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Der Israelit · 1937-12-30 · Heft 52 (30.12.1937) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 52 (30.12.1937)
Date
1937-12-30
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 74 Elijahu antwortet. Liebe Kinder, heute hört ihr eine Stimme aus einer anderen Welt. Diese Stimme ist euch wohl fremd, aber ich selbst bin euch kein Fremder. Ihr kennt mich wohl, denn ihr habt schon manchmal von mir gehört. Ihr wißt, wie ich dem schlechten König Achab entgegen getreten bin. Am Ausgang des yy> werdet ihr daran erinnert, wie ich auf dem Berge Karmel die Baalspropheten zu Schanden gemacht habe, und das Volk überzeugend ausrief: tr^xn KW TI „Der Ewige ist der wahre G'tt." In die Wüste mußte ich fliehen, weil mir die Königin Isebel nach dem Leben trachtete. In einer Höhle mußte ich übernachten. Ein Sturm zog an mir vorüber, dann ein Erdbeben, dann ein Feuer, zuletzt ein sanites Säuseln, darinnen war G'tt. Und während ich mit Elischä an den Jordan ging, kam ein feuriger Wagen mit feurigen Rossen, trennte uns voneinander, und im Sturm fuhr ich zum Himmel empor. . » Ich bin euch kein Fremder. Am Sukkausfest besuchen euch Abraham, Isak, Jakob, Josef, Moses, Ahron und David. Am Peßachfest bin ich zweimal euer Gast, und immer steht ein Glas . Wein für mich bereit. Und wenn ihr gegessen und getrunken habt und G'tt dankt für alles, was er euch gegeben, dann gedenkt ihr meiner. Und wenn der Sabbat zu Ende, und wieder die Sorge der Woche beginnt, dann singt ihr das schöne Lied tPlM W^K« Ich bin euch kein Fremder. Wo Not, Sorge. Entbehrung und Entsagung sich eingenistet, muß ich hingehen und helfen. Nun bin ich von euch gerufen worden im „Kleinen Israelit" am. 16. Marcheschwan, Eine „Eingabe" an mich ist eingereicht worden bei dem ]H rpn« Ich hätte ja gerne dem Schreiber direkt geantwortet, aber die „Eingäbe" trägt keine Unterschrift. Ich weiß wohl, wer der Schreiber ist, er ist einer von den Ö^Ttt' seine große Bescheidenheit verbietet es mir, seinen Namen zu nennen. Man hat mir nun den „Kleinen Israelit" zur Beantwortung der „Eingabe" zur Verfügung gestellt. Also an einem Freitagabend ist's gewesen, da hat es unter der Schabboslampe in Anwesenheit der „Friedensengel" so einen kleinen Streit gegeben, den eigentlich ich veranlaßt habe. Aber, ich will euch mal verraten, ich bin( auch dabei gewesen, habe mich aber an dem Streit nicht beteiligt. Ein frommes Haus ist's, in dem ein jeder gastliche Aufnahme findet. Der Vater streng religiös, die Gattin fromm wie unsere Stammmutter Sarah, die Kinder brav und gut. Nur der Herr Herbert möchte gern zuweilen seine eigenen Wege gehen. Aber er liebt Vater und Mutter und tut nichts, worüber sie sich gramen würden. Und nun, 1. Kinder, es ist so wie der Väter sagte. Das letzte Wort des letzten Propheten. (Maleachi) lautet: „Gedenket der Lehre Mosches, meines Dieners, dem ich am Choreb für ganz Israel Gesetze und Rechte geböten habe. Siehe, ich sende euch Elijah, den Propheten, bevor kommt der große und furchtbare Tag des Ewigen. Und er wird zurückführen das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu den Vätern." Das will sagen: Bevor der Moschiach kommt, muß ich dafür sorgen, daß Väter und Kinder in ihrem religiösen Fühlen und Wollen ganz übereinstimmen. Solange nicht ganz Israel einmütig auf dem Boden der heiligen Tauro steht, wird der Moschiach nicht kommen. Bei dem Auszug aus Mizraim waren viele, die nicht verdienten, erlöst zu werden; sie starben während der drei Tage der Finsternis. Es ist, 1. Simon, nicht immer so, daß Eltern und Kinder ein und denselben Weg gehen. Fromme Eltern müssen oft zu ihrem Leid erleben, daß ihre Kinder, wenn sie hinaus ins Leben treten, das, was uns heilig und teuer ist, zur Seite , schieben, das Alte als veraltet ansehen, das nicht mehr für die heutige Zeit paßt. Im Hause Abrahams war es anders. Als Abraham und Isak. nach dem Berge Moria gingen, da heißt es zweimal nn1 DiT'lEMDV'l' „Abraham und Isak, Vater und Sohn, der als Opferer, dieser als Opfer, gingen den für beide schweren Weg einmütig und in gleicher Gesinnung." Das muß das ewige Vorbild sein, „das allen Vätern und Söhnen vom Hause Abrahams den Weg weisen soll, den sie zusammen zu gehen haben. (H). Freilich, es kann zuweilen auch so sein, daß die Kinder den Eltern nicht zu folgen brauchen, ja, nicht einmal folgen dürfen. In der heiligen Schrift (3. B. M., K. 19, 3) steht's geschrieben: •niottm' Tinnip n*n iNT>n vasi i»k Jeder ehrfürchte seine Mutter und seinen Vater, und meine Sabbate beobachtet. Ehrfurcht gegen die Eltern und Heilighaltung des Sabbats stehen in einem Satze nebeneinander. Sagen die Weisen: dem Kind.esgehorsam gegen die Eltern ist eine Grenze .gezogen. Wehn die Eltern von den Kindern fordern, :den. Sabbat zu entweihen, oder ein anderes g'ttliches Gesetz zu entweihen, dann dürfen die Kinder nicht gehorchen. Höher als das Gebot der Eltern steht das Gebot G'ttes, Ein geschichtliches Beispiel: Als ich noch Pinchas war, empörten sich Korach und viele, andere gegen Moses und Ahron. Die Erde öffnete ihren Mund und verschlang die Empörer UT1Ö ti}? n*lj?: »331-aber die Söhne Korachs blieben am Leben. Sie hatten das Verwerfliche des Vor-, gehens ihres Vaters gegen die großen Männer, erkannt und trennten sich von ihm. Und . sie wurden die Väter der g'ttbegeisterien, Sän|eri

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