1938 -Der Israelit Nr. 3 Sei$e 11 Die Frankfurter Woche* u Chajim David Katz ^»f. Von der Frankfurter Jeschiwa wird uns geschrieben: . . Vom Heiligen Lande kommt uns die erschütternde Kunde, daß Gh. D. Katz'in Jerusalem während der Arbeit in 'den- Steinbrüchen von Giwath- Sehaul im jugendlichen Alter von. 29 Jahren einer arabischen Mörderhand zum Opfer gefallen, ist. Mit der schwergeprüften "Familie trauert auch die Jeschiwa um den Verlust eines treuen Schülers, den sein Weg von der :Jeschiwa zurück in die ungarische Heimat führte, die er verließ, um, erfüllt von den großen Aufgaben, zu deren Lösung auch das bescheidenste jüdische Leben sich berufen weiß, sich in die stattliche Schar jugendlicher1 Pioniere einzureihen,- die auch die Frankfurter Jeschiwa nach dem Heiligen Lande entsandte, um mit ihrem Leben der Herrschaft der Thora den Boden zu erobern. In diesem entsagungsvollen Kampfe -fand sein Leben als schlichtes Mitglied der Poale Agudas Jisroel reichste Erfüllung. Die verruchte Mörderhand konnte wohl sein junges hiniediges Leben zum vorschnellen Erlöschen bringen, ihm jedoch den endlichen Sieg, um den es heldenhaft gerungen, nicht entreißen. Denn „G'tt, der in Zjon thront", dem dieses Leben in stiller Bescheidenheit gedient, dessen heiliges Blutopfer in Ihm den rächenden Annehmer finden wird, sichert seinen Gerechten über d.en Tod hinaus das „Erbe des Landes" zu, das sie geliebt und für das sie gelebt, und die ihre Liebe mit dem Tode besiegelt haben. - *"3SJfl Vortrag im Mekor Chajim. Im Rahmen der Sonntagnachmittag-Vorträge spricht diesen Sonntag Herr Rabbiner Dr. Bamberger, Mainz, über „Messianische Gesichtspunkte in der Halacha". Der Vortrag findet anschließend an- Mineho im Hörsaal statt (4,45 Uhr) .und erwarten -wir rege Beteiligung. Gäste, Damen und Herren, herzlichst willkommen. Briefkasten. Unwissender in F. _ 1. Der Synagogenchor war nach Kr. eingeladen und nicht von der IRG, delegiert worden. 2. Der wvvn starb 1760 im Alter/voiT 61 Jahren. 3. Der Brauch ist begründet in den „Sprüchen der Väter" 5. Mischna 25. . 4. itfy heißt Reichtum, ~>vs dagegen Glück, was nicht immer das gleiche ist. anwyi nNmy< in Anlehnung an das Alter von Moses und an die-Stelle; in Genesis-Kap. 6,-V. 3. '■ < ■ 6. Diese Form zwischen zweiterrfund .dritter Person ist, in der Bibel, besonders.. in .-de,nwPsjdmen,.f nicht ungewöhnlich. . ' f. Unter der bei uns bedingten Raumbeschränkung"' müssen' wir auf weniger interessante Berichteverz&hlen. .. . J.~|C» in H. Ihre Sendung mit vielen anderen zum Thema jhaben wir dem Fragesteller zur gemeinsamen Bearbeitung zugeschickt/ ffildesheim. Am 18. Mäi 1940 (10. Tjär). J. W. in K. Iii ersterehi' Falle K'TT'S/ im zweiten SS'l 'Si ■ ■■ ■> S. L. in St. Dein Vorschlag freut uns. Jede Woche geht es leider nicht,?} aber öfter als bisher wird nun der „Kleine Israelit"; erscheinen. Gruß. Familien-Nachrichten. Geburten; Eine- Tochter, Ljchok Ansbaeher und Frau Henny geb. Loewenstein, Kfar Pinnes- Karkuri Barmizwoh: Tobias, Sohn des Herrn W. Wolf und Frau Selma geb. Klein, Amsterdam C, Sarphatistraat 98, 1. nann mv- Wochenkalender. Vom 22. -• 29. Januar 1938 / Vom 20. — 27. Schebat 5698 : j: SJT Samstag 22 20 nrcinn Sonntag 23 21 'y>; Montag 24 22 w ■ Dienstag Jan. 25 aap ■' 23 TB Mittwoch 26 24 V Donnerstag 27 25 n« Freitag ' 28 26 V Samstag 29 27 ■ 5 . vim l'sian d*bswb Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschait Am Sonntag, 8.15 Uhr abends, Vortrag des Herrn Gemeinderabbiners über das Thema „Soziale Ethik in Familie und Gemeinschaft" in der Aula der S. R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul Mikro, Herr Willi Wolf Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: ow Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm 3-15 Uhr im Hörsaal: ChumLschmit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: apy» ]">y Herr Rabb. H. Mayer. — abends 8.30 Uhr im Vereinslokal: „Das Buch »nn» ", Herr Rabb. H. Mayer (auch Damen). Sonntag nachm. 4.45 Uhr im Hörsaal: „Messianische Gesichtspunkte in der Halacha" Rabb. Dr. Bam berger, Mainz. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fMR t\W> Herr S. Schachnowitz. —: vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, onia« pn, Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Kim, Herr J. Soffer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: na»»- Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (r»ViiO unn» Herr Rabb .Dr. J Breuer. Dienstag . und Freitag morgens nach Schul, fttff»' Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitungen. Schabbos, 22, Januar: Josef Grebenau-Stiftung. Sonntag, 23. Januar: Maximilian Michel-Stiftung. Donnerstag, 27. Januar: Simon Altmann-Stiftung. Freitag, 28. Januar! David Frankenthal-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho im Hörsaale Friedberger An- ' läge, Vortrag des- Herrn S, Schachnowitz ,;Die ersten und zweiten Gesetzestafeln'1. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim r» inaa. — Schabbos 11—12 Uhr Q"n m« und 16—17 Uhr Mussar für Jugendliche. Herr B. Rachelsohn, mna napa Dienstag 20.30 Uhr. Sandweg 6 c. Herr Dozent J. Ehrentreu, »»in mit D'^nsn, Sonntag nach nma Jüan, Uhlandstr. 39.1. Herr R.rA. Dr. E. Posen avn nisa, Sonntag nach rmaa Uhr, Wittelsbacher Allee 1.1. Herr J. Sofer, »av tpr, täglich 12-13 Uhr am Sonntag lT-12 Unr, Hans Handwerkstr. 18. I. Herr Rabb. Feüerwerger (f. Jugendl,). Sonntag 20 30- 21.30 Uhr, Dienstag, 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, l"V naa Agadische Abhandlungen aus ma« rooa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15=16 Uhr, kjpsö «aa, Fichtestr. 5. ^'"^--^ Z-SJJ -2.^-- * Herr Zuntz, a^n nllK, Sonntag nach n»m», Rabbinatszimmer Friedberger Anläge' 4. " Der Schiur vor fl>*in» unter Leitung des Herrn Zuntz: ^nfogtr.fni)__findet um 6-15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. Gstatt. Jüdische Frauen Vereinigung und Agudistische Frauenortsgruppe. Am Montag, den 24. Januar, abends 8.45 Uhr, wird im Hörsaal Friedberger Anlage Frau Rabb. N e u h a u s aus eigenen Schriften vorlesen. Gäste, Damen willkommen. Gebetzeiten. nn* narc Freitag abend 4.35 Samstag naawn 7.00 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag Abend 5.55 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 7.00 2. Minjan 7.30- An G'ttesdienst anschließend: Lernen desö"n *ip»- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 30 Tefülinlegen am Morgen 7.10 Letzte Nachrichten- ' Die Einweihungsfeierlichkeiten der neuen Synagoge im Haag. Den Haag, 17. Jan. Wie in der vorigen Nummer des „Israelit" kurz durch Illustration mitgeteilt, fand am Donnerstag, 13 Januar, die Einweihung des zweiten G'tteshauses der Nederlandsche/Israelitische Gemeente im Haag (Carpentierstraat) statt. Die> Feier begann mit den üblichen Gesängen. Alsdann wurde vor geöffnetem. Oraun H.akaudesch die TefÜlöh;. für das Königliche. Haus gesprochen. Nach beendetem Mäariwgebet sprach Herr Oberrabbiner Ma%rsen, der den Stiftern der'neuen Stätte dankte uh"d dann in seiner Festrede einen Vergleich zog zwischen der heutigen Zeit und den früheren Epochen der Geschichte. Durch die Ausdehnung der großen Städte bestehe immer die Gefahr, daß sich die jüdischen Menschen vom jüdischen Milieu mehr und mehr entfernen. - Durch den Neubau bestehe nunmehr die Möglichkeit, ein neues' geistiges Zen-< trum zu schaffen. Chor- und Gemeindegesang beschlossen die Feier. Vor wenigen Jahren ist — entgegen der Meinung vieler Gemeindemitglieder — ein zweites G'tteshaus in der Nähe der Großen Synagoge, die in der Waagenstraat steht, errichtet worden. Der Wegzug aus dem alten Judenviertel hat zur Folge gehabt, daß diese Synagoge in der Niluwe Moolstraat geschlossen wurde und nunmehr wahrscheinlich nur für Jugendg'ttesdienste verwendet werden wird. Die auch durch starken Zuzug von Juden aus Deutschland vermehrte Zahl der Juden im sogenannten Bezuidenhoutbezirk mußten sich mit einer Synagoge in der dritten v. d. Boschstraat behelfen, die räumlich in keiner Hinsicht den Ansprüchen mehr gewachsen war. Es wird sich wahrscheinlich die Notwendigkeit ergeben, auch im südwestlichen Stadtteil ein neues G'tteshaus zu errichten, da auch hier ein verhältnismäßig starker Zuzug zu verzeichnen ist. Die Nederlandsche Israelitische, Gemeente besitzt außerdem eine Synagoge im Vorort Scheveningen, wo ferner in einem größeren Betsaal nach ostjüdischen Minhag täglich gebetet wird und wo regelmäßig Schiurim abgehalten werden. Die jüdische Bevölkerung der holländischen Residenz zählt heute rund 16 000 Seelen und ist gerade in den letzten Jahren nicht unwesentlich gestiegen. Ungarn überprüft die Staatsbürgerrechte. Budapest, 19. Jan. In der Grenzstadt Nyeregyhaza im Nordosten Ungarns hat eine Kommission des Innenminsiteriums mit der Ueberprüfung der Staatsbürgerrechte ,in^4»n Grenzkomitaten, in denen, in dem^ letzten Jahrzehnt ein ständiger Zustrom von Fremden zu beobachten war, begonnen. Bereits für die erste Woche sind 4500 Vorladtfngen an Personen ergangen, deren Staatsbürger-rechte den Behörden zweifelhaft erscheinen, vor allem an Juden, die aus Galizien eingewandert sind. Die Vorgeladenen müssen den Nachweis erbringen, daß sie ihre ungarischen Staatsbürgerrechte vor 1921 erworben haben oder daß ihre Vorfahren mindestens seit 1851 in dem Gebiet des gegenwärtigen Ungarn gelebt haben. Die Ausweisungen in Brasilien. B e r 1 i n , 19. Jan. Wie der Hilfsverein erfährt, handelt es sich bei den „Judenausweisungen" aus Brasilien) über die berichtet wurde, insgesamt um 3 0 Ausweisungen aus Rio de Janeiro und 11 Ausweisungen aus S a o Paulo; davon wurden nicht allein jüdische, sondern auch andere Einwanderer betroffen. Es handelt sich dabei um Einzelfälle, besonders wegen politischer Unzuverlässigkeit. Es ist auch betont worden, daß den Maßnahmen der brasilianischen Regierung keinerlei antijüdische Tendenz zugrunde liegt. Nach weiteren Berichten aus Rio de Janeiro ist die Ausweisung der übrigen illegal ins Land gekommenen jüdischen Einwanderer aus Deutschland nicht mehr beabsichtigt. Es wird berichtet, daß etwa 1000 Personen, die von der Gefahr der Ausweisung bedroht waren, die Möglichkeit gegeben werden soll, ihren Status zu legalisieren. Die brasilianische Regierung setzte eine Kommission ein, die die gegenwärtigen Enwanderungsgesetze abändern soll. Dadurch soll die Einwanderung von Technikern und landwirtschaftlichen Einwanderern ermöglicht werden. Ferner soll die Kommission den Status der jüdischen illegalen Einwanderer festlegen. Im Allgemeinen zeigt die Haltung der neuen brasilianischen Regierung, daß sie Verständnis für die schwere Situation der neu Eingewanderten besitzt.

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