Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 39 (1.10.1937)
- Date
- 1937-10-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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'^gifSS^m^ß^^^^^f^^l!^^^- 2V*^"v*!»ii*ns^#**n^^ 'WJfi&vKWt "»«wr ~\ ' x i- Eia Centralorgan für das orthodoxe Judentum / Begründet von Dr, Lehmann Frankfurt a. M. I 1. Oktober 1937 26. Tischri 5698 Nummer 39 itische Kommission des Völkerbundes will abwarfen. Genf, 23. September. Die VI. (politische) Kömmission »des Völkerbundes hat am Donnerstag die allgemeine Aussprache über das Palästinamandat beendet. Mit Ausnähme des südafrikanischen Vertreters nahmen alle Mitglieder der Kömmission an der Debatte teil. Ueb ereinstimmend wurde zum Ausdruck gebracht, daß mit. Rücksicht darauf, daß der Völkerbundsrat bereits die Fortsetzung der Prüfung des Problems durch'rdie Britische Regierung beschlossen hat, eine abwartende Haltung-'-eingenommen werden müsse. Der Delegierte von Iran (Persien) - wandte sich gegen den Vorschlag, daß Palästina im Zusammenhang mit der gesamten Judenfrage behandelt werden solle. Er begründete dies damit;, daß eben die Judenfrage zu den Schwierigkeiten in Palästina geführt habe. Der Delegierte trat für eine Lösung ein, die die Achtung vor den Rechten der Araber in ihrem Lande mit den berechtigten Interessen der Juden versöhnt. Im Namen der Kleinen Entente sprach der Vertreter der Ts c h e c h o's 1 o v a k e i. Er sprach der Mandatskommission die Anerkennung für ihre Arbeit aus und erklärte,^ der Völkerbundsrat habe ein klug erdachtes Verfahren fur das weitere Studium des Teilungsproblems festgelegt. Die Kleine Entente, für die die Schaffung von .Einwanderungsmöglichkeiten für Juden in Palästina sehr wichtig, sei, hoffe, daß eine Lösung im Sinne der Fortsetzung und Verstärkung der jüdischen Einwanderung nach Palästina gefunden werden wird. (Vergleiche Artikel auf Seite 6.) - Die Entscheidung des Völkerbundsrates. Die Entschließung des Völkerbundsrates vom 16. September hat folgenden Wortlaut: nlm Hinblick auf di? Erklärung der Regierung des Vereinigten Königreiches vom Juli 1937 über die Schlußfolgerungen der Kgl. Kommission für Palästina, im Hinblick auf die vorläufige Meinungsäußerung der Mandatskommission an den Rat, im Hinblick auf •' die von dem Vertreter des bereinigten Königreiches in der Sitzung des Rates vom 14. September .1937 abgegebenen Erklärung und der Aussprache .'üb er die Verfassung Palästinas, die in der gleichen Sitzung stattfand, '-, '■' ■ in Anbetracht der von der Regierung - des Vereinigten Königreiches geäußerten Absicht, das Studium des Verfassungsproblems Palästir nas fortzuführen und sich besonders auf die Lösung durch eine Teilung des Gebietes zu konzentrieren, . ,. indem der -Rat an die von dem Vertreter des Vereinigten Königreiches in dieser Hinsicht über die Einwanderungsfrage abgegebenen Zusicherungen erinnert,; ist der Rat damit einverstanden, daß die Regierung des Vereinigten Königreiches die besagte Prüfung vornimmt und die damit zusammenhängenden Maßnahmen trifft, und indem er unterstreicht, daß das Mandat vom 24. Juli 1922 bis zu anderweitiger Entschließung in Kraft bleibt, vertagt er eine Betrachtung des Kernproblems, bis der Rat in der Lage ist, sich damit in seiner Gesamtheit zu be-. fassen und behält sich seine Entscheidung und* Stellungnahme in der Zwischenzeit völlig vor." Aus derk Inhalt: Lord Peel gestorben . . . .... Seite 2 Schwere Ausschreitungen in.Bielitz Seite 2 Genf zum Aüswanderwgsprohlem . . Seite 2 In Heiligkeit und Reinheit zur Freude und ewigem Lichte. (Zum 100. Todestage Rabbi Akiba Egers) ..... . Seite 4 Eitie neue Palästina-Kommission? . . Seite 4 Historisches zur Erez Jisroel-Politik der Aguda. - Von! Rabb. J. Horovicz, Jerusalem . Seite 6 Information jüdischer Schutzhäitlinge Seite 7 \ Von der Iwria-Bank . . . . . . .. .Seite 7 - Zum Gedächtnis Masaryks ..... Seite 7 BeruSungsverhandlungen in Polen . . Seite 7 - Das Urteil eines'dänischen Gerichtes . Seite 8 - Eindrücke in Paris............Seite 9 Bücher-Besprecbungen...... Seite 10 f' Beth Jakob auf und nach der Kenessio Gedaulo. Von Wolf S. Jacobson. An festlichen Tagen pflegt man gewöhnlich alles durch eine festliche Brille zu sehen; die Kenessio Gedaulo hat sich, das werden alle vorurteilsfreien Beobachter festgestellt haben, von solcher Betrachtungsweise vollständig freigehalten. Alle offiziellen Berichterstatter haben die Dinge geschildert, wie sie sind und nicht so, wie sie sie gern gesehen, wie^ sie sie gern selber gestaltet hätten.!;!; .Auch für Beth Jakob* darf dies gelten. Sein Referent hat sich von jeder beschönigenden Betrachtungsweise bewußt ferngehalten; und doch h,at Beth Jakob auf der Kenessio Gedaulo gut abschneiden können; Das ist gewiß nicht ein persönliches Verdienst; das ist der Se^en der guten Tat, die vor fast zwei Jahrzehnten getan worden und die, fortzeugend, Gutes gebärt; S c h enirer und P e u t s c h 1 ä xid e r , das .sind und bleiben die beiden Namen, denen Beth Jakob Werden und Aufstieg dankt! In dem gedruckten Bericht an die Dritte Kenessio Gedaulo, den Uriel Birnbaum im Auftrag der Zentrale; vorbildlich zusammengestellt hat, und der,, der Oeffentlichkeit unter dem Titel „Programm und Leistung — Keren Hathora j und Beth Jakob,, 1929—1937" vorgelegt wurde, nimmt die Beth Jakob-Arbeit naturgemäß einen breiten Raum ein; dieser Bericht gibt alle Phasen der Entwicklung wieder und findet seine wertvolle Ergänzung durch den ausgezeichneten Bericht, den die Krakauer Beth Jakob-Zentrale für die Zeit zwischen zweiter Und dritter Kenessio Gedaulo über die Arbeit des polnischen Beth Jakob angefertigt hat. Dieser Bericht trägt die Unterschriften: Mansche Deutscher und Juda' Leb Orlean, und gibt damit die Namen an) denen wir in Polen die Erhaltung des großen Werke? in erster Reihe zu verdanken haben. Was geleistet wurde, zeigen diese Berichte; auf die hier verwiesen werden kann, weil wir ihre genaue Lektüre von jedem an der Arbeit Interessierten erwarten, verlangen: müssen! (Es wird von den Eingeweihten bitter empfunden, daß die agudistische Oeffentlichkeit ständig über mangelnde Berichterstattung klagt und dabei die agudistischen Berichte Itaum, liest!!) Was fehlt, das ist jetzt nach^der Kenessio Gedaulo vor allem ins Auge zu fassen, daß dem Mangel abgeholfen werde. Und in dieser Hinsicht haben die von der Kenessio Gedaulo gefaßten Entschließungen den Weg für die Zukunft gewiesen. (Fortsetzung siehe Seite 3.)