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Der Israelit · 1937-12-23 · Heft 51 (23.12.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 51 (23.12.1937)
Date
1937-12-23
Page
– (sequence 11)
Language
German
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4ezeä[Wrji937 Der Is r a e 1i t Nr. 51 -Seite 11 Die Frankfurter Woche. Die Sönntagsvorträge des Herrn .Gemeinderabbiners» Die regelmäßigen Vorträge unseres Gemeinderabbiners am Sonntag Abend erfreuen sich immer mehr zunehmender Beliebtheit, wie der von Woche zu Woche sich steigernde Besuch beweist. Die Vorträge gehen jeweils von dem Wochenabschnitt aus, und behandeln viele aktuelle Tagesfragen im Lichte der überlieferten Lehre. Am vergangenen Sonntag Abend sprach Herr Rabbiner H ö r o w i t z über die ethische Bedeutung des Schaltjahres. Es wurde an Hand der einschlägigen Stellen aus Bibel unä" Talmud die Frage erörtert, warum nicht Sonnen- und Mondjahr übereinstimmen, und in geistreicher Weise auf die Mahnung hingewiesen, welche in der Tatsache liegt, daß es dem Volk selbst überlassen ist, den Ausgleich zwischen Natur und Bedürfnissen der -Menschen durch Bestimmung des Neumondes und Einlegung von Schaltmonaten mittels eigener Arbeit herbeizuführen, gleichzeitig eine Mahnung' für jeden jüdischen Menschen, auch fortlaufend an seiner eigenen Vervollkommnung zu arbeiten. . Die an den hervorragenden Partien mit großer Wärme vorgetragenen Ausführungen, vertieft durch Hinweise auf aktuelle Probleme, verfehlten nicht ihre Wirkung auf die zahlreichen Zuhörer. - ■' ■ Zur Jahrzeit von Samson Raphael Hirsch. Voranzeige. Aus Anlaß des Jahrzeitstages für Samson Raphael Hirsch '-p-st am Freitag, den 27. Tebet . (31, Dez,) findet am Samstagabend 8-nop-iPsa eine Veranstaltung in der Aula der Samson Raphael Hirsch-Schule statt. Die Gedenkrede hält Herr Dr. S. E hr m ann über das Thema „Zeitenwende". Näheres wird noch mitgeteilt. Der große Sijum. Wie alljährlich, konnte der Schaß verein am ywnp'irxn im Rahmen einer Veranstaltung der Syna- , gogengemeinde „Israelitische Religionsgesellschaft" in der Aula der S. R. Hirsch-Schule sein Jahresfest begehen. Es begann mit einem Hadran von Rabbiner Dr. Schlesinger, das wieder einmal ein Kunstwerk halachischen Denkens und talmudischer Diktion war und die in großer Zahl anwesenden und aufmerksam lauschenden Thorakundigen fesselte. Sodann hielt Herr Benzion Rachelsohn die erste Rede, gleichsam Berichterstattung über Wesen und Wirken des Schaßvereins, aber Bericht eigener Art, dessen Einzelposten nicht in Zahlen und Daten, sondern in geistreichen Deutungen und feinen Definitionen talmudischer Begriffe und Lehrsätze bestanden. Es folgten die obligatorischen Reden unseres Herrn Gemeinderabbiners, des Herrn Dr. S. Ehrmann für Vorstand und Verwaltung wie für die Freie Vereinigung und des 'Herrn Redakteurs S. Schachnowitz zugleich für Mekor Chajim und die Agudainstanzen. Zwischendurch sangen zwei Stimmbegabte junge Herren hebräische und jiddische Gesänge und trugen viel zur Schaffung der Stimmung bei, die für ein solches Thorafest selbstverständlich ist. Den Frauen des Vorstandes, denen sich noch andere Helferinnen zugesellten, gebührt Dank für die vortreffliche Bewirtung und festliche Aufmachung. Frau Johanna Sommer Am 9. Dezember verschied Frau Johanna Sommer geb. Goldschmidt. Die Verstorbene hatte ein arbeitsreiches Leben hinter sich. Nachdem ihr der Mann schon im Jahre 1908 durch einen Unfall entrissen war, hat sie sich und ihre noch im jugendliehen Alter stehenden Kinder zu ^ernähren gehabt, Im Kriege wurde ihr der eine Sohn genommen. Auch diesen Schmerz nahm sie in ihrer tiefen Gläubigkeit hin und sah in all diesen Fügungen nur ein Walten . .der g'ttlichen Allmacht. In den letzten Jahren hatte sie sich, obwohl durch' eine Krankheit geschwächt, stets noch in die Synagoge führen lassen, um im Gebet Kraft und Starke für ihr weiteres Leben z\x finden. Durch die erwachsenen Söhne und Töchter fand sie in Frankfurt eine zweite Heimat, freilich sind auch im Jahre 1912 einer ihrer Söhne und eine Tochter nach Amerika ausgewandert. Die Verstorbene erfreute sich allgemeiner Beliebtheit. ' rraxin Verbilligte Reisen nach Erez Jisroel zu Purim und Pessach. Wie uns von der Palestin.e Orient Lloyd, Vertretung Frankfurt a. M. (Alfred Adler), Steinweg 9, mitgeteilt wird, ist die Nachfrage nach den ermäßigten Fahrten derart rege, daß es sich empfiehlt, schon jetzt die Plätze für die in Frage kommenden Abfahrten sich. zu sichern. Abfahrten zwischen dem 16; Februar und 9. April jeden Mittwoch. Sonderfahrten ab Marseille am 1. März und 5. April. Familien-Nachrichten, Geburten: Eine Tochter, Schlomo Josefi und Frau Klärchen geb. Rosenthal, Haifa, Kineretstr. 4. — Ein Sohn, Viktor Günsberg ü. Frau Ilse geb. Lewy, Kibbuz Rodges, Petach Tikwah, P, 0. B. 44. Barmizwoh: Kurt Erich, Sohn des Herrn Hermann Weinberg und Frau Frieda geb. Jülich, Ffm., Thüringerstr. 1, Mim n2V, Synagoge Friedberger Anlage. Verlobte: Frl. Fanny Herz, Luzern, mit Herrn Lehrer M. Cederbaum, Luzern. Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft. Am Sonntag, den 26. Dezember, findet der Vortrag des Herrn Gemeinderabbiners über das Thema „Die Gesundung der Zeit" (die ethisch-religiöse Bedeutung des Schaltjahres II) nicht im Hörsaal, sondern in der Aula der S. R. Hirsch-Schule, Am Tiergarten 8, statt. Gäste, auch Damen, willkommen. Verein Mekor Chajim. Freitag abend .nach Schul fällt der Vortrag aus. Sonntag nachm. nach Schul, 4.15 Uhr, im Vereinslokale: Vortrag des Herrn Rabb.-Kand. Isidor Weiß Über „Glaube und Erziehung". Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: dti Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen, — nachm. 3.15 Uhr im Hörsaal: Chronisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: apy i'y Herr Rabb. H. Mayer. — abends 8.30 Uhr im Vereinslokal: „Das Buch ypirr Herr Rabb. H. Mayer (auch Damen). Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faiK tjov. Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereins-" lokal, oma« pa, Herr Rabb. Dr. Schlesinger, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, Kim, Herr J. Soffer. Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: njffö- Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (pinn) /tnaa Herr Rabb .Dr. J Breuer. r Dienstag und Freitag morgens nach Schul, niva, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal: Gemoro, Herr R,-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiitungen. Schabbos, den 25. Dezember: Tobias Schapirö-Stiftg. Montagi den 27, Dezember: Emil Goldschmidt-Stiftg. Dienstag, den 28. Dezember: Hermann Lehmann- - Stiftung. Dienstag, den 28. Dezember: Jacob Seelig-Stiftung. Freitag, den 31. Dezember: -Samson Raphael Hirsch- Stiftung. Freitag, den 31. Dezember: Selig Goldschmidt-Stiftg. Freitag, den 31. Dezember: Isaac Eschwege-Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat nachm. Vortrag des Herrn S. Schachnowitz 4,15 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage: „Brüder begegnen sich". Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner. J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim r» kim — Schabbos 18-19 Uhr anw» rfroa tav -15.30—16.30 Uhr für Jugendliche agadische Gedanken aus mait rooa. Sonntags 20.30—21.30 Uhr: 1-5 mav Dienstags 21—22 Uhr: Baale Batim iww- Montags und Mittwochs 18.15—19.15 Uhr: a*a «imtmiav -Probleme. Sonntags nach nru». Sämtliche Schiurim finden statt in der Fichtestraße 5. Dozent: Rabbiner M. Feuerwerger. Herr B. Rachelsohn, mvn nawa Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Rabb. Dr. M. Schlesinger, xav ta für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4 und Schabbos nach Mincho, Schwanenstraße 12/11, Herr Dozent J. Ehrentreu, irain mit Daunen, Sonntag nach nmn rösn, Uhlandstr- 39, L Herr R.-A. Dr. E. Posen avn msa, Sonntag nach nmn Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, »ai» tp, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag 20.30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr, Schabbos 16-17 Uhr, t-y mai Agadische Abhandlungen aus im« fiaoa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, kjpsb hm, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, o^n nltn, Sonntag nach ti'-irm, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor jV"inp unter Leitung des Herrn Zuntz (niv 'aa) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I- R. Gstatt- Judische Frauen Vereinigung und Agudistische Fraüenortsgruppe. Am Montag, den 27. Dezember, abends 8.45 Uhr, wird Herr R.-A. Dr. Elieser Posen im Hörsaal Friedberger Anlage 5, sprechen über: „Hemmungen der Thora-Erfüllung". Gäste, Damen, willkommen. Chewro Schaumer Mizwoh. Diesen Schabbos findet das Lernen bei Herrn Stern, Obermain-Anlage 22, statt. Gebetzeiten. matt nntt Freitag abend 4.05 Samstag naawn 7.10 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag Abend 5.20 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 7.10 2. Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen des 0"n ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 15 Tefillinlegen am Morgen 7.19 Jn unfe rf m Drrlage e rf dt i e n : ....... ippm Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser uou Rabbiner Dr. L Breslauer Steif brofdiiert 103 Seiten, Preis RW. 2.50 Das Buch ift inzwifchen uon allen maßgebenden JnlTanzen als ein Rrbeitsbuch für die reifere jüdifthe Jugend und für denkende 3uden überhaupt beftens empfohlen worden. Es hilft den Suchenden die jüdifdic ßefdiidite mit jüdifdien Rügen 2U lefen und fie als fittlidte Rufgabe zu erfahren. €s bringt fruchtbare Befintiung über das 6olus. 6s zeigt den Weg zur echten jüdifdien Gemeinfdtaft und Kulturarbeit, 2u beziehen durch alle befTeren Buchhandlungen fowie direkt durch den Oer lag Verlag des Israelit u. Hermon G. m. b. H. Frankfurt a, m. - SdiütienrtraBe t2 P o ft f ch e dt h o n t o rranhfurtmatn Hr. 1 9 8 0 2 Bei Rbnahme einer größeren Rnzahl uon £*emplaren durch Uereine wird ein größerer Rabatt gewährt.

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