Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1937-12-16 · Heft 50 (16.12.1937) · page 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 50 (16.12.1937)
Date
1937-12-16
Page
– (sequence 11)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/2446951-2450961-2451009--83425-2541424
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

5 entity mentions

46. Dezember 1937 Der Israelit Nr. 50 Seite 11 vDic Frankfurter Woche. Vom Mekor Chajim, Wie in früheren Jahren werden auch in diesem Wintersemester im Rahmen unserer Sonntagsveranstaltungen einige auswärtige prominente Rednersprechen. Diesen Sonntag hat Herr Rabbiner Dr. Ansbacher, Wiesbaden, freundlicherweise einen Vortrag übernommen über das Thema „Der Ruf der Orthodoxie an die jüdische Gemeinschaft". Der Vortrag findet ausnahmsweise (wegen anderweitiger Belegung des Hörsaals) in unserem Vereinslokal Hans Handwerkstr. 18, 4.30 Uhr, statt, Zu dem' Vortrag sind Damen und Herren herzlich willkommen. Nach mehrwöchentlicher Unterbrechung nimmt Herr Rabbiner H. Mayer seinen Tnach-Schiur (Das Buch Joshua) diesen Samstagabend wieder auf und zwar um 20.30 Uhr im Vereinslokal. Auch Damen sind willkommen. Veranstaltung des Jüdischen Turnerbundes. Am Mauzoe Schabbos Chanuka lud . die Leitung des J. T. B. zu einer Feier ein, um die Mitglieder nach langer Pause für einige Stunden um sich zu sammeln und ihnen auch auf geselligem Gebiet etwas ZU geben, Nach herzlichen Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Dr. Ernst Freimann und nach einer Ansprache des Herrn D r o 11 e r verlebten wir frohe' Stünden, die vornehmlich von den Herren Arthur Gottlieb und H. Levy bestritten wurden. Unter den jungen Künstlern taten sich besonders hervor die Herren: Staschewsky, Friedner und Wolf. Ferner verschönten den Abend die Knaben Sonnenblick, Weinberger und Wajuka. Gegen Ende der Feier wurden die Teilnehmer durch das Verteilen recht netter Ueberraschungen erfreut. H. Chanukafeier im Beshamidrasch Schützenstraße 2, Wie alljährlich veranstaltete auch dieses Jahr das Min jan 4x117' /man am Abend des Chanukasabbat eine Feier, an der sowohl Mitglieder wie Gäste in größerer Anzahl sich beteiligten. Lehrreiche Ansprachen der Herren Rabbiner Israel Korn, H. Bloch und Jellen wechselten mit chasonischen Gesängen des Herrn Engelmeyer ab. Der Ertrag für das Benschen, das in amerikanischer Versteigerung einen ansehnlichen Betrag einbrachte, fließt dem Fonds des Beshamidrasch zu. Für die gelungene. Veranstaltung gebührt dem Vorstand des Minjans, insbesondere Herrn W e i n r e b , besondere Anerkennung. Jüdische Auswanderung. Vor der Agudistischen Frauengruppe Frankfurt sprach der Syndikus des Jüdischen Central-Vereins, Dr. Wolfgang S. Matzdorff, über „Jüdische Auswanderung". - Nach einer Darstellung der Auswanderungsbewegung forderte der Redner von dem, der die alte Heimat verläßt, daß er sich bis zum letzten an die gesetzlichen Bestimmungen hält, und daß er ebenso die von ihm eingenommenen Posten innerhalb der jüdischen Gemeinschaft ordnungsmäßig übergibt. Es darf nicht vorkommen, daß in Landgemeinden jüdische Friedhöfe ohne Obhut sind, oder G'tteshäuser herrenlos werden. Der tatsächlichen Auswanderung muß die psychische Umstellung des Einzelnen und die umfassende Vorbereitung für das neue Land vorausgehen. Je besser der Auswanderer die Sprache, aber auch die Geschichte und die wirtschaftlichen Verhältnisse der künftigen Heimat schon als Einwanderer beherrscht, um so eher wird es ihm möglich sein, sich dort einzugliedern und eine neue Heimat zu begründen. Dr. Matzdorff empfahl bescheidene Zurückhaltutltf für den Einwanderer und als beste Empfehlung an Stelle einer Kritik an dem Neuen und Ungewohnten die Leistung. Wer hier schon eine höhere soziale Stellung eingenommen habe, müsse draußen vielfach von Anfang an beginnen; diese Umstellung dürfe niemand scheuen. Der Redner beschäftigte sich dann mit den Einwanderungsmöglichkeiten in einzelne Länder, wobei er darauf hinwies, daß für arbeitsfreudige und gewissenhafte Menschen, die auch schwierigen Situationen gewachsen sind, Möglichkeiten vorhanden sind. Er setzte sich ein für eine vernünftige Einordnung In das neue Land, wobei selbstverständlich unter allen Umständen das jüdische Erbgut, die jüdische Substanz und die jüdische Religion erhalten werden müßten. Den Möglichkeiten in Palästina müsse man mit Achtung-und Dankbarkeit Rechnung tragen. Es dürfe aber nicht verkannt werden, daß für das Judeiischicksal als Diaspora weder praktisch noch ideell Palästina als Mittelpunkt anerkannt werden kanu. Nur der wird seinen Weg gehen, der als bewußter Jude auswandert, aber auch durch den Konnex mit der Kultur- und Geisteswelt die Weite des Blickes und Offenheit des Herzens nicht verliert. Zum Schluß gab Dj. Matzdorff die Versicherung ab, daß die Zurückbleibenden in ihrem Schicksal nicht allein stehen, sondern durch die Gemeinschaft Stütze und praktischen Halt finden sollen. Chanuka-Feier der A. J. K. Die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Körperbeschädigter vereinigte ihre Mitglieder im Turnsaal des Jüdischen Hortvereins Bleichstr, 8. Nach der Bewirtung der Mitglieder mit Kuchenspenden und dem Entzünden der Chanukalichter hielt der Vorsitzende, Herr Prof. Dr. W. V. Simon, eine ernste und doch hoffnungsvoll ausklingende Ansprache, Hieran schloß sich ein außerordentlich reich ausgestaltetes Programm, dem die Mitglieder aufmerksam und sichtlich dankbar folgten, eingeleitet durch reizend vorgetragene hebräische und jiddische Lieder des Kinderchors unter Herrn Kürt S i 1 b e r p f e n n i g. Es folgten: das Mitglied des Vereins, Herr Oscar H o r o - v i t s und Herr Theo E g e r am Klavier mit beifällig aufgenommenen Geigensoli, ausdrucksvoll vorgetragene jüdische Dichtungen durch Frl. Sofie Seligmann und schließlich meisterhaft dargebotene jüdische Gesänge ernsten und heiteren Inhalts durch Frl. Käte Ettlinger und Herrn Dr. Willi Salom o n am Klavier. Allen Künstlern gebührt für ihre Mitwirkung im Dienste der guten Sache wärmster Dank. Verbilligte Reisen nach Erez Jisroel zu Purim und Pessach. Wie uns von der Palestine u. Orient Lloyd, Vertretung Frankfurt a. M. (Alfred Adler), Steinweg 9, mitgeteilt wird, ist die Nachfrage nach den ermäßigten Fahrten derart rege, daß es sich empfiehlt, schon jetzt die Plätze für die in Frage kommenden Abfahrten sich zu sichern. Abfahrten zwischen dem 16. Februar und 9. April jeden Mittwoch. Sonderfahrten ab Marseille am 1. März und 5. April. Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft. Am Sonntag, den 19. Dezember, findet der Vortrag des Herrn Gemeinderabbiners über das Thema ,,Die ethisch-religiöse Idee des Schaltjahres", nicht im Hörsaal, sondern in der Aula der S. R.' Hirsch- Schule, Am Tiergarten 8, statt. Verein Mekor Chajün. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro Herr Dr. Jakob Rothschild. Sonntag nachm. nach Schul, 4.15 Uhr, im Vereinslokale: Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Ansbacher, Wiesbaden, ,,Der Ruf der Orthodoxie an die jüdische Gemeinschaft". Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge; c m Herr Rabbinats-Assessor Dr. E. Posen. — nachm. 3-15 Uhr im Hörsaal: Chumischmit Raschi, Herr Julius Lewin. — im Vereinslokal: :p>v Herr Rabb. H. Mayer. — abends 8.30 Uhr im Vereinslokal: „Das Buch y»in» ", Herr Rabb. H. Mayer (auch Damen). Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, ioi\ Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, om-'K p», Herr Rabb. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, snni, Herr J Soff er Montag u. Donnerstag nach Schul im Hörsaal: m»»~ Mitgliederlernen. — Montag abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (r^>in) mrm. Herr Rabb ,Dr, J Breuer. Dienstag und Freitag morgens nach Schul, nmn, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag und Donnerstag abends 7 Uhr im Lokal; Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstütungen. Schabbos, den 18. Dez.: Aron Moses Schwarzschild- Stiftung. Schabbos, den 18, Dez.; Salomon Gutmann-Stiftung. Dienstag, den 21. Dez.» Adolf Rosenbaum-Stiftungj Dienstag, den 21. Dez.: Sophie Lehmann-Stiftung. Dienstag, den 21. Dez.: Gabriel Rosenberg-Stiftung. Liwjath Chen, Sabbat nachm. Vortrag des Herrn S. Schachnowitz 4.15 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage: „Wie wir unsere Kinder segnen". Agndas Jisroel-Ortsgrnppei Thora und Massar. Herr Rabbiner J. Horovifz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim mnj — Schabbos 18-19 Uhr u'-rcr» n^on naw 15.30—16.30 Uhr für Jugendliche agadische Gedanken aus mak mon- Sonntags 20.30—21.30 Uhr: i"9 Dienstags 21—22 Uhr; Baale Batim iw»- Montags und Mittwochs 18.15—19.15 Uhr: a~a inaaneap -Probleme. Sonntags nach nma- Sämtliche Schiurim finden statt in der Fichtestraße 5. Dozent: Rabbiner M. Feüerwerger. Herr B. Rachelsohn, nnu mvn Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Rabb. Dr. M. Schlesinger, na» '»5 für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4 und Schabbos nach Mincho, Schwanenstraße 12/11. Herr Dozent J. Ehrehtreu. ffmn mit crwisn, Sonntag nach nmn nbsn, Uhlandstr. 39.1. Herr R.-A. Dr. E. Posen o»n n1S», Sonntag nach .inj» Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J- Sofer, vyy> ep. täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, L Herr Rabb. Feuerwergpr (f. Jugendl.), Sonntag 2030- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, T-y mna Agadische Abhandlungen aus matt roon. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, «rsn «na; Fichtestr. 5. ' f Herr Zuntz, n«n nns, Sonntag nach mim?, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor wmv unter Leitung des Herrn Zuntz (n-.ts '»i) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. G. statt. Jüdische Frauenvereinigung und Agudistische Frauenortsgruppe, Am Montag, den 20. Dezember, abends 8.45 Uhr, wird Herr Rabbiner Mayer im Hörsaal Friedberger Anlage 5, sprechen über „Frau und Talmud". Gäste, Damen willkommen. Am Mittwoch, den 22. Dezember, wird Herr Rabbiner Mayer im Vereinshaus Mekor Chajim den Dinimkurs fortsetzen. Gäste, Damen willkommen. Gebetzeiten. tpi Freitag abend 4.00 Samstag nnawn 7,10 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag Abend 5.15 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 7.10 2. Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen desD^n ipn- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 00 Tefillinlegen am Morgen 7.17 Familien-Nachrichten. Barmizwoth: Michael-Lothar, Sohn des Herrn Adolf Nissenbaum und Frau Else geb. Lion, Frankfurt a. M., Elkenbachstr. 11. niat? nzv 25. Dezember, Synagoge Friedberger Anlage. — Moritz, Sohn des Herrn Adolf Fulda und Frau Meta geb. Oppenheim, Frankfurt a. M., Hölderlinstr. 3, nitttP naw Synagoge Friedberger Anlage. — Viktor, Sohn des Herrn Isser Koschland und Frau J.da geb. Heinemann (früher Fürth) Sao Paulo, Alameda Lorena 881, am 29. Januar 1938. '— Brosen 'V Kurt Birnzweig, Flörsheim a. M. TT'i raz?. 18. Dezember. Verlobte: Henny Schindler mit Hugo Adler, Kfar Saba/Frankfurt a. M. Vermählte: Eli (Walter) Kahn mit Schavi geb. Schwartz, Milano (Italien), Via Kramer 22. 6 0. Geburtstag :'A. Zeitin, Sofer, Mainz, Margare teng. 19 am 24. Dezember.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.