Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 45 (11.11.1937)
- Date
- 1937-11-11
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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11. November 1937 Oer I s r a e 1 i t Nr. 45 Seite 11 Vermischtes. Berlin, 9. Nov. . Die Sinai ■-L ehrgänge der Agudas Jisroel in Berlin weisen für November folgende Vorträge auf: Rabb. Dr. E. B i b e r f e 1 d : „Grundbegriffe der Pentateuchexegese". Klopstockstraße 25, Beshamidrasch,. Dienstag, 23. November. 8.30 Uhr. — Rabb. Dr. H. Q o h n : „Unsere Einstellung zum Golus". Schönhauser Allee 31, Synagoge Lew Jehuda, nach Sabbat-Ausgang, 27. November, 8.30 Uhr. — Dr. jur. Paul Galewski: „Richter und Rechtspflege im Judentum". Pestalozzistr. 15, Synagoge Vortragsraum, nach Sabbat-Ausgang, 13. November, 8.30 Uhr. — Rektor Si na söhn: „Erziehung zum Optimismus". Siegmundshof 11, Aula, nach Sabbat-Ausgang, 13. November, 8.30 Uhr. — Rabb. Dr. David Ochs: „Der Blick der Gola nach Erez Jisrael". Siegmundshof 11, Aula, nach Sabbat- Ausgang, 20. November, 8.30 Uhr, Briefkasten. H, L. Es liegt eine gewisse "Tendenz in der Art der liberalen Geschichtsschreiber seit Grätz, die großen Lehrer der alten Schule als „Heilige von rührender Naivität, ohne Blick für die Welt und das Leben" zu „bewundern". Diesem Beispiel folgt auch ElBogen bei der Charakterisierung R. A k i b a Egers, obwohl der praktische Sinn und der rechte Blick für die Forderungen des Tages gerade dieses rabbinischen Führers sogar von den höchsten königlichen Behörden lobend anerkannt wurde. In jener beliebten Darstellung liegt eine objektive Geschichtsfälschung, die das orthodoxe Judentum nicht unwidersprochen hinnehmen darf. Daß die genannten Geschichtsschreiber bewußt darauf ausgingen, die Geschichte zu fälschen, sollte mit jener Notiz nicht gesagt sein. Die Frankfurter Woche. . -; Jüdische Frauenveremigung, 'Die Jüdische Frauenvereinigung E. V.^blickt nunmehr auf ihr 30jähriges Bestehen zurück. Am 20. Oktober wurde in der Form eines gemütlichen Nachmittages eine einfache, schlichte Gedenkfeier veranstaltet, in welcher ein kleiner Einblick in die Leistungen des Vereins gewährt wurde. 30 Jahre in Kampf und Arbeit sind verstrichen. Die Frauenvereinigung hat es verstanden, in den schwersten Jahren dös Krieges und der Nachkriegszeit! trotz drohender Gefahr, den Anforderungen, die immer schwerer und schwerer wurden, gerecht zu werden. Der Kampf gegen Not und Elend wird außer dem Gemilus Chesetl, auf dessen Basis der Verein gegründet wurde durch die speziellen Einrichtungen der Kinderfürsorge des Henriette Besthöff-Hort für jüdische Mädchen und der Nähstube gemildert. Wie das Wirken und Schaffen der Frauenvereinigung seit 30 Jahren segensreich wohltuend ' empfunden wird, so möge der Allgütige helfen, daß der Verein weiterhin seinen Verpflichtungen nachkommen kann und mögen unsere edlen Gönner durch reichliche Spenden dazu beitragen, unsere sozial wertvolle Arbeit in dieser schweren Zeit zu erleichtern. Aufführungen am Chanukah. In diesen Wochen rüsten sich Schulen und Vereine für Chanukahveranstaltungen, Wir wissen, wie schwer es ist, geeignetes Material aufzutreiben Bei dieser Gelegenheit sei auf das vortreffliche dramatische Spiel „Daniel" {zusammengestellt nach dem biblischen Berichte von Dir. Dr. Elias, Frankfurt a. M.), hingewiesen. Das biblische Spiel in klassischem Hebräisch hat seinerzeit in Frankfurt und änderen Städten eine Aufnahme gefunden, die alle jüdischen Schulen und Vereine an Orten, wo man Verständnis für das hebräische Wort und das biblische Bild hat, ermutigen sollte, den Versuch ebenfalls zu wagen. Das Büchlein ist im Hermon- Verlag, Frankfurt a. M., Schützenstraße 12, zum Preise von RM.(—.80 zu beziehen. Jüdisches Lehrhaus. Wir wserden' gebeten, davon Kenntnis zu nehmen, daß ab 1. November 1937 an Stelle von Frl. Levi Frau Aenne Löwenstein, Unterlind.au 47, 2. Tel. 79313, die Geschäftsstelle des Jüdischen Lehrhause's übernimmt. Die Geschäftsstunden bleiben die gleichen: Mo., Mi., Do., Fr. von 10—12 Uhr und Di von 16—17 Uhr. Orchesterkonzert im Kulturbund, Im gutbesetzten Großen Saalbä'usaal fand letzten Montag "das erste Orchesterkönzert'-des Kulturbund-' Orchesters Rhein-Main statt. Neben den bereits bekannten Gesichtern; bemerkte man^auch wieder neue an den Notenpulten* , Es war immerhin erfreulich, ah diesem' Abend feststellen zu können, daß das künstlerische "Niveau des Klangkörpers, gemessen an der letzten Spielzeit, zumindestens nicht, schlechter geworden ist. Jedenfalls steht ja. in Generalmusik' direktor Prof. Julius Priiwer eine bedeutende Musikerpersönlichkeit an der Spitze des Orchesters, die dafür Gewähr bietet, daß das, unter den. heutigen Verhältnissen, höchstmöglichste aus dem Orchester herausgeholt werden kann. .Der Abend wurde ein geleitet mit der Suite für Streicher' „Aus Holbergs Zeit" von Edward Grieg. Als Solist des Abends spielte Konzertmeister Ernst Drücker die „Teu -felssonate" von Tartini. Er spielte das Werk, tech' -nisch einwandfrei. An sich ist aber dieses Werk doch in erster-Linie für Virtuosen bestimmt. Zum Schluß bot Prüwer eine stilgerechte Wiedergabe der „Land liehen Hochzeit" von Carl Goldmark. Ä. K. Liederabend von Ernst Wolf f. Der bekannte Bariton Ernst Wolff (früher Korrepetitor an der hiesigen Oper) gab im kleinen Saalbausaal, vor seiner großen Amerikatournee, einen Liederabend mit ausgewähltem Programm. Wir begegneten dem Sänger bereits vor zwei Jah reu und bewunderten schon damals seine große Be gabung. Und als wir ihn jetzt wieder hörten, konnten wir mit großer Freude feststellen, daß der Künst ler heute in die erste Reihe seines Faches aufge rückt ist. Die Stimme klingt voll auf. Sowohl in der Tiefe als auch in der Höhe. Dazu kommt eine gel stige und seelische Durchdringung des Vortrages, die auch den verwöhntesten Ansprüchen Genüge leistet. Zu Gehör kamen u. a. Arien von Händel, Secchi, Tschaikowsky und Liedergruppen von Grieg, Mendelssohn usw. — Am Flügel begleitete Paul Meyer gewandt und stilsicher. A, K. Konzert Magda Spiegel. Das Konzert Magda Spiegel) des langjährigen Mitglieds des Frankfurter Opernhauses, findet am Montag, den 15. November, im kleinen Saal des Saalbaues pünktlich 20.30 Uhr statt. Sie wird begleitet von Dr. Willy S a 1 o m o n Ferner wirkt Alice Rosenbaum mit Klaviervorträgen mit, sie spielt u. a. Scherzo b-moll Chopin, Rapsödie Nr. 12 von Liszt. Die Sopranistin Edith Baum und der Geiger Oskar Kl einb erg geben am Montag, den 22. November, 20.30 Uhr, im kleinen Konzertsaal, Unterlindau 21, ein gemeinsames Konzert. Am Flügel: Lilly "Schwarz--May erhb fei". Zur Aufführung gelangen Lieder und Arien von Gluck, Händel, Grieg, Gretschaninoff, Rachmaninoff, Erich I. Wolff, Rubinstein, Rottenberg, sowie das Violinkonzert a-moll von Anton Dworak. Karten im Vorverkauf nur bei Schneemann, sowie an der Abendkasse. Frankfurter Vereinskalender. Synagogengemeinde Israelitische Religionsgesellschaft. Sonntag abend 8.15 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage: Vortrag des Herrn Gemeinderabbiners Jos. Horovitz. (Auch Damen.) <■ Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro fällt aus. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: B'm Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 3.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 3-15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, fais *\W. Herr S; Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokai, onia« faa, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal. «Ina, Herr J. Soff er. Sonntag nachm. 4.45 Uhr im Hörsaal: Vortrag des Herrn Dr. S. Ehrmann: „Die zehnsaitige Harfe der zukünftigen Welt" (auch für Damen). Donnerstag nach Schul im Hörsaal: iwn-Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: (ptolj) www, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Freitag morgens nach Schul, nawe, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch .'Donnerstag") im Lokal, in»}, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstütungen. Mittwoch, den 17. November: Estella Ehrmann geb. Roos-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag nach Mincho, 4.15 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage: Vortrag des Herrn S. Schachnowitz: „Israels Wegegebet". Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar» naw 15-30—16.30 Uhr für Jugendliche agadische Gedanken aus niafc naoa- Sonntags 20.30—21.30 Uhr; i"* x*»a. Dienstags 21—22 Uhr: Baale Batim iw»- Montags und Mittwochs 18.15—19.15 Uhn a*a THJöP -Probleme. Sonntags nach finaa. Sämtliche Schiurim finden statt in der Fichtestraße 5. . Dozent: .Rabbiner-, M..'F euerwerker, Herr Rabbiner J. Horovitz. Fichtestr. 5. Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim ry m»a — Schabbos 18-19 Uhr b*ib» ri»»D» Herr B. Rachelsohn, mina mvn Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. , R.-A. Dr- M- Schlesinger, nrwr 'aa für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4 und Schabbos nach Mincho, Schwanenstraße 12/11. ' Herr Dozent J. Ehrentreu, wain mit D'snsa, Sonntag nach mua rbsn, Uhlandstr- 39,1- Herr R.-A. Dr. E. Posen awn nl*tt, Sonntag nach nm» Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr J. Sofer, 'BV «p, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, Hans Handwerkstr. 18, I. Herr Rabb. Feuerwerger (f. Jugendl.), Sonntag 2030- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, i*» mal Agadische Abhandlungen aus nux naoa. — Für Jugendliche, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, «rsa Raa, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, D»n n^iiR, Sonntag nach mim, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor mimr unter Leitung des Herrn Zuntz (xis» 'aa) findet um 5 45 Uhr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I. R. Gstatt- Es findet jeden Sonntag abend 8.30 Uhr ein neuer Schiur unter Leitung des Herrn Rabbiner Feuerwerger statt über: Halachische Probleme an Hand des Rambam. Zur Zeit das Problem nonv Jüdische Frauenvereinigung und Agudisfische Frauenortsgruppe. Am Montag, den 15. November, abends 8.45 Uhr, wird Herr Rabbiner A. Merzbach aus Darmstadt im Hörsaal, Friedberger Anlage 5, sprechen über „Der Midrasch als Erziehungsfaktor". — Gäste, Damen willkommen. Am 'Mittwoch, den 17. November, abends 8.45 Uhr, wird Herr Rabbiner Mayer im Vereinslokal „Mekor Chajim", Hans Handwerkstr. 18, den Dinimkurs fortsetzen. — Gäste, Damen willkommen. Frh Brunngässer, Mauerweg 32, Tel. 44818, nimmt noch Schülerinnen für den Schneiderkurs auf. Jüdischer Turnerbund E. V. Der Gedanke, daß turnerische Betätigung nicht nur der Jugend, sondern auch Menschen in mittleren Jahren zur Erhaltung der Gesundheit verhilft, hat sich in letzter Zeit auch in jüdischen Kreisen durchgesetzt. Von diesem Gesichtspunkte aus haben wir uns zur Einrichtung eines Turn- und Gymnastik-Kurses für Herren mittleren Alters entschlossen. Der Kurs findet jeweils Samstag-Abend von 8.30—10 Uhr in der Turnhalle der Israelitischen Volksschule, Röderbergweg 29, statt und bitten wir um rege Beteiligung. Anmeldungen können auf dem Turnboden oder an unsere Vorstandsmitglieder erfolgen. Gebetzeiten. K2n r\2W Freitag abend 4.00 Samstag naavn 6.50 Samstag morg., 8.Ö0 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag Abend 5.35 Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 2. Minjan 7.30. An G'ttesdienst anschließend: Lernen des DMn "ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 4 15 Tefillinlegen am Morgen 6.45 Wochenkalender. Vom 13—20. November 1937 / Vom 9.-16. Kislew 5698 S! 9 'B1? ip musn Samstag 13 9 Sonntag i4 10 Montag Nov. 15 ifcaa 11 r£ Dienstag 16 12 oV Mittwoch 17 13 a Donnerstag 18 14 aa Freitag 19 15 aa Samstag 20! 16 aa nbp'i Familien^Nachrichten. Geburten: Leo Mühlgay u. Frau geb. Weis, Frankfurt a. M., Ostendstr. 11, ein Sohn, Schabbos, November 1937. Vermählte: Rabb. Awrohom Wolf und Liesel Klein, Nürnberg, am 2. Channukatage (30. November) Nürnberg. Rest. Plaut, Zufuhrstr.