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Der Israelit · 1937-12-09 · Heft 49 (9.12.1937) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 49 (9.12.1937)
Date
1937-12-09
Page
– (sequence 11)
Language
German
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9i'Dezember 1937 D e" 1 i t' Nr. 49 Seite 11 n Personalien. Jakob Joel .Braun 60 Jahre alt. .... : Bratislava, 6. Dez Diester Tage'wurdei Jakob Joel Braun, der erste Sektetar der Agudas -Jisroel-Weltorganisation, 6 0 Jahr« aft, Ueber die markante Persönlichkeit BraUlis undlkeipe Beä^üiurig für das öffentliche jüdische Le ben^iri;; erster^teihe iiür. die Agudas Jisroel-Weltörgänisation, deij^er I?äte» gestanden :und vom ersten .Tage ihrer' Gi^|^g..^:i:ireu gedient hat, haben wir vor, kurzem im:;RUhmienfunserer Reiseberichte aus W i e n referiert. DieT unzähligen Fre.unde und Verehrer . Jakob Joel Brauns^ihitl^alib der gesetfces-r treueft Jüdenfteit der ^It^uKieir^stcH einig in dem Wunsche; ^*tfH't m'öge diesem klaren -Denker und emsigen Arbeiter; .im 'Dienste der "jüdischen Sache die volle! Gesundheit - ^edeBgeben,. daß(i>.er noch viele Jafir^hn[ie : seiner;.. FamiEe•'ih_ungfe|rübtem Glück ^yprsShe«\md uhsVseine^u^rs^zliefe^ noch 'vfel Kter:/e^alteh bleibe;^ -. nawSmpsT nsa tsl j> -W' -i ■ ^C::-^'v::':: 4 "l Ufspringeng^Ufr.), 3."? Dez. Einen Jsehr schweren "Verlülijk' hat unsjere Gemeinde durch jääs Hinscheiden von Frau'^iöäfA d 1 e r ¥w, erlitten. Vor Vollendung <ihres 67..; Lebenswahres wurde v sie am Erew Schabbos an d^rt^eit"^tihFes;:.vör 16 Jahren vorausgegan- Jgerietf frqmmeiriifeGWteii beigesetzt. Stets widmete sie sich mit^Eif^er, jder Pflicht, von Ton 1 und war 'die r erste *im - G'tteshause. Ihre zwei Töchter und ihren Sohn hat. $ie ,zu streng frojnmen Jehudim erzogen. Länger als. zwei Jahrzehnte bis.-zu ihrem Ableben hat' sie; ydä"s " Kassieramt des. Israelitischen Frauenvereins1 in -gewisserhäftel* Weise verwaltet. Die . starke : Beteiligung, bei Cder Beisetzung am Freitag nachmittag gab Zeugriis. von der großen- Beliebtheit dieser g'ttesfürchtigen edlen- >Eraur t ., Am Grabe sprachen die Herr Lehrer B i e g e 1« ei s en, -Jakob- S e h*orn f '&r b e r: und' Justin Ä_d l'e't. Die Frankfurter Woche. Schul-Anmeldung. Neuanmeldung von Schülern für die Samson Raphael Hirsch-Schule findet von Sonntag, den 12. bis Sonntag, den '19r! Dezember im Sekretariat der Samosn Raphael Hirsch-Schule statt. Impfschein, und Geburtszeugnis sind mitzubringen, persönliche Anmeldung erforderlich. Eine Chanukahaufführung in der S. R. Hirsch-Schule. An zwei Abenden hatten die Schüler der S. R. H ir s c h - S c h u J e Gelegenheit, einem . großen Publikum zu zeigen, was sie auf geschichtlichem und künstlerischem Gebiete können. Ein Kapitel schweren jüdischen Geschichtslebens zog in lebendigen Bildern an uns vorüber. Das gespielte Stück betitelt sich „Antiochus IV. Epiphanes" und, ist aus dem Geschichtsunterricht in der Schulklasse einer'"'.lädt-, sehen Schule in Deutschland , herausgewachsen. Aüf- 5 geführt wurde das Stück von Schülern der U III un-i tef der Regie von Dr. Jakob Rothschild, während die B ü h n e n g-e s t a 11 u n g und Anfertigung, der Kos-, tüme wieder in der äußerst bewährten " Hand von Nathan Jeidel lagen. . _ Es geht nicht an, alle . jungen Künstler, v;die . die syrischen Heerschären, die Feldherrn, die Könige und .Hofleute, die Chassidäer usw. darstellten, bei Namen zu nennen. Gesagt sei nur, daß sie alle ihr Bestes einsetzten, und daß unter ihnen welche durch vortreffliche Dialektik'und lebendiges Spiel uns geradezu vergessen li'e'ßeri, daß" wir vor einer Dilettantenbühne - saßen.;> Am wenigsten ließen uns dies'' die Szenerienaufc der Bühne nierken. Eine künstlerisch geradezu vollendete Kulisse im zweiten Akte, die uns die Mauern und Zinnen ,auf dem Tempelbeyg zeigten," zu. denen1! die; Wege1 und Pfade" zwischen grünen'Auen führten, war ein Meisterstück der Dekorationskunst, und man erfuhr nicht ohne! Bewunderung, daß das Ganze von Schülerinnen der O III und O IIa unter Anleitung ihres Zeichenlehrers angefertigt wurde. Die Einstudierung dieses Stückes mag, wie Herr Direktor Dr.'E 1 i a s in einer 'Ansprache betonte, viel Zeit und Interesse in Anspruch genommen haben. Was aber dabei-^die;Mitwirkendenwähr rend der'! ganzen Vorbereitung, an ,Geschichte, Dialektik und. Zeicheritechnik ^spielend gelernt haben, das" konnte jeder der Züschauer:; sehenr und 'bewunderen. - ■■• '''.■:■: t..f.!?;*!' f. :■ i v-> " In jeinem, l^orwpr.t des. ...Spielleiters, iJakob Rothschild, würden Stück und SpieL,in .ihren Einzelheiten und Zusammenhängen, erläutert. Sie hat; teil idenn Zweck,;, die ChänukagescMchte* Sron' außen her; )px i.^hen und, zuneigen.; Darum träten innerster Reihe dje Bedrücker un,^/;die Bedrückung ^hervor, also, der' schwarze ,Hinterg\rtind, auf. dem sich 4as gro'ß'e Wunder - 'von' H4ldeWtum;' Sieg^untTLicht erhob,;iDem'"Spiele gingenno!ch;VorsprüHh ünd: das Entzünden d,er Lichter durch leine; fSchülerin 'ürLd1 einen- Schüler voran, die die bis zuletzt,?anhaltende> ,gute -Stimmung wirkungsvoll vorbereiteten. Gemeindevertretung „Israelitische Gemeinde". In. der. Sitzung von Donnerstag, den -2. Dezember, machte - der Vorsitzende Mitteilung .»von dem Ausscheiden des konservativen Gemeindeyertreters L e ■ v.i t a infolge angegriffener Gesundheit. Herr Dr iMerzbach dankte für die rege Mitarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß es- Herrn Levita vergönnt sein möge, einen langen Lebensabend in Gesundheit zu verbringen. — Herr Felix. M-ey er, als Fraktionsführer der Konservativen, schloß sich den Worten des Präsidenten an und verbahä damit die besten Wünsche für den weiteren Lebensabend des Herrn Levita. Die Krankenhaus-Rechnung für 1935-36isrt, yon den Herren Karl*'' Ä"d 1er iind, K-Xa u's nr ,isp$üft > nnd^für''rich'tfg" befunden""wordehf was dem Kollegium zur Kenntnis gebracht wurde. Unter dem 19.. Oktober hat das Minjan in der Schützenstraße 2 in einem ausführlichen Schreiben an den Vorstand der Gemeinde Einsprüch gegen die ausgesprochene Streichung des bisherigen Zuschuss&isivittf Betragt von RM. 37:50 erhoben. Die Gemeindeverwaltung ist der Auffassung, -daß dieses Minjan mit andern dieser Art .zusammengelegt Verden kann, was:. die. Vorstandsschaft verneint, mit der "Motivierung,. daß. . es schon seit 30 Jahreaa bestehe, allsabbatlich von 50—60 Herren besucht werde, Schiurim' abhalte und so der Pflege jüdischer Werte diene. Eine Zusammenlegung mit andern Minjonim sei unmöglich^.da dies wieder zu Reibereien führe, die man erst ausgeschaltet habe. Inzwischen sind Verhandlungen eingeleitet worden, um einen, Ausgleich zu finden. Auf Beschluß des Vorstandes vom 9.. November wird der Verkaufspreis des Krakauer'schen Werkes (Geschichte der Frankfurter Uuden) Band I und Band II von RM. 6.30 und?RM: 7.85 auf je RM. 4.— ermäßigt. , Der Vorstand hat unter dem 29. November beschlossen, in den Monaten. Dezember bis März den Lesesaal täglich geöffnet zu halten, und zwar auch an den Vormittagen des Schabbos. Ha. 25 Jahre im Dienste der Krankenhilfe! Oberschwester Sara Jamesoo kann auf eine 25jährige - Tätigkeit als Schwester im Frankfurter Rothsc h i'l d s p i t-a 1 'zurücksehen. Sie trat im jugendlicheni-Alter als. Lehrschwester in das genannte Krankenhaus ein, in dem sie nun ein Vierteljahrlmndert ununterbrochen, zuletzt als Oberschwester, tätig ist. Sie hat sich in diesem Zeiträume <$urchs_ aufopfernde Pflege wie durch ■ ihre menschlichen Qualitäten die Lieb^ und das Vertrauen Unzähliger, denen sie in schweren Stunden Stütze und Helferin .war, erwoüben.;Möger.ies - Oberschwester Sara! beschieden sein, noch lange Jahre, in ungeschwächter Kraft und Gesundheit, ihre Dienste, den Mitmenschen zu widmen. . '- Fürsorgeverein für israelitische Nerven- und: Geisteskranke e. V. (Postscheck-Konto: Nürnberg Nr. 3527.) Der genannte Verein erläßt einen Aufruf, in dem es zum Schlüsse heißt: „Seit aljersher, ist|Chan ut c k a;ei^-I.ZeiCldesri' jüdischen- Wohltüns gewesen. Helft uns darum zu Chanuck.a in der F o r t f ü h r u-h g ~ü n-S e r e s Ti l e b e s w e r k e s an u n 5 e r e n; N e rv;e h - uri d G e i s t e s k'r a ri!k e n! Wie das: .Chanukalicht; mit -seinem .milden Scheine an : das Wunder des andauernden Leuchtens \der Menörah 'des Tempels ' gemahnt, so mahne es Euch, im Wohltun nicht zu erlahmen und unsere Arbeit mit reichen Spenden zu fördern." Chanukahfeier der Esra Pirche Agudas Jisroel in Wiesbaden. Ein zahlreiches Publikum füllte den großen^ Saal des Hotel, Kronprinz ^zu^:Wiesbaden; galt es «doch, unsere Jugend dabei zü^ bewundern, wenn sie ihre Kunst zeigt. Und sie zeigte,,daß sie sich au^h ih diesem Gebiete heimisch fühlt. Nach einer hebräischen Begrüßungsansprache, von Dr. A n s b a c her zog ein burites abwechslungsreiches Programm vor den-Augen der Zuschauer' vorbei.' Es würde zu weit führen.n.die: einzelnen! Namen!; zu lierinen, denn allehaben sich Lob, .yerdient. Erwähnt! seien nur Reg. R'o ttenberg, die mit meisterhaftem Klavierspiel begleitete, der Chor unter Leitung , von M, Ehrenreich, der wahrhaft Vorzügliches leistete. Reichen Beifall fand das Spiel der Kleinsten und ein .Jargonlied vpn F. Ehrenreich. Hoffen wir, daß die Ar-, beit des ganzen Jahres dieser Feier entsprechend verläuft. —n**:,-x; Eine Festnummer des „Nachlath Z'wi". ... . -;feum 70;rGebüristäg von Rabbiher Dr. Esra Münk in:-Berlin-; hat die; ^Monatsschrift für Judentum , in Lehre und Tat Nac}il,atli:j Z'vn" -= fheräusgegeben ^vom ypr;stand der Rabbiner Hirsch-Gesellschaft) '.eine Festschrift von .85 Seiten herausgegeben. Die reichhaltige. Nummer enthält neben eiltet Wertung der Persönlichkeit und deV'?Wirksamkeit'Münks Beiträge von Räbb. Dr. Merzbach, Fritz^Meler Frankel, Studienrat -Max. Aiunk,,.R^bb. Dr. Ehren.treü^iagadische Miszellen ^us dem Nachlaß von Rabb. Dr.,. Salomen Breuer u. v. m. Auch"der hebräische und halachische. Teil dst ^gut ausgebaut.: Eine Würdigung d^f. einzel-' nen Beiträge behalten wir uns noch vor. Bemerkt I —-—-- sei, daß die Festnummer zum Preise von Mk. 1.50 bei der S. R. Hirsch-Gesellschäft zu beziehen ist. Näheres Inserat. Berichtigung, Zur Notiz über den zehnjährigen Todestag von Michael Moses' Mainz V"ST in "> der jüngsten Nummer muß bemerkt werden, daß die Jahrzeit am Sonntag war, (nicht am Montag, wie in, einem Teil der Auflage irrtümlich angegeben war.) Frankfurter Vereinsamender. Synagogengemeinde Israelitische Rellglöhsgesellschait» Vortrag des'vHerrh Gemeinderähbiners am Sonntag abend 8,30 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage. Verein Mekor Chajlm. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro Herr Julius Lewin. Sonntag nachm. nach Schul im Hörsaal: Voirtrag des Herrn Rabbiner H. Mayerr „Einzug in Mizrajim". (Alle anderen Schiurim wie üblich.)'. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, den ll^.Dez.: Joseph Wohlfarth-Stiftung. Sonntag, den 12. Dez.: Geh. Sanitätsrat Dr. Elieser Rosenbaum-Stiftung. Sonntag, den 12. "Dez.: Isaac Weil-Stiftung. Mittwoch, den 15. Dez.: Sara Moos geb. Hirsch-Stiftg. Donnerstag, den 16. Dez.: Justizrat Dr." Naftali Hirsch-Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat nachm. Vortrag des Herrn S. Schachnowitz 4,15 Uhr im Hörsaale Friedb. Anlage über „Väter und Söhne". Agudas Jisroel-Ortsgrnppe. Thora und Mussar. ras 15.30—16.30 Uhr für Jugendliche agadische Gedanken aus nias naott- Sonntags 20.30—21.30 Uhr: t"S? «im. Dienstags 21—22 Uhr: Baale Batim we- Montags und Mittwochs 18.15—19.15 Uhr: a*a m> ntsftw -Probleme. Sonntags nach nnia- Sämtliche Schiurim finden statt in der Fichtestraße 5. Dozent: Rabbiner M. Feuerwerger. Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim T-y m»5 — Schabbos 18-19 Uhr cnw> n^on Herr B. Rachelsohn, nina nawn Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. Rabb. Dr. M. Schlesinger, mv 'öa für Baalebatim. Mittwoch 20.30 Uhr, Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger. Anlage 4 und Schabbos nach Mincho, Schwanenstraße 12/11. . (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Jüdische. Frauen Vereinigung E. V. Mittwoch, den 15. Dezember, nachm. 4 Uhr, im Hörsaal der IRG., Friedberger Anlage 5: drittes geselliges Zusammensein. Referentin; Frau Meta Posen. Jüdische Frauen Vereinigung und Agudistische Frauenortsgruppe. Am .Montag, den 13. Dezember, abends 8.45 Uhr, wird Kinderarzt Dr. A. Salomon im Hörsaal. Friedberger Anlage 5, sprechen über: „Neuzeitliche rituelle Ernährungsfragen mit besonderer Berücksichtigung des . Kindesalters''. Gäste, Damen willkommen. Am Donnerstag, den 16. Dezember, abends 8.45 Uhr, wird" Herr Dir. Dr. Elias in der S. R. Hirsch- Schule die Arbeitsgemeinschaft über: „Wendepunkte jüdischer Geschichte" fortsetzen. Gäste,.. Damen willkommen. S; . . }..»« Gebetzeiten. vrjß niw Freitag abend 4.00 / Samstag nöD^n 7.00 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 :>• Sanistag Abend 5.15 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 7 05 2. Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen deso^n *ipa- Vereins im Hörsaal üü:. ■.». Nachmittags 4 0Q •-, '" ' Tefillinlegen am Morgen 7.13 Familieil-N'achrichten. x u ■ Ba'rmlzwotli; Josef, Sohn des Herrn Mos. Dünner und Frau Rosa!geb. Levy, Köln, Moltkestr. 91, 1., in Amsterdam, Merwedeplein 57, Haus Ascher 18( 12, — Ludwig:, David, Sohn des Herrn Aroni Rauner lind Frau Hedwig geb, Kahn, Luxemburg, Rue Sl.i! Willibrord'!;6. füüf- ■ V e r m ä hi t-'e : ■ Dr. Selig Cohn und Frau Esther geb. Seligmann, Jerusalem (MarburgfFulda/Hamburg). -— Leo.jPlessner, Nürnberg-W.t>Glockendonstr. 6, mit Regina 'Cohn, Hamburg 13, Heinrieh Barthstr. 25, Trauung: 19. 12. / 15. Tewes.

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