Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 48 (2.12.1937)
- Date
- 1937-12-02
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 97% known words query
- IRI
…/2446951-2450961-2451007--83397-2541273- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2. Dezember 1937 Erscheint monatlich 28. Kislew 5698 Chanukkas Schmerz u. Hoffnung. (Aus einem Jubiläumsfestspiel.) Chanukka: (tritt auf) Von Land zu Land, von Ort zu Ort trägt mich mein Fuß jetzt immer fort. Wohin ich komm', wohin ich geh', entflieht der Schmerz, entflieht das Weh. Und wärs das kleinste Kämmerlein, es kehret gleich die Freude ein. Und wenn's die kleinste Hütte war', gleich leuchtet auf ein Lichtermeer. (der Schammes tritt ein) Schammes: (friert) Hu! Hier draußen ist es gar nicht schön, komm', laß' uns in die Häuser geh'n. Wir dürfen uns nicht lange ruh'n, hier gibt's für uns noch viel zu tun. Chanukka: Niöht zu rasch, mein Kleiner du, gönne mir noch etwas Ruh. Bin so müd\ o glaube mir, kann so rasch nicht folgen dir. ' (setzt sich auf einen Stein) S c h a m m e s : Hab' zu tun jetzt meine Pflicht, muß anzünden Licht an Licht, daß sie all mit hellem Schein leuchten euch ins Herz hinein. Schau mal hin, jetzt kannst du seh'n, wie zur Synagog' sie geh'n. Wenn die Synagog' ist aus, muß ich geh'n in jedes Haus. Muß anzünden Lichter zwei, künden uns von Lieb und Treu, (ab) (Im Hintergrund der Bühne wird eine brennende Menorah sichtbar. Es erklingt wie aus weiter Ferne das Chanukkalied) C h anu k k a: Horch! Horch! Das schöne, alte Lied! Wie es durch die Weite zieht! Klingt so traut, so schön, so rem,