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Der Israelit · 1937-12-30 · Heft 52 (30.12.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 52 (30.12.1937)
Date
1937-12-30
Page
– (sequence 11)
Language
German
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sojialien; .1: München, 14, -Dez. .Zum Ableben;vbh-: Ufizbi •Ä s c h^e r in Tel Awiw wfrd uns -aus München Jöoch geschrieben: d/-_ ' , :\; . -' Tiefbetrübt; empfingen", \irir aus Erez. Jisroei die Kundejidaß Urizbi & s c h e r plötzlich verschieden ist. Sein Name.' ist mit;der; Geschichte von „Okel Jakob" in denL letzten zwjei Jährzehnten aufs engste ver- ' Unüpft^Äls Vorstandsmitglied" übernahm er stets gerne Arbeitsreiche ünH schwierige Erledigungen und führte sie aufiGrund seiner Vielseitigkeit und Geschicklichkeit erfolgreich •, durch. Wegen seines aufrechten Wesens, seiner Selbstlosigkeit und seiner Hingabe an alles Jüdische war "er .in. allen. Kreisen hoch geschätzt. Er hatte nur Freunde. Sein Wirken wurde wesentlich gefördert durch die Mitarbeit seiner Frau, die ihm in idealer .Weise Gefährtin und Beraterin gewesen ist. Auch an . seinem Lebensäbend, den er im heiligen Lande verbringen durfte, war er erfolgreich im Kehilo-L'eben tätige. Dort",,könnte er befriedigt .auf sein Leben zurückblicken,' auch im'! Bewußtsein, .;daß Kindermund Enkel in Nah-uaid Fern treu'zur Trkdition seines Haus.es^stehen und sie nach seinem Tode ebenso treu weiterpflegen werden. Mönchsroth b. Dinkelsbühl, 26. Dez. Am 2. Januar 1938 -vollendet Herr Gustav E r 1 e b ä c h e r in körper?icher und ' geistiger Frische sein "60. Lebensjahr. Sil': über 35 Jahren wirkt er als Kantor und-Lehrer unermüdlich, aut dem Boden des gesetzestreuen, Ju* dentums. In seinem überragenden G'ttvertrauen 'und seiner tiefen religiösen Gläubigkeit liegt seine Stärke. All rdie Jahrzehnte gab es für ihn nur ein Ziel, die Jvtgje'ntl sowie das; Alter dem orthodoxen Judentum zu "erhalten. Möge es ihm< nqch lange vergönnt sein, weiter in diesem Sinne zu wirken, v*9w»r. Hersfeld, 26. Dez. Unsere Gemeinde hat durch den Tod ihres Gemeindeältesten Josef Bacharach einen schweren Verlust erlitten. Der bekannten Gemeinde lilhißa entstammend, sah er seinen Stölz J darin,, in iljren Traditionen zu leben. Mit% Liebe, rhinger an seinem alten Lehrer Emmerich ^*ST dem er sein gutes jüdisches Wissen verdankte. -Er war glühender Freund der Thora und oft und gern 'unterstützte er Jeschiwoth und alle echt jüdischen Institutionen. Seine wahrt* 1 •;--'iig*keit zeigte sich, wenner mit n"n zu^nmenk. ./ie freute er sich da mit •Ccin Armer wandte sich 'tjgao nahm er jeden auf ■fahrzelintelang erfreute ■..ie mit seinen schönen, e,i"°m. •■■:>'■ i^c- ' vergebetrs *'tiff ihif und si/ chte ihm .»r pt i zu hei pn unsere Ger althergebrachten Nigunim. Bei der B e s t a t t u n g' schilderte Herr Rabbiner Dr. Cahn in trefflichea Worten das Leben dieses^ wahrhaft guten Jehudv.' Vermischtes. Nürnberg, 28. Dez. Im Rahmen der von der Agudas Jisroel-Orts- und Jugendgruppen Nürnberg veranstalteten wissenschaftlichen Vortragsreihen sprach vor einem zahlreichen Publikum Herr Seminarrabbiner S. R. Weiß aus Würzburg über „Rabbi Jisracl Salanter und seine Zeit". In einer ungemein fesselnden Darstellung zeichnete der Vortragende ein Lebensbilddieses Großen, der nicht nur durch die überragende Scharfsinnigkeit seines Verstandes und durch die Kraft seiner schöpferischen Begabung ein anerkannter Meister der Lehre war, sondern 'durch die Wiederentdeckung des Mussars zur Verwirklichung in. der religiösen Lebenspraxis ein wahrer Führer des jüdischen Volkes wurde. Der Ref erent (beleuchtete die geistesgeschichtliche Situation des jüdischen Ostens zu Beginn des vorigen Jahrhunderts, wo die führenden Kreise in. ungesünder Ueberstel« gerung der intellektuellen Werte in ..der Fähigkeit des Lernens den einzigen Gradmesser iur Be.uirtej« hing der. jüdischen Persönlichkeit 'erblickten.- Die Folge davon war, daß die religiösen Gemüts werte' nur von den ungebildeten Schichten-der jüdischen Bevölkerung gepflegt wurden,-- Hier-erstandder t jiddischen;Welt -in Rabbi ..Jisrael . Salanter die. Per^i sönlichkeit,. die alle Voraussetzungen' 'in .sich vereinte^ um schon allein durch die beispielhafte' Wgen^! Lebensführung die auf'Müssär gegründete tErzi'ehtin'gslehrein der Öffentlichkeit durchzusetzen. Seine: Be^: scheidenheit, die seine wahre ethische und geistige Größe verbarg, seine tätige Anteilnahme an dem Schicksal jedes Einzelnen und. seine wunderbare Menschenkenntnis, sicherten ihm den Erfolg seiner sich selbst gesetzten erzieherisc.hen Aufgabe. — Herr Rabbiner1' Weiß,":\ der das "-nach #en i-Mussär<-u Grundsätzen ausgerichtete'i. Leben 'in'-den lüauisehe^i Jeschiwaus. aus eigener Anschauung kennt, umrißj^ in den Hauptzügen djie geistige Rgichwe^je ^und,.seelische Tiefe des Müssär, 'der in.Jseine'r ewiggülfigen Forderung1 jeden; Einzelne!« dazu -aüfrufty -durch den stufehweis'en Aufbau semer Lehre! detL Höhenweg jür discher Persönlichkeitsentfaltung ^zu,^ er^ljmn^en; Eine sich dem Vortrag, anschließende . Aussprache vereinte nöchl^Herrrfj'Rabb; Weiß' mit^ejnejül . jtätH. liehen Kreis Vga Jugeffd-R^keft,'dife? dem| R^fei-eat^n Gelegenheit .gab, den Begriff joMqjSsar" noch ,genauer.', zu" klären^und *durch(:i^ seine Anwendung für ■die'Selb'sterziehung Aufzuzeigen'.1 .- *»a**'-->*»»-«y^ - » « wm/ -u4M;**"«nte»<H"W »■ Lm. Die Frankfurter Woche. „Schowawim Tat".; Vom. Räbbinate der Israelitischen Religionsgesellschaft wird tttts geschrieben; f: mv n'i an* fällt in die Zeit der n*n n-'aaiff.: Es wird daher das ]ty 'nsa QV-Gebet am kommenden Sonntag, ''■ den 2. "Januar, nachmittags 4 Uhr, mit dem nnaa-G'ttesdienst verbunden. Es ist beabsichtigt, die Vn*i nana dazu zu lajenen. Herren, denen das Fasten nicht schwer fällt; werden gebeten, den Tag als Taanis zu begehen. Die WÄli ft^ap ist r alsdann am fl2». zu finlö vor )i£*b vn» einzuschalten. (Der Vortrag des Mekor Chajim im Hörsaale schließt sich dem fsa'-Gebete um; .4.45 Uhr an.) Zur Fahrzeit vonS. R. Hirsch fy'Xl* Wie bereits angekündigt, veranstaltet die Israelitische Religionsgesellschaft anläßlich des Jahrzeitstages um Rabbiner Samson Raphael Hirsch 'r'sr am Samstag, den 1. Januar (28. Tebet 5698), abends 8.30 Uhr, in der Aula der Samson Raphael Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8 ein^ J a h r z e i t s f e i e rV wobei Herr. Dr. S. Ehr mann die Gedenkrede über das Thema „Zeitenwende" halten wird. Der Vorstand bittet höfl. mit Rücksicht?.auf Saalordnung um pünktliches Erscheinen. „Messias und Judenstaat". die In seinem Geschichtsvortrage im Mekor Chajim am nächsten Sohntag behandelt Herr S. Schachnowitz die messianischen Hoffnungen und messianischen Verirrungen in der jüdischen Geschichte und die Lehren, die sich daraus hinsichtlich der neuen Judenstaatspläne ergeben. Der Vortrag findet Sonntag nachmittag nach Mincho 4 Uhr 4 5'im Hörsaale Friedberger Anl. 5 ' für Herren und Damen statt. . . i; .:... . Ein Jubilar im Siechenhaus. Am. 2. Januar befindet sich Herr Siegmund Keller 40, Jahre im Gumpertz/schen Siechenhaus. Als Jüngling ,an einer schweren -Knpchenerkrankung leidend, mußten ihm ein Arm und ein Bein amputiert werden. Aber seine, Lebenslust, verbünden mit : innigem > G'ttvertrauen, vermochten ~:-das schwere Schicksal zu überwinden. Aus dem einst hilflosen, bedauernswerten jungen Menschen w^rdeeine gereifte, vornehme Persönlichkeit, zu jder, jeder mit Verehrung emporblickt. Er ist der stille, bescheidene Mithelfer des Heims geworden, Her mit seiner wunderbäsen;Sprache .des Herzens die?Menschen be geistert und erwärmt für das, .Liebeswerk, in dem er sich ruin vierzig Jahre befindet, .-, Jeder Besucher, der dieses Heim cUsr Liebe und die Synagoge des Hauses aufsucht, ist überrascht und gefessölt von der milden, stets sich gleichbleibenden'Art, mit'der ihn Herr Kellerlcbegrüßt. Als Mitbegründer. idieses; kleinen herrlicherß G'tteshauses wirbt er,.für dessen Bestand.nilt-t^llen?'Fasern seines Herzens. * * So wünschen wir diesem lieben Menschen — der unzähligen Leidenden ein Vorbild" sein kann — weiter die geistige Kraft zu seinem segensreichen Wirken, «rjnny Betty Bing geb, Strauß n"y>; :;Im Alter vönhbald .73 Jahren.:verstarb hier.Frati Betty B i n g Tgeb/U .Strauß,:; die f:iypr einem , halben, JahrV aus pberseJemen (H.) zu. ihrer Schwiegertochter flaen Fränkfürl' 2o^' tihd sieb 'in kurzer: Zeit hier die' gleiche Acfitting tind1 Liebe* erworben hatte, :wie sie; .sie .m .ihrer, früheren Heimat, in vollem;. Maße gen^ß.. F^au^Bing . entstammte.jexngT Patrizierfamilie,; in der, .Tßprai GHUsiufcht juajd Wohltätigkeit zu H^tfce wär'eh, uäd sier^elbst*bü?etefdiese drei Grund-, pfeifet des1"Judentum^- än d'ei4 Seite ihres ikr*in.-?den< Tod: Vorangegangenen Mannes treulich und erzog auch ihre Kinder in . diesem Sinne., Als ihr auch die Kinder genommen waren, trug , sie all die Schickungen; mit dem G'ttvertrauen einer Frommen und fand Trost im Gebet und im Wohltun. Ihr Andenken wird in j allen, 1 Kreisen,; / denen, sie.-: nahe; stand, Unvergeßlich bleib«a.;^ -:; - n-asan . ^fl]ffl^Sch^r':!KiHlturb'ind' Rhein-Main, .. , Ö., r- :ir ■!7;<b:">'- ■>:)': ' O-i ■'•■•: » W. er Kulturbund, (eröffnet seine Januar^reranstal- tungen mit einem Orchesfer-Könzert am'Dienstag, djen 4. Januar 1938, 20.30 Uhr im Großen Saale [des Saalbaifs.' Lerftungr Geheralmus'ikdirektör Pröf. Julius P r ü w e r. " Solist: Erich Landerer (Klavier).;Es gelangen AWerke "von« M«nd.els'söhnr* Liszt und Mozart.» zuKiAuffähru'ng.;pieieb;KoM2ert gilt >k; zweite-fÖ.e-}| _'jL-4. _i___L-' > -ii-ilil-' jK: * -i. ('■■•'.' .a ^i' zembefVeranstaltung!4 i;Die däVauf \ aufm'erksalnjH daß' dingt-pHiitktlioh .beginaeni eüung' mächt wtedernoH1^ ie Weran'sta%ingen uHber; Frankktrtef V^inäkalenäer« Synagogengemeinde IsraelitisCne Religionsgesellschait« Am Sötttttag, den 2. Jahiiar,tf 8.15 Uhr abends, findet der Vortrag des Herrh; Gemeinderabbiners über das Thema „Hoffnungsstrahl der; Neumondsfeier" in der Aula der S. R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8, statt. ' Verein Mekor Qhajim. Freitag abend nach Schul Mikro, Herr Fredi Lustig. Sonntag nachm. nach Schtil, 4145 Uhr, iin Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag: des Herrn S. Schachnowitz über „Messias und Judenstaat, Traum und Wirklichkeit in der jüdischen Geschichte". (Damen und Herren.) Schabbos morgen nach Schluß'der Synagoge; ow Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 3-15 Uhr im Hörsaal: Chumischmit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: ap»' Herr Rabb. H. Mayer.. — abends 8.30 Uhr im Vereinslokal; „Das Buch ywiir ", Herr Rabb. H. Mayer (auch Damen). Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, f&Ht ^Ol'. Herr S. Schachnowitz-. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, DniaR p», Herr Rabb. Dr. Schlesinger.—vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mm. Herr J. Soffer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: rw»- Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pVin) >ir\Ki Herr Rabb J3r. J Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, na»», Herr R>A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstütungen. Mittwoch, den 5. Januar: Benny Benjamin-Stiftung. Liwfath Chen. Säbbat nachm. Vortrag des Herrn S. Schachnowitz 4.15 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage: „Im Kampfe mit den Elementen". Agudas Jisroel-Ortsgruppe, Thora und Mussar. Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim IT «im. — Schabbos 11—12 Uhr a">n m» und 16—17 Uhr Mussar für Jugendliche. Herr B. Rachelsohn, rnna mvm Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Herr Dozent J. Ehrentreu, wain mit o'BnB», Socntag nach nm» rbsn, Uhlandstr. 39.1. Herr R.-A. Dr. E. Posen avn nixa, Sonntag nach nru» Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, 'nv f\-t, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr. T-y mna Agadische Abhandlungen aus maK naoa. — Für Jugendliche. Montag und Mittwoch 15-16 Uhr. rjpsö hss, Fichtestr. 5. L, Herr Zuntz. D«n min, Sonntag nach nnn», Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor rvnnw unter Leitung des Herrn Zuntz (n:n7 'm) rindet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der L R. Gstatt- Jüdische Frauenvereinigung und Agudistische Frauenortsgruppe. Ami Montag, den 3. Januar, abends 8.45 Uhr, wird iHerr Studienrat Max Münk im Hörsaale Friedberger Anlage 5 sprechen über Imitatio Dei. Gäste, iDamen willkommen. Gebetzeiten. . "« . k*ik\ naw Freitag abend 4.10 Samstag naawn 7.10 \. •Samstag morg. 8.00 > Samstag nachm. 1.00 und 4.00 . Samstag Abend 5.25 Wocheng'ttesdienst: - ■ , 1 ,. Haüptmirijan in der Synagoge 7.10 2- Minjan 7.30- An G'ttesdienst anschließend: Lernen desD'*n »ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 15 Tefillinlegen am Morgen 7:20 I < Fanülien-Nachxichten. 1 . - -; . ■ .!:•' .Ii:': U « Barmizwoh: Menkchem Mencffeli Sohn deS Herrn J. Itzinger u. Frau^Frankfurt ä.1 M.i: Ostend'?; straße 33, Nta rrv> 8. Januar, Beshamidrasch Ko'I^;iJakp:w;;;:Reel«ieigrabenstr;r;l2, 2. . "''^V.e^fil.OtKiföe: Gitta 'Mk. Erlanger,[ifLttzern, mit Jakob4 Nebfenzabl, . Tel Awi.w. — . Pau|a Wcdkenfeld, ^Nürnberg, %it Isi Laneng^er,1 Bremerhaven^ Vr 8^1 Geburt st ä &:f 3^au Gitta l'pfe^eimer,,, 'g^r'GTolHscfi'midii'i Ffm., ^16ermainanlage 8* "

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